
Gartenhaus dämmen – die Schritt-für-Schritt-Anleitung
Um Wärmeverlust im Herbst und Winter zu reduzieren, verhilft eine passgenaue Dämmung zu stabileren Innentemperaturen im Gartenhaus. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Du Dein Gartenhaus dämmst.
Dieses Werkzeug benötigst Du für das Dämmen der Gartenhäuser:
- Spaxschrauben
- Tacker
- Akkuschrauber
- Mundschutz
- Stichsäge zum Zusägen von Holzteilen
- Holzschutzfarbe
Diese Materialien benötigst Du für die Dämmung von Boden, Dach, Fenster, Türen & Wände der Gartenhäuser:
- Styropor/Styrodur bietet sich für eine kostengünstige Dämmung an
- Dämmunterlagen werden für den Boden verwendet
- Profilholzbretter bieten einen zusätzlichen Schutz und sollten mit Holzschutzfarbe behandelt werden
- Bitumendachplatten dienen der Dämmung des Dachs und sind am besten mit einer Dampfsperre zu kombinieren
- Gipskartonplatten oder Holz zum Verschalen der bereits gedämmten Wände
- Eine gute Imprägnierung schützt das Gartenhaus vor der Witterung
- Silikon zum Verschließen von Rillen und Fugen
- Dichtungsband zum Versiegeln der Fenster und Türen
Gründe für eine Dämmung
Selbst Laien können die Dämmung sowie den Aufbau des Gartenhauses in Eigenregie vornehmen. Du musst hierfür lediglich die Wände, Türen und Fenster sowie das Dach und den Boden der Gartenhäuser abdichten. Diese Gründe sprechen für eine Dämmung:- Wärme bleibt bei beheizten Räumen länger im Innenbereich
- Reduziert den Wärmeverlust im Winter
- Unterstützt in Kombination mit richtiger Lüftung die Feuchtigkeitsregulierung
- Bietet zusätzlichen Sommer-Wärmeschutz
In 4 Schritten zur Dämmung Deines Gartenhauses
Schritt 1: Boden im Gartenhaus dämmen
- Holz mit Holzschutzfarbe behandeln
- Dämmschutzfolie auslegen und Füllung dazugeben
- Bodendielen befestigen
Der entscheidende Schritt ist die Boden-Dämmung der Gartenhäuser, da über den Boden die Kälte aus dem Erdreich in das Gartenhaus gelangt. In Gartenhäusern finden sich meistens einfache Bodenplatten aus Beton oder aus Zement, die nicht ausreichend isolieren.
Errichte zuerst eine Verkleidung aus Profilholzbrettern für den Schutz des Bodens. Das Holz sollte mit einer Holzschutzfarbe behandelt werden. Unter die Unterkonstruktion der Dielen leg eine Dämmschutzfolie aus, geben eine Dämmstofffüllung dazu und verarbeiten dann eine weitere Folie. Die Füllung kann entweder mit Styropor oder Styrodur erfolgen. Die Bodendielen befestigst Du über dem neu ausgelegten Isoliermaterial.

Schritt 2: Dach isolieren
- Passendes Dämmmaterial verwenden
- Dampfsperre unter dem Dach montieren
- Bretter verbinden und Dämmmaterial einsetzen
Ebenso wichtig wie die Bodendämmung ist die Dach-Isolierung. Das Dämmmaterial sollte seiner Stärke nach der Stärke der Dachlatten entsprechen . Die Dachlatten dienen als Gerüst für die Dämmmaterialien. Unter dem Dach musst Du eine Dampfsperre montieren, so wird die Feuchtigkeit aus dem Gartenhaus nach draußen geleitet. Die Bretter verbindest Du mit Nut und Feder. Sollte das Dach einen Zwischenboden aufweisen, führst Du einen kleinen Schlauch ein und spritzen damit das Dämmmaterial ein. Wird das Gartenhaus gerade erst aufgebaut, bietet sich die Verwendung von Dämmmatten für die Isolierung an.
Setze unter der Dämmung eine diffusionsoffene Folie ein, dies kann das Risiko von Schimmelbildung reduzieren.

Schritt 3: Innen- und Außenseite am Gartenhaus verkleiden
- Mindestens einen halben Zentimeter dicke Dämmmaterialien anbringen
- Wände mit Gipskartonplatten verschalen und imprägnieren
- Einen Luftspalt lassen
Nun geht es an die Dämmung der Wände. Mehrschichtsysteme eignen sich für die Dämmung der Außenwände ebenso wie für die Innenwände und sorgen für eine gründliche Isolierung, was gerade für das Heizen entscheidend ist.
Für die Bearbeitung der Außenwände am Gartenhaus eignen sich Materialien wie zum Beispiel Styropor oder Styrodur. Die Dämmmaterialien werden an den Wänden angebracht, danach verschale die Wände mit Gipskartonplatten. Holz eignet sich ebenfalls für die Verkleidung. Auf keinen Fall darf während der Arbeiten Feuchtigkeit in das Holz oder die Isolierschicht eindringen. Eine Imprägnierung ist ebenfalls wichtig, damit das Gartenhaus weniger anfällig für Nässe und Schimmel ist. Die Platten aus Styropor oder Styrodur sollten mindestens einen halben Zentimeter dick sein. Eine Isolierung für das Gartenhaus kann problemlos bis zu einer Dicke von 5 cm verbaut werden. Ergeben sich zwischen den Platten Rillen, verschließ diese mit Silikon.
Für die Dämmung der Innenwände eignen sich Materialien wie Holzfaser- oder Mineralwolle. Auch nachwachsende Rohstoffe wie Hanffasern kommen infrage. Je nach gewähltem Dämmstoff bieten diese unterschiedliche Brandschutzeigenschaften (Mineralwolle gilt beispielsweise als nicht brennbar) und lassen sich hervorragend in Kombination mit Holzkonstruktionen verarbeiten. Denk daran, dass für einen optimalen Luftaustausch zwischen der Schalung und dem Dämmmaterial ein Luftspalt bleiben muss. Dieser hat auch positive Wirkungen auf die Isolation.

Schritt 4: Fenster und Türen isolieren
- Lattenkreuz installieren
- Dämmmaterial ausschneiden
Die Fenster und Türen gehören ebenfalls zu den Wärmeleitern und müssen daher ebenso wie die Wände oder der Boden isoliert werden, um das Gartenhaus wetterfest zu machen. Nur so erzielst Du eine optimale Gartenhaus-Dämmung. Durch die Fenster und Türen gelangt schließlich Wärme nach draußen und Feuchtigkeit ins Innere.
Installiere um die Fenster und Türen ein Lattenkreuz und schneide das Dämmmaterial in der passenden Größe aus. Entstehende Fugen schließt Du wiederum mit Silikon. Wenn Du den Rahmen zusätzlich isolieren möchtest, greif zu Dichtungsband. Eine Doppelverglasung der Fenster ist ein großer Vorteil, wenn es um die Wärmeisolierung geht.
In den Dämmmaterialien sollten im besten Fall keine chemischen Bindemittel, Klebstoffe oder anderen synthetischen Stoffe vorkommen.
Ließ später in diesem Ratgeber weiter, wie Du Dein Gartendach begrünen kannst.
