In einem gepflegten Steingarten mit blühenden Kräutern steht im Hintergrund eine Sitzgruppe – in der Mitte prangt in weißer Schrift auf rotem Hintergrund: „GARTENCHECKLISTE“ mit Häkchen-Symbol, darunter auf weißem Feld: „JUNI“.
In einem gepflegten Steingarten mit blühenden Kräutern steht im Hintergrund eine Sitzgruppe – in der Mitte prangt in weißer Schrift auf rotem Hintergrund: „GARTENCHECKLISTE“ mit Häkchen-Symbol, darunter auf weißem Feld: „JUNI“.

Gartencheckliste Juni – Dein Gartencheck für den Frühsommer

Der Juni zählt zu den Höhepunkten des Gartenjahres: Die Natur explodiert förmlich vor Farben und Blüten, der Frühling verabschiedet sich langsam und der Sommer steht in den Startlöchern. Mit unserer Gartencheckliste behältst Du alle wichtigen Aufgaben im Blick und sorgst dafür, dass Dein Garten gesund und prachtvoll durch die warme Jahreszeit kommt.

Das Wichtigste im Juni auf einen Blick

Diese acht Aufgaben sind im Juni besonders wichtig – hier der schnelle Überblick, bevor es in die Details geht:
  • Gießen: Bei Trockenheit regelmäßig und durchdringend wässern – morgens oder abends, nie bei praller Sonne
  • Rasenmähen: 1–2 Mal pro Woche, nicht kürzer als 3–4 cm, nie bei Hitze
  • Tomaten ausgeizen: Wöchentlich die Seitentriebe aus den Blattachseln entfernen
  • Rhabarber: Nur noch bis zum 24. Juni (Johannistag) ernten
  • Hecke kontrollieren: Erst schneiden, wenn keine Vögel mehr brüten
  • Unkraut: Jetzt entfernen, bevor es sich aussät
  • Düngen: Tomaten, Rosen und Rasen brauchen jetzt Nährstoffe
  • Schädlinge: Pflanzen regelmäßig kontrollieren, besonders auf Blattläuse und Schnecken

Inhaltsverzeichnis
  1. Rasen im Juni: Pflege für saftiges Grün
  2. Blütenpracht erhalten und fördern
  3. Hecke schneiden
  4. Unkraut bekämpfen
  5. Schädlinge und Nützlinge
  6. Pflege bestehender Pflanzen
  7. Neue Pflanzen und Aussaat
  8. Düngen: Die richtige Nährstoffversorgung
  9. Ernte im Juni: Was jetzt reif wird
  10. Pool und Wasserstellen reinigen
  11. Planung für die zweite Saisonhälfte
  12. Gartencheckliste Juni FAQ

Die wichtigsten To-dos im Überblick

Unser Gartenchecker fasst für Dich die wichtigsten To-dos im Juni zusammen und hat noch ein paar Tipps parat. Schau mal rein:

Spezielle Gartenarbeiten im Juni

Kompost wenden und pflegen

Der Kompost braucht im Sommer besondere Aufmerksamkeit:
  • Setze den Kompost um, um die Verrottung zu beschleunigen.
  • Halte den Kompost bei Trockenheit leicht feucht.
  • Arbeite grobes Material ein, um die Belüftung zu verbessern.
  • Achte auf ein ausgewogenes Verhältnis von grünem und braunem Material.

Hochbeet nachfüllen und pflegen

  • Prüfe, ob das Substrat abgesackt ist, und fülle bei Bedarf nach.
  • Hochbeete trocknen schneller aus – gieße regelmäßig und erneuere die Mulchschicht.
  • Kontrolliere den Schneckenschutz und erneuere ihn bei Bedarf.
Eine Hand streut Rasensamen auf lockere Erde – oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.
Eine Hand streut Rasensamen auf lockere Erde – oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.

Rasen im Juni: Pflege für saftiges Grün

Rasen neu ansäen und nachsäen

Im Juni lassen sich kahle Stellen im Rasen gut reparieren oder neue Rasenflächen anlegen – warme Temperaturen und häufigere Niederschläge sorgen für optimale Keimbedingungen. Finde den richtigen Rasensamen, um das beste Ergebnis zu erzielen.

So gehst Du vor:
  • Bereite den Boden gründlich vor und lockere ihn auf.
  • Säe das Saatgut gleichmäßig aus – bei Nachsaat reichen etwa 20–25 g/m², für eine komplette Neuanlage solltest Du mit 30–40 g/m² rechnen.
  • Harke die Samen leicht ein und halte die Fläche konstant feucht.
  • Nach der Aussaat den Boden vorsichtig andrücken, z. B. mit einer Rasenwalze oder einem Brett.
Die erste Keimung erfolgt nach 7-14 Tagen.

Rasenpflege im Frühsommer

Dein etablierter Rasen benötigt jetzt regelmäßige Aufmerksamkeit.

Checkliste für die Rasenpflege:
  • Mähen: 1-2 Mal pro Woche auf 3-4 cm Höhe
  • Düngen: Langzeitdünger für die Sommermonate ausbringen.
  • Bewässerung: Bei Trockenheit 2-3 Mal wöchentlich intensiv wässern.
  • Unkraut: Löwenzahn und andere Unkräuter gezielt entfernen.

Glühbirne Tipps zum Rasenmähen

Mähe Deinen Rasen nicht zu kurz und niemals bei starker Hitze – dies kann das Gras zusätzlich stressen und austrocknen, da es empfindlicher gegenüber Wasserverlust und Sonnenbrand ist. Die beste Zeit ist der frühe Morgen oder späte Abend. Nach dem Mähen den Rasenschnitt als Mulch liegen lassen, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Um Zeit zu sparen kannst Du Deinem Mähroboter die Arbeit überlassen. 

Ein bunter, blühender Garten wird von einem Rasensprenger bewässert. Im Vordergrund sind Zierlauch und andere blühende Stauden zu sehen. Feiner Wassernebel liegt über dem Beet, im Hintergrund leuchtet der Rasen im Sonnenlicht. Oben links ist ein rotes Häkchen-Symbol auf weißem Grund eingeblendet.
Ein bunter, blühender Garten wird von einem Rasensprenger bewässert. Im Vordergrund sind Zierlauch und andere blühende Stauden zu sehen. Feiner Wassernebel liegt über dem Beet, im Hintergrund leuchtet der Rasen im Sonnenlicht. Oben links ist ein rotes Häkchen-Symbol auf weißem Grund eingeblendet.

Blütenpracht erhalten und fördern

Wichtig vorab: Pilzkrankheiten im Blick behalten! Gerade im Frühsommer zeigen sich an Rosen häufig Sternrußtau (schwarze Flecken auf den Blättern, die dann gelb werden und abfallen) und Rosenrost (orangefarbene Pusteln auf der Blattunterseite).
  • Befallenes Laub sofort entfernen und nicht kompostieren.
  • Vorbeugend hilft ein luftiger Standort sowie das gezielte Gießen an die Wurzel – nasse Blätter sind die Eintrittspforte für beide Krankheiten.

Blütenpflege: Verblühtes regelmäßig entfernen

Das regelmäßige Entfernen verblühter Blüten (Deadheading) verlängert die Blütezeit erheblich.
  • Rosen: Verblühte Blüten bis zum ersten 5-teiligen Blatt zurückschneiden
  • Pfingstrosen: Nur die Blüte entfernen, Laub stehen lassen
  • Rhododendron: Verblühte Blütenstände vorsichtig ausbrechen
  • Clematis: Beachte die jeweilige Schnittgruppe – nicht alle Clematis werden im Juni geschnitten.

Rispenhortensie und andere Blütensträucher

Blütensträucher benötigten jetzt die richtige Pflege für eine üppige Blüte:
  • Rispenhortensie: Regelmäßig gießen, aber Staunässe vermeiden
  • Flieder: Nach der Blüte Verblühtes entfernen
  • Weigela: Direkt nach der Blüte auslichten

Gartenbewässerung

Bewässerungssysteme für den Sommer

Mit steigenden Temperaturen wird die richtige Bewässerung immer wichtiger.

Bewässerungstipps:

  • Zeitpunkt: Morgens bis spätestens 9 Uhr oder ab 18 Uhr
  • Menge: Lieber seltener, dafür durchdringend gießen
  • Technik: Direkt an die Wurzeln, Blätter trocken halten
  • Mulchen: Reduziert Verdunstung um bis zu 70%

Automatische Bewässerung

Für größere Gärten oder den Urlaub bieten sich automatische Systeme an:
  • Tropfschläuche: Ideal für Gemüsebeete und Staudenrabatte
  • Sprinkleranlagen: Perfekt für Rasenflächen
  • Bewässerungscomputer: Steuern Zeit und Dauer automatisch

Verwende Regenwasser aus einer Regentonne, um Ressourcen und Pflanzen zu schonen, und beachte auch unseren Ratgeber zum Thema Smarte Bewässerung.

Ein Mann in grüner Kleidung schneidet mit einer elektrischen Heckenschere eine dichte, grüne Hecke – oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.
Ein Mann in grüner Kleidung schneidet mit einer elektrischen Heckenschere eine dichte, grüne Hecke – oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.

Hecke schneiden

Jetzt ist die ideale Zeit für einen Heckenschnitt, da die Triebe der Pflanzen inzwischen so weit verholzt sind, dass Du sie nun gut in Form bringen kannst. Außerdem haben die meisten Vögel ihre Brutzeit hinter sich. Natürlich solltest Du vorher trotzdem sicherstellen, dass Deine Hecke nicht mehr bewohnt ist.

  • Vorab-Check: Brüten Vögel in der Hecke?
  • Schneide trapezförmig: Unten breiter als oben
  • Achte auf die Brutzeit der Vögel: Bis 30. September nur Formschnitt
  • Verwende scharfe, saubere Werkzeuge
  • Beste Zeit: Bewölkte Tage oder Abendstunden

Glühbirne Die richtige Heckenform

Vermeide, dass Deine Hecke unten schmaler ist als oben, da sie sich sonst selbst beschattet und mit der Zeit verkahlen würde. Durch eine klassische Trapezform, welche an der Basis breiter ist als an der Spitze und sich idealerweise leicht nach außen wölbt, gelangen an alle Partien der Hecke Sonnenstrahlen und ermöglichen ein lückenloses Wachstum.

Eine Hand mit Gartenhandschuh entfernt Unkraut aus der Erde – daneben liegt ein Gartengerät; oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.
Eine Hand mit Gartenhandschuh entfernt Unkraut aus der Erde – daneben liegt ein Gartengerät; oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.

Unkraut bekämpfen: Strategien für einen gepflegten Garten

Mechanische Unkrautbekämpfung

Der Juni ist optimal, um Unkraut anzugehen, bevor es sich stark ausbreitet.

Effektive Methoden:
  • Hacken: Regelmäßiges oberflächliches Lockern zerstört Unkrautkeimlinge
  • Jäten: Tiefwurzelnde Unkräuter komplett mit Wurzel entfernen
  • Mulchen: Verhindert Unkrautwuchs und spart Gießwasser
  • Vlies: In neuen Beeten als Schutz vor Unkraut

Biologische Unkrautbekämpfung

Natürliche Methoden sind umweltfreundlich und nachhaltig:
  • Heißwasser: Ideal gegen Unkraut in Pflasterfugen und auf Wegen
  • Essigwasser: Nur auf Beeten (Kulturland) erlaubt – dort am besten nur zugelassenes Essigsäure-Herbizid aus dem Fachhandel nutzen.
  • Bodendeckende Pflanzen: Verdrängen Unkraut dauerhaft und natürlich.

Glühbirne Profi-Tipp gegen Unkraut

Unkraut am besten nach Regen oder Bewässerung jäten, dann lässt es sich leichter entfernen. Eine Mulchschicht schützt Deine Beete vor Austrocknung – und auch vor Unkräutern.

Mehrere grün-schwarze Raupen fressen an den Blättern eines Kohlgemüses.
Mehrere grün-schwarz gemusterte Raupen fressen an den Blättern eines Kohlkopfs. Die Blätter sind von Fraßspuren durchzogen und mit Wassertropfen bedeckt

Schädlinge und Nützlinge: Das natürliche Gleichgewicht

Schädlingskontrolle im Juni

Der warme Juni bringt leider auch Schädlinge mit sich. Kontrolliere Deine Pflanzen regelmäßig:
  • Blattläuse: Natürliche Feinde fördern oder mit Brennnesselbrühe bekämpfen
  • Schnecken: Abends absammeln oder Bierfallen aufstellen
  • Spinnmilben: Bei heißem Wetter auf Unterseiten der Blätter achten
  • Thripse: Besonders an Rosen und anderen Blühpflanzen

Nützlinge fördern

Schaffe optimale Bedingungen für die Helfer in Deinem Garten:
  • Insektenhotels aufstellen oder ausputzen
  • Blühende Wildkräuter stehen lassen
  • Wasserstellen für Vögel und Insekten bereitstellen
  • Auf Pestizide verzichten

Glühbirne Nützlinge gegen Blattläuse

Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen sind Deine besten Verbündeten gegen Blattläuse. Ein einziger Marienkäfer vertilgt bis zu 50 Blattläuse pro Tag! Übrigens: Nützlingsfreundliche Pflanzen wie Ringelblume oder Dill fördern die Artenvielfalt im Garten.

Eine Hand schneidet mit einer Gartenschere frische Rosmarinzweige – oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.
Eine Hand schneidet mit einer Gartenschere frische Rosmarinzweige – oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.

Pflege bestehender Pflanzen

Tomaten ausgeizen und pflegen

Deine Tomaten brauchen jetzt besondere Aufmerksamkeit und das Ausgeizen (Entfernen der Seitentriebe) ist essentiell für eine reiche Ernte: Die heutigen Tomatenpflanzen entwickeln zu viele Fruchtantriebe, welche sie nicht alle versorgen können. Um das Wachstum großer und aromatischer Früchte zu fördern, solltest Du daher die Triebe aus den Blattachseln entfernen. Dies wiederholst du wöchentlich bis September. 

Anleitung zum Ausgeizen:
  • Entferne wöchentlich alle Triebe, die zwischen Haupttrieb und Blättern wachsen. Entferne auch untere Blätter, die den Boden berühren, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
  • Verwende saubere Finger oder ein desinfiziertes Messer.
  • Geize am besten morgens aus, wenn die Pflanzen prall sind.
  • Unterstütze die Pflanzen mit stabilen Stäben oder Spiralstäben.

Rosmarin stutzen und andere Kräuter schneiden

Rosmarin wird bei der Ernte ständig geschnitten – doch dieser Schnitt reicht leider nicht aus, um ihn lange gesund zu halten. Schneide daher die Triebe aus dem Vorjahr bis dicht über die verholzten Partien zurück und lichte ihn dabei gleich ein wenig aus. Dafür entfernst Du zu eng stehende Zweige, da diese sich gegenseitig behindern und zu wenig Licht erhalten.

Der Formschnitt bei Kräutern hält sie vital und kompakt:

  • Rosmarin: Nach der Blüte um etwa ein Drittel zurückschneiden
  • Lavendel: Verblühte Stängel entfernen, aber noch nicht radikal schneiden
  • Thymian: Regelmäßig ernten und dabei schneiden

Tipp: Kräuter am besten vormittags ernten, dann ist das Aroma am intensivsten.

Eine Hand streut Saatgut in eine vorbereitete Rille – daneben stehen Füße in karierten Gummistiefeln auf lockerer Erde, bereit für das Aussäen im Garten. Oben links ist ein Häkchen-Symbol in weiß auf rotem Hintergrund zu sehen.
Eine Hand streut Saatgut in eine vorbereitete Rille – daneben stehen Füße in karierten Gummistiefeln auf lockerer Erde, bereit für das Aussäen im Garten. Oben links ist ein Häkchen-Symbol in weiß auf rotem Hintergrund zu sehen.

Pflanzen und Aussaat: Was jetzt in die Erde gehört

Gemüse pflanzen und aussäen

Der Juni ist der perfekte Monat für die Aussaat vieler Gemüsesorten, die Du noch im Herbst ernten kannst:

Direktaussaat im Juni

Gemüseart Aussaatzeit Erntezeit Besonderheiten
Chinakohl Anfang bis Mitte Juni September bis Oktober Erst nach Sommersonnenwende säen
Endivien Bis Ende Juni August bis Oktober Regelmäßig gießen
Fenchel Bis Mitte Juni September Braucht lockeren Boden
Radieschen Ganze Saison 4-6 Wochen später Alle 2 Wochen nachsäen
Rucola Bis August 6-8 Wochen später Halbschatten bevorzugt

Glühbirne Was bedeutet "Schießen" bei Pflanzen?

Wenn Pflanzen wie Chinakohl oder Fenchel zu früh blühen, investieren sie ihre Energie in die Samenbildung statt in Blatt und Frucht. Das Ergebnis: holzige, bittere und kaum genießbare Ernteware. Auslöser sind meist lange Tage, Hitze oder andere Stressfaktoren – weshalb die Aussaat nach der Sommersonnenwende (21./22. Juni) deutlich sicherer ist.


Kräuter und Stauden

Auch für Kräuter und mehrjährige Stauden ist der Juni ein günstiger Pflanzmonat:
  • Kräuter: Basilikum, Oregano und andere wärmeliebende Kräuter können jetzt ins Freiland
  • Stauden: Containerware kann problemlos gepflanzt werden
  • Balkonbox: Bepflanze Deine Kästen mit sommerblühenden Arten
Jemand düngt sein Beet.
Jemand düngt sein Bett.

Düngen: Die richtige Nährstoffversorgung

Grundlagen der Sommerdüngung

Im Juni haben Deine Pflanzen einen hohen Nährstoffbedarf. Die richtige Düngung entscheidet über Wachstum und Blütenpracht. Tipp: Dünge nicht bei großer Hitze oder Trockenheit, um Verbrennungen zu vermeiden.

Düngerarten und Anwendung:

Pflanzengruppe Düngertyp Häufigkeit Besonderheiten
Rasen Langzeitdünger 1x im Juni NPK 15-5-10 optimal*
Tomaten/Gemüse Flüssigdünger Wöchentlich Kaliumreich für Fruchtbildung
Rosen Rosendünger Monatlich Bis Ende Juli düngen
Rhododendron Spezialdünger 2x im Jahr Saurer pH-Wert wichtig
Stauden Kompost Im Frühjahr Mulchen unterstützt


*NPK 15-5-10 = Das Nährstoffverhältnis des Düngers in %
N (Stickstoff) = 15 % für dichtes, grünes Wachstum
P (Phosphor) = 5 % für starke Wurzeln
K (Kalium) = 10 % für Schutz gegen Hitze und Trockenheit

Organisch oder mineralisch düngen?

Organischer Dünger:
  • Langsamere, aber nachhaltige Wirkung
  • Verbessert die Bodenstruktur
  • Ideal: Kompost, Hornspäne, Guano
Mineralischer Dünger:
  • Schnelle Verfügbarkeit
  • Präzise Dosierung möglich
  • Ideal für akuten Nährstoffmangel
Zwei Hände greifen nach einem reifen Kohlrabi, der zwischen kräftigem Blattgrün in lockerer Erde wächst – oben links ist ein Häkchen-Symbol in weiß auf rotem Hintergrund zu sehen.
Zwei Hände greifen nach einem reifen Kohlrabi, der zwischen kräftigem Blattgrün in lockerer Erde wächst – oben links ist ein Häkchen-Symbol in weiß auf rotem Hintergrund zu sehen.

Ernte im Juni: Was jetzt reif wird

Frühsommerliche Ernte

Der Juni beschert Dir die ersten Gartenschätze des Jahres. Ernte regelmäßig, um die Pflanzen zur weiteren Produktion anzuregen.

Erntekalender Juni:
  • Erdbeeren: Haupterntezeit für frühe Sorten
  • Salate: Kopfsalat, Rucola, Asia-Salate
  • Radieschen: Alle 4 Wochen neue Aussaat = kontinuierliche Ernte
  • Mangold: Äußere Blätter fortlaufend ernten
  • Kräuter: Oregano, Thymian, Salbei vor der Blüte
  • Rhabarber: Bis zum 24. Juni (Johannistag) ernten

Rhabarber: Ab dem 24. Juni (Johannistag) solltest Du auf weitere Ernte verzichten. Die Pflanze braucht die zweite Saisonhälfte, um Kraft für das nächste Jahr zu tanken – und der Oxalsäuregehalt in den Stielen steigt ab Mitte Sommer auf ein Niveau, das für den Körper unbekömmlich werden kann.

Glühbirne So schmeckt es am besten

Frühkohl: Diesen solltest Du zügig verbrauchen, da er sich auf dem Beet nicht allzu lange hält.
Knoblauch: Sobald die Blätter Deines im letzten Jahr gepflanzten Knoblauchs gelb werden, kannst Du diesen ausgraben. Lasse ihn dann an einem trockenen Ort durchtrocknen. So kannst Du ihn lange aufbewahren.
Kohlrabi: Diesen solltest Du rasch verbrauchen, da er schnell holzig wird, wenn er trocken steht.

Weinrebe und Beerenobst

Weinrebe:
  • Überflüssige Trauben entfernen (Ertragsregulierung)
  • Geiztriebe ausbrechen
  • Bei Bedarf spritzen gegen Pilzkrankheiten
Beerensträucher:
  • Himbeeren: Tragende Ruten stützen
  • Johannisbeeren: Nach der Ernte alte Triebe entfernen
  • Stachelbeeren: Triebspitzen kappen für buschigeren Wuchs
Mit einem Kescher werden herabgefallene Blätter aus einem klaren Pool gefischt – oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.
Mit einem Kescher werden herabgefallene Blätter aus einem klaren Pool gefischt – oben links ist ein Häkchen-Symbol auf rotem Hintergrund zu sehen.

Pool und Wasserstellen reinigen

Pool-Pflege im Juni

Wenn Du einen Pool besitzt, steht jetzt die Hauptsaison bevor. Die Pool-Pflege im Juni legt den Grundstein für einen sauberen Sommer.

Pool-Checkliste:

  1. Wasserwerte prüfen: pH-Wert (7,0-7,4) und Chlorgehalt kontrollieren
  2. Filter reinigen: Wöchentlich rückspülen oder Kartuschen wechseln
  3. Wasserlinie putzen: Fettrand mit Poolreiniger entfernen
  4. Skimmer leeren: Täglich Blätter und Insekten entfernen
  5. Poolroboter: Automatische Reinigung für den Boden

Gartenteich und Wasserspiele

Auch andere Wasserstellen brauchen Aufmerksamkeit:

  • Pumpen und Filter kontrollieren
  • Algenbildung vorbeugen
  • Wasserpflanzen bei Bedarf auslichten
  • Fischfutter anpassen (bei höheren Temperaturen mehr füttern)
Eine Hand hält Gemüsesamen, die auf lockere Erde ausgestreut werden
Eine Hand hält Gemüsesamen, die auf lockere Erde ausgestreut werden

Planung für die zweite Saisonhälfte

Herbstaussaat vorbereiten – schon jetzt an die Herbstsaison denken:

  • Wintersalate: Feldsalat kann ab August gesät werden
  • Wintergemüse: Grünkohl und Rosenkohl jetzt vorziehen
  • Blumenzwiebeln: Herbstpflanzung für Frühjahrsblüher planen

Saatgut für nächstes Jahr sammeln:

  • Mohn, Ringelblumen und andere Einjährige
  • Saatgut gut trocknen und beschriften
  • Kühl und trocken lagern

Fazit: Dein Garten im Hochsommer

Der Juni belohnt, wer jetzt konsequent pflegt: Ein gut gewässerter, gedüngter und von Schädlingen befreiter Garten trägt bis weit in den Herbst. Wer die Weichen im Frühsommer richtig stellt, erntet nicht nur mehr – er hat auch deutlich weniger Arbeit in den Monaten danach. Unsere Checkliste hilft Dir dabei, nichts Wesentliches zu übersehen.

Gartencheckliste Juni FAQ – Fragen und Antworten

Kann man im Juni noch Tomaten und Gurken pflanzen?

Ja – aber nur noch als vorgezogene Jungpflanzen, nicht mehr per Direktsaat. Tomaten brauchen einen sonnigen, windgeschützten Platz; Gurken mögen es warm und wollen einen Boden von mindestens 15 °C. Wer jetzt pflanzt, kann mit einer guten Ernte ab August rechnen, sollte aber regelmäßig gießen und mulchen, damit die kürzere Wachstumszeit optimal genutzt wird.

Gemüse und Kräuter im Juni noch pflanzen oder aussäen?

Ja, auch im Juni kannst Du noch viele Gemüsesorten und Kräuter direkt ins Beet säen oder als Jungpflanzen setzen. Der Juni bietet oft ideale Bedingungen, da die Böden warm sind und das Wachstum kräftig ist.

Direktsaat ins Beet (Gemüse): Buschbohnen, Rote Bete, Radieschen, Rettich (Sommer- und Herbstrettich), Mangold, Spinat (für die Herbsternte), Möhren (späte Sorten), Kohlrabi, Fenchel (für die Herbsternte), Zuckererbsen (frühe Sorten) und Salate (z. B. Pflücksalat, Kopfsalat, Eissalat).

Aussaat von Kräutern: Dill, Petersilie, Schnittlauch, Kresse und Basilikum.

Vorgezogene Jungpflanzen: Tomaten, Gurken und Zucchini.

Wichtige Tipps für den Juni:

  • Halte die Beete gut feucht, da es im Juni oft schon sehr warm und trocken sein kann.
  • Wähle bei Salaten und Spinat unbedingt schossfeste Sorten, damit sie bei der Sommerhitze nicht zu früh blühen.
  • Achte auf ausreichenden Pflanzabstand, damit sich das Gemüse gut entwickeln kann.
Welche Blumen und Balkonpflanzen kann man im Juni pflanzen?

Im Juni kannst Du Deinen Garten und Balkon noch mit viel Farbe und Blütenpracht verschönern. Hier ist eine Übersicht der besten Optionen:

Einjährige Sommerblumen (Direktsaat ins Beet): Ringelblume, Kornblume, Sonnenblume, Kapuzinerkresse, Cosmea (Schmuckkörbchen) und Zinnien. Diese blühen meist noch im selben Jahr.

Blumenzwiebeln und Knollen: Dahlien und Gladiolen möglichst früh im Juni einpflanzen, damit sie noch rechtzeitig blühen.

Blühende Balkonpflanzen: Geranien (Pelargonien) sind sehr robust und blühen bis in den Herbst. Petunien und Zauberglöckchen (Calibrachoa) mögen es sonnig und blühen sehr reich. Lavendel eignet sich ebenfalls ideal und zieht nützliche Bienen an.

Kräuter für den Balkon: Basilikum, Thymian, Rosmarin und Minze bereichern auch im Juni gepflanzt noch optimal die Küche.

Welche Pflanzen sollte man im Juni düngen?

Im Juni befinden sich viele Pflanzen in einer aktiven Wachstums- und Blütephase. Damit sie gesund und kräftig bleiben, ist eine gezielte Düngung besonders wichtig.

Gemüsepflanzen: Viele Gemüsesorten sind sogenannte Starkzehrer und benötigen im Juni zusätzliche Nährstoffe. Dazu gehören Tomaten, Gurken, Paprika, Kohlarten, Salate und Radieschen.

Obstpflanzen: Für eine reiche Ernte ist die richtige Düngung entscheidend bei Erdbeeren, Beerensträuchern (Johannisbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren) und Obstbäumen (Apfel, Birne, Kirsche).

Zierpflanzen: Blühende Zierpflanzen wie Rosen, Stauden und Sommerblumen (z. B. Petunien, Geranien, Fuchsien) benötigen jetzt ebenfalls zusätzliche Nährstoffe.

Welche Pflanzen sollte man im Juni schneiden?

Im Juni ist der richtige Zeitpunkt, um bei einigen Pflanzen einen Rückschnitt vorzunehmen. Das fördert die Blüte, hält die Pflanzen gesund und sorgt für eine schöne Form. Ein Rückschnitt empfiehlt sich bei Ziersträuchern, Hecken, Rosen, Stauden, Sommerblumen, Kräutern und Obstgehölzen.

Süßkirsche: Den Schnitt unbedingt unmittelbar nach der Ernte vornehmen, also meist im Juni oder frühen Juli. Kirschbäume sind im Sommer weniger anfällig für den gefährlichen Erreger der Monilia-Krankheit als im Herbst oder Frühjahr – der Sommerschnitt ist hier also keine Kür, sondern Pflicht.

Wichtige Hinweise für den Schnitt:

  • Schneide nicht bei großer Hitze oder starker Sonneneinstrahlung, um Verbrennungen an den Schnittstellen zu vermeiden.
  • Verwende sauberes und scharfes Werkzeug, um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern.
  • Prüfe Hecken und Sträucher vor dem Schnitt unbedingt auf brütende Vögel!
Welche Schädlinge und Krankheiten gibt es im Juni im Garten?

Der Sommer bringt leider auch ungebetene Gäste und typische Pflanzenkrankheiten mit sich. Achte im Juni besonders auf folgende Anzeichen:

Häufige Schädlinge:

  • Blattläuse: Befallen junge Triebe sowie Blattunterseiten an Zier- und Gemüsepflanzen, saugen Pflanzensaft und übertragen Viren.
  • Schnecken: Machen sich besonders nach Regenfällen über Salate, junge Gemüsepflanzen und Blumen her.
  • Raupen: Zum Beispiel die Larven des Kohlweißlings an Kohlgewächsen oder Gespinstmotten an Obstbäumen.
  • Spinnmilben: Treten vor allem bei Trockenheit und Hitze an Gurken, Bohnen und Zierpflanzen auf.
  • Thripse (Blasenfüße): Verursachen silbrige Flecken auf den Blättern von Gemüse- und Zierpflanzen.

Häufige Krankheiten:

  • Mehltau (Echter und Falscher): Zeigt sich als weißlicher oder grauer Belag auf den Blättern, häufig an Rosen, Gurken, Zucchini und Weinreben.
  • Kraut- und Braunfäule: Tritt besonders bei feuchtem Wetter an Tomaten und Kartoffeln auf und zeigt sich durch braune Flecken an Blättern und Früchten.
Deine Tophelfer im Juni
Ratgeber und Inspiration