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Welches Fahrrad passt zu mir?
Ob entspannter Citytrip oder rasante Rennradtour: Ein Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad. Hier erfährst Du, worauf es bei der Auswahl ankommt.
Welches Fahrrad eignet sich für welchen Bedarf?
Das Angebot an Rädern ist riesig – vom Mountainbike bis zum Hollandrad hast du die Wahl zwischen zahlreichen Modellen.
Wichtig vor dem Kauf: Wo fährst Du?
Überlege Dir vor dem Kauf, in welchem Gelände Du am meisten unterwegs bist und ob Dein neues Bike vielleicht mehreren Zwecken gerecht werden soll. In diesem Fall lohnt sich ein Allrounder wie das Cross- oder Trekkingbike. Neben dem Einsatzbereich sind auch Sitzposition, Transportbedarf, Wartungsaufwand, gewünschte Geschwindigkeit und die Frage wichtig, ob das Rad im öffentlichen Straßenverkehr StVZO-konform ausgestattet sein soll.
Die folgende Übersicht zeigt dir alle gängigen Bike-Varianten, ihre wichtigsten Merkmale und wofür sie sich am besten eignen.
| Typ | Merkmale | Einsatzzweck |
| Klapprad | Lässt sich mit wenigen Handgriffen zusammenklappen. Die Ausstattung variiert je nach Modell; viele Falträder sind auf Alltag und Pendeln ausgelegt. | Ideal, wenn Du Dein Rad häufig im Auto, in Bus oder Bahn mitnimmst. |
| Rennrad | Geringes Gewicht, schmale Reifen und eine schnittige Form für hohe Geschwindigkeiten. | Ein Muss für alle, die sportlich und rasant auf langen Touren unterwegs sind. |
| Stadtrad | Verkehrssicher ausgestattet mit allen Komponenten, die im Straßenverkehr vorgeschrieben sind. | Perfekt für den Alltag in der Stadt, wenn Du ein zuverlässiges Gefährt brauchst. |
| Mountainbike | Stabiler Rahmen und profilierte Reifen für unwegsames Gelände. | Für Touren im Wald, im Gelände und in den Bergen. |
| Crossbike | Sportliche Mischung aus Trekkingrad und Mountainbike, geeignet für Asphalt, Wald- und Feldwege. | Die optimale Wahl für sportliche Fahrer, die Gelände und Stadt gleichermaßen mögen. |
| Trekkingrad | Alltagstauglich ausgestattet, komfortable Sitzposition, oft mit Licht, Schutzblechen und Gepäckträger | Für Pendeln, Touren, Radwege und leichte Feld- und Waldwege |
| ATB (All Terrain Bike) | Uneinheitlich verwendeter Begriff für vielseitige Räder zwischen Stadt, Trekking und leichtem Gelände. | Alltag und leichte Touren; Ausstattung je nach Modell prüfen. |
Das Rennrad
Mit 30 km/h und mehr über die Landstraße oder im Wettkampf gegen andere: Das Rennrad ist der flinke Fuchs unter den Fahrrädern. Hier erfährst Du, was es von anderen Bikes unterscheidet und worauf Du beim Kauf achten solltest.
Einsatz und Besonderheiten
Ein Rennrad besteht aus leichtem Material und ist auf sportliches Fahren optimiert. Viele Modelle verzichten ab Werk auf Gepäckträger, Schutzbleche und feste Beleuchtung – nicht jedes Rennrad ist also von Haus aus alltagstauglich. Die schmalen Reifen sind für effizientes Rollen auf befestigten Straßen ausgelegt.
Für den Stadtverkehr ist ein Rennrad grundsätzlich nutzbar, aber oft weniger praktisch als ein City- oder Trekkingrad – vor allem wegen der sportlichen Sitzposition, der meist fehlenden Alltagsausstattung und der empfindlicheren Bereifung.
Das Material
| Material | Eigenschaften |
| Carbon | Vergleichsweise hochpreisig, dafür sehr leicht, steif. Komfort und Dämpfung hängen stark vom Rahmenaufbau ab. |
| Aluminium | Preisgünstiger, robust, leicht und angenehm steif; bei vielen Einsteiger- und Mittelklassemodellen verbreitet. |
| Titan | Sehr langlebig, korrosionsbeständig und hochwertig; oft komfortabel, aber nicht automatisch leichter oder „besser“ als Carbon – das hängt vom Einsatzzweck ab. |
| Stahl | Etwas schwerer, dafür oft sehr langlebig, reparaturfreundlich und für seinen angenehmen Fahrkomfort geschätzt. |
Tipps für die optimale Rahmenhöhe
Die passende Rennradgröße hängt nicht nur von der Körpergröße ab, sondern auch von Schrittlänge, Oberkörperlänge, Beweglichkeit und der Geometrie des Herstellers. Tabellenwerte sind deshalb nur grobe Richtwerte.
|
Körpergröße |
Rahmenhöhe |
|
155 - 165 cm |
48 - 51 cm |
|
165 - 170 cm |
51 - 53 cm |
|
170 - 175 cm |
53 - 55 cm |
|
175 - 180 cm |
55 - 60 cm |
|
180 - 185 cm |
58 - 60 cm |
|
185 – 190 cm |
60 - 64 cm |
|
190 cm und mehr |
64 cm und mehr |
Schrittlänge als Orientierung
Falls Du zwischen zwei Größen liegst, kannst Du Deine Schrittlänge messen:
- Stelle Dich barfuß mit dem Rücken an eine Wand.
- Klemme ein Buch waagerecht zwischen die Beine und ziehe es bis zum Schritt nach oben.
- Miss vom Boden bis zur Oberkante des Buches.(Das Buch simuliert hier Deinen Fahrradsattel.)
Für klassische Rennradgeometrien wurde oft die Faustformel "Schrittlänge × 0,665" verwendet. Sie ist heute nur noch ein grober Startwert, weil moderne Rahmengeometrien je nach Marke stark variieren.
Beispiel: Eine Schrittlänge von 84 cm x 0,665 ergibt eine Rahmenhöhe von ca. 56 cm
Gangschaltung
Im Rennradbereich dominieren Shimano, SRAM und Campagnolo. Alle drei Hersteller bieten – je nach Modellreihe – mechanische und elektronische Schaltungen an. Sie unterscheiden sich vor allem in der Signalübertragung. Während klassische Schaltungen mit mechanischem Seilzug arbeiten, setzen moderne elektronische Systeme heute je nach System auf kabelgebundene, teilkabellose oder vollständig kabellose Lösungen (Funk).
Einsteiger-Tipp: Für den Start und kleinere Budgets ist eine bewährte mechanische Schaltung völlig ausreichend, robust und leicht zu warten.
Sattel
Beim Rennradsattel sind vor allem Sitzknochenabstand, Sitzposition und persönliche Anatomie entscheidend. Die Einteilung in "Männer-" und "Frauen-"Sättel ist nur eingeschränkt hilfreich; viele Hersteller bieten heute unisex-orientierte Modelle in verschiedenen Breiten an.
Übrigens: Mehr Polster ist nicht automatisch bequemer – gerade bei sportlicher Sitzhaltung kann ein zu weicher Sattel auf längeren Strecken sogar stören.
Reifen
Moderne Rennräder fahren häufig mit 28- bis 32-mm-Reifen; sportliche Race-Modelle nutzen teils auch 25 mm. Welche Breite am besten funktioniert, hängt von Einsatzzweck, Felge, Untergrund und gewünschtem Komfort ab. Breitere Reifen rollen auf realen Straßen oft sehr effizient und bieten mehr Komfort und Grip.
Wie ermittelst Du den optimalen Reifendruck?Als grobe Orientierung für klassische Rennradreifen galt lange die alte Faustregel: Teile Dein Gewicht durch 10, um den Basisdruck in Bar zu erhalten (z. B. 70 kg = 7 Bar). Dies ist bei modernen Reifen jedoch nur sehr eingeschränkt brauchbar und führt oft zu zu hohem Druck.
Besser ist es, sich am vom Reifenhersteller freigegebenen Druckbereich zu orientieren und Systemgewicht, Reifenbreite, Felgeninnenweite, Schlauch/Tubeless und Untergrund zu berücksichtigen. In der Praxis fährt man vorne meist etwas weniger Druck als hinten. Auf nasser Fahrbahn oder holprigen Straßen kannst Du den Druck zudem um etwa 0,5 Bar senken – das sorgt für mehr Haftung und Sicherheit.
Beleuchtung
Viele Rennräder werden ohne feste Beleuchtung verkauft. Wenn Du sie im öffentlichen Straßenverkehr nutzen willst, brauchst Du eine StVZO-konforme Ausstattung – dazu gehören nicht nur Licht, sondern je nach Einsatz auch Klingel und Reflektoren.
Stadtrad
Schnell zum Einkaufen oder mit dem Bike zur Arbeit: Das Stadtrad ist verkehrssicher ausgestattet und in vielen Designs erhältlich.
Citybike, City-Rad, Urban Bike – Die verschiedenen Varianten
Das Stadtrad – auch Citybike, City-Rad oder Urban Bike genannt – gibt es heute in vielen Ausführungen: als klassisches Fahrrad ohne Motor, als Pedelec mit Tretunterstützung oder als Sonderform wie Singlespeed, Hollandrad oder Retro-Bike.
Gut zu wissen: "Pedelec" und "E-Bike" sind rechtlich nicht dasselbe: Ein Pedelec unterstützt nur beim Treten (meist bis 25 km/h), während ein E-Bike im engeren Sinn auch ohne Pedalieren fahren kann und anders eingeordnet wird.
Rahmenformen
Statt früher von Damenrad und Herrenrad spricht man heute fachlich sauberer von Rahmenformen:- Tiefeinsteiger: besonders bequem beim Auf- und Absteigen
- Trapezrahmen: Kompromiss aus Komfort und Steifigkeit
- Diamantrahmen: klassische, besonders steife Rahmenform
Welche Rahmenform passt, hängt vor allem von Komfort, Beweglichkeit, Einsatzbereich und persönlicher Vorliebe ab – nicht vom Geschlecht.
Hollandrad und Retro-Bike
Das Hollandrad steht für eine sehr aufrechte Sitzposition, hohen Alltagskomfort und robuste Ausstattung. Typisch sind meist Kettenkasten, Schutzbleche, Gepäckträger, große Laufräder und ein bequemer Sattel.
Retro-Bikes setzen optisch auf klassische Formen. Wie alltagstauglich oder komfortabel sie sind, hängt jedoch stark vom jeweiligen Modell und seiner Ausstattung ab.
Rahmenhöhe und Raddurchmesser
| Körpergröße | Rahmengröße in Zoll | Rahmengröße in cm |
| 155–165 cm | 14–15" | 35–38 cm |
| 165–170 cm | 15–16" | 38–41 cm |
| 170–175 cm | 16–17" | 41–43 cm |
| 175–180 cm | 17–18" | 43–46 cm |
| 180–185 cm | 18–19" | 46–48 cm |
| 185–190 cm | 19–21" | 48–53 cm |
| 190–195 cm | 21–22" | 53–56 cm |
| 195–200 cm | 22–23" | 56–58 cm |
Auch bei Stadträdern gilt: Tabellen sind nur Richtwerte. Tiefeinsteiger werden oft etwas kleiner gewählt als sportlichere Citybikes und Hersteller verwenden unterschiedliche Geometrien.
Verkehrssicherheit: Das ist wichtig
Ein Stadtrad muss im öffentlichen Straßenverkehr sicher und gesetzeskonform ausgerüstet sein. Nach StVZO sind folgende Komponenten gesetzlich vorgeschrieben:
- Zwei voneinander unabhängig funktionierende Bremsen
- Eine helltönende Klingel
- Ein weißer Frontscheinwerfer und ein rotes Rücklicht
- Reflektoren: vorne weiß, hinten rot, an den Pedalen gelb sowie seitlich Reflektoren oder Reflexstreifen an Reifen/Felgen
Tipp zum Gesamtgewicht: Achte beim Kauf auf das zulässige Gesamtgewicht des Herstellers. Es umfasst Fahrrad, Fahrer und Gepäck. Je nach Modell liegt es häufig etwa im Bereich von 120 bis 140 kg, kann aber auch deutlich darüber oder darunter liegen.
Checkliste: So findest Du Dein Stadtrad
- Rahmenmaterial: Aluminium-Stadträder sind angenehm leicht. Das ist besonders praktisch, wenn Du Dein Rad regelmäßig in den Keller oder die Treppe hochtragen musst.
- Schaltung: Nabenschaltungen sind besonders wartungsarm, Kettenschaltungen bieten meist mehr Bandbreite. Ob Schalthebel oder Drehgriff – die Gänge sollten für Dich intuitiv, leichtgängig und ohne Umgreifen erreichbar sein.
- Sattel: Ein guter Sattel ist das A und O. Gel-Sättel bieten viel Komfort auf Kurzstrecken, während eine Sattelauflage aus Lammfell Deinen Sitz im Winter angenehm warm hält.
- Fahrradständer: Achte auf einen stabilen, idealerweise höhenverstellbaren Seiten- oder Zweibeinständer. Er sorgt dafür, dass das Rad auch mit beladenem Korb nicht umkippt.
- Zubehör: Praktische Ausstattung wie feste Körbe, Gepäckträgertaschen oder abschließbare Fahrradkoffer bringen Deine Einkäufe sicher und trocken nach Hause.
Mountainbike
Das Gelände unsicher machen, Wälder und Felder mit dem Bike entdecken oder hoch hinaus in die Berge: Für solche Touren ist das Mountainbike (MTB) perfekt gerüstet. Um das richtige Modell zu finden, solltest Du die beiden grundlegenden Bauweisen kennen:- Hardtail: Besitzt nur eine Federgabel vorne. Es ist leichter, wartungsärmer und günstiger – ideal für Waldwege, Schotter und leichte Trails.
- Fully (Full Suspension): Ist vorne und hinten gefedert. Es bietet maximalen Komfort, viel Grip und Sicherheit in grobem Gelände.
Die Vor- und Nachteile im Überblick
| Typ | Vorteile | Nachteile |
| Fully (Vollgefedert) | Unebenheiten wie Wurzeln und Steine werden perfekt abgefangen. Das sorgt für maximalen Fahrkomfort, extrem sicheres Handling und viel Grip bei schnellen Abfahrten im groben Gelände. | Durch den zusätzlichen Dämpfer und die Gelenke ist es vergleichsweise schwerer, teurer in der Anschaffung und wartungsintensiver (Dämpfer-Service). |
| Hardtail (Teilgefedert) | Es ist deutlich leichter, günstiger im Preis und hat einen sehr geringen Pflegeaufwand. Da keine Energie in einem Hinterbaudämpfer verloren geht, fährt es sich bergauf und auf Schotterwegen extrem spritzig. | Bietet abseits befestigter Pfade weniger Komfort. In ruppigem Gelände verliert das Hinterrad schneller den Bodenkontakt, was zu weniger Kontrolle und Traktion führt. |
Welcher MTB-Typ bist Du?
Welche Strecken Du am liebsten fährst, entscheidet maßgeblich über die Wahl Deines Bikes.- Cross-Country / Tour: Du fährst viel bergauf, magst lange Touren auf Feld- und Waldwegen und suchst ein leichtes, effizientes Bike.
- Trail / All Mountain: Der Allrounder. Du willst entspannt bergauf fahren, suchst aber vor allem Spaß und Kontrolle auf flowigen Singletrails im Wald und in den Bergen.
- Enduro: Dein Fokus liegt auf anspruchsvollen, technischen Abfahrten im rauen Gelände, Du trittst aber trotzdem noch selbst den Berg hoch.
- Downhill / Freeride: Reine Abfahrtsspezialisten für Bikeparks und extrem steiles Gelände. Bergauf fährst Du hier nur mit dem Lift.
Checkliste: Kriterien für die Wahl des Mountainbikes
Worauf solltest Du beim Kauf genau achten? Hier findest Du die wichtigsten Kriterien für Deine Entscheidung zusammengefasst:
- Das passende Terrain: Überlege, wo Du meistens fährst. Für Forstwege, einfache Waldpfade und lange Touren reicht ein spritziges Hardtail. Suchst Du Komfort und fährst Du anspruchsvolle, wurzelige Trails in den Bergen, greife zum Fully.
- Die richtige Größe: Das Mountainbike muss zwingend zu Deiner Körpergröße und Deiner Schrittlänge passen. Die Rahmenhöhen bei MTBs fallen deutlich kleiner aus als bei Stadträdern.
- Der Einsatzzweck: Wähle den passenden MTB-Typ (z. B. Tour, Trail oder Enduro) passend zu Deinen fahrerischen Vorlieben – egal ob Du entspannt Kilometer sammeln oder rasante Abfahrten meistern willst.
- Die Ausstattung für den Straßenverkehr: Viele sportliche Mountainbikes werden ab Werk nicht vollständig StVZO-konform ausgestattet. Für den Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr müssen je nach Modell Licht, Klingel und Reflektoren ergänzt werden.
Tipp: Das Mountainbike als robuster Stadt-Cruiser
Eigentlich gehört das Mountainbike ins Gelände. Doch es gibt eine Ausnahme: Wenn Deine täglichen Wege in der Stadt aus fiesem Kopfsteinpflaster, tiefen Schlaglöchern und hohen Bordsteinkanten bestehen, ist ein Hardtail-MTB ein genialer Alltagsbegleiter: Breitere Reifen können auf schlechten Straßen mehr Komfort und Reserven bieten, grobes Profil bedeutet auf Asphalt aber nicht automatisch mehr Grip. Vergiss für den Stadteinsatz nicht, Licht und Schutzbleche nachzurüsten.
Die passende MTB-Rahmenhöhe finden
Welche Rahmengröße Du für Dein Mountainbike benötigst, hängt ganz von Deiner Körpergröße ab. Bei MTBs wird die Größe im Handel meist in Zoll (") oder als Buchstabengröße (S, M, L, XL) angegeben. Die Angabe in Zentimetern (cm) dient als Orientierung.
Übersicht zur Orientierung (Hardtail & Fully)| Körpergröße | Rahmengröße in Zoll | Rahmengröße in cm | Größe |
| 150 – 160 cm | 14 – 15" | 35 – 38 cm | Größe S |
| 160 – 170 cm | 15 – 16" | 38 – 41 cm | Größe S / M |
| 170 – 175 cm | 16 – 17" | 41 – 43 cm | Größe M |
| 175 – 180 cm | 17 – 18" | 43 – 46 cm | Größe M / L |
| 180 – 185 cm | 18 – 19" | 46 – 48 cm | Größe L |
| 185 – 190 cm | 19 – 21" | 48 – 53 cm | Größe L / XL |
| 190 – 195 cm | 21 – 22" | 53 – 56 cm | Größe XL |
| 195 – 200 cm | 22 – 23" | 56 – 58 cm | Größe XXL |
Tipp für Unentschlossene: Wenn Du zwischen zwei Größen liegst, gilt oft: kleiner = wendiger und verspielter, größer = laufruhiger und stabiler. Entscheidend bleibt aber die Geometrie des konkreten Modells.
Crossbike
Das Crossbike ist eine sportliche Mischung aus Trekkingrad und Mountainbike. Es eignet sich für befestigte Straßen ebenso wie für Wald- und Feldwege. Viele Crossbikes werden ohne vollständige Alltags- oder StVZO-Ausstattung verkauft. Für den regelmäßigen Einsatz im Straßenverkehr können je nach Modell Licht, Klingel, Reflektoren und Schutzbleche sinnvoll oder erforderlich sein.
Typisch sind 28-Zoll-Laufräder, ein leichter Rahmen, leicht profilierte Reifen und – je nach Modell – eine starre Gabel oder eine kurze Federgabel. Im aktuellen Markt überschneidet sich das Crossbike stark mit Fitnessbikes und teilweise auch mit Gravelbikes. Die genaue Abgrenzung ist je nach Hersteller fließend.
Die optimale Rahmenhöhe
Die Rahmenhöhe orientiert sich grob an Trekkingrädern, variiert aber stark nach Geometrie. Gerade bei Crossbikes lohnt sich eine Probefahrt, weil kleine Unterschiede in Oberrohrlänge und Lenkerposition die Sitzhaltung deutlich verändern.
| Körpergröße | Rahmenhöhe |
| 155 – 165 cm | 45 – 48 cm |
| 165 – 170 cm | 48 – 51 cm |
| 170 – 175 cm | 51 – 53 cm |
| 175 – 180 cm | 53 – 56 cm |
| 180 – 185 cm | 56 – 58 cm |
| 185 – 190 cm | 58 – 61 cm |
| 190 – 195 cm | 61 – 63 cm |
| 195 cm und mehr | 63 cm und mehr |
Gangschaltung
Wichtiger als die reine Gangzahl sind Übersetzungsbandbreite, Abstufung, Schaltqualität und Wartungsaufwand.
Moderne Crossbikes gibt es häufig mit 1x- oder 2x-Antrieben. 1x-Systeme sind einfacher aufgebaut und weniger anfällig, 2x-Systeme bieten oft eine feinere Gangabstufung und teilweise auch mehr Gesamtbandbreite. Eine pauschale Gleichsetzung ist daher nicht korrekt.
Sattel
Wenn Du sportlich unterwegs bist, ist ein eher schmaler Sattel oft sinnvoll. Für Pendel- und Alltagseinsätze sollte die Sattelbreite aber vor allem zu Deiner Sitzposition passen. Für gemütlichere Touren sorgt ein etwas breiterer Sattel mit (Gel-)Polsterung für spürbar mehr Komfort.
Bremsen
Scheibenbremsen sind bei vielen Crossbikes heute weit verbreitet, aber nicht in jeder Preisklasse automatisch Standard.
Hydraulische Scheibenbremsen bieten bei Nässe und Schmutz in der Regel Vorteile gegenüber Felgenbremsen, sind aber nicht komplett "unempfindlich" – auch sie brauchen Pflege und korrekte Einstellung.
Trekkingrad und ATB-Räder (All Terrain Bike)
Trekkingrad und ATB gelten als vielseitige Fahrradtypen zwischen Alltag und Tour. Sie verbinden Komfort, Nutzwert und eine gewisse Geländetauglichkeit.
Das Trekkingrad ist heute klarer definiert als das ATB: Typisch sind alltagstaugliche Ausstattung, komfortable Geometrie, 28-Zoll-Laufräder und gute Eignung für Stadt, Tour und leicht unbefestigte Wege. Der Begriff "ATB" wird dagegen uneinheitlich verwendet und ist weniger trennscharf. Nicht jedes ATB ist automatisch mit Licht, Schutzblechen und Gepäckträger ausgestattet.
Für wen eignet sich ein Trekkingrad oder ATB?
- Für den Arbeitsweg
- Für längere Touren
- Für Landstraße, Radweg und leichte Feld- oder Waldwege
- Für alle, die ein vielseitiges Fahrrad suchen
Wichtige Unterschiede
Rahmenmaterial- Aluminium: leicht, steif, verbreitet
- Stahl: robust, langlebig, oft komfortabel
- Kettenschaltung: große Bandbreite, gut für hügeliges Gelände
- Nabenschaltung: wartungsarm, alltagstauglich, besonders praktisch im Stadtverkehr
Vorteile
Ein Trekkingrad ist oft ein sehr guter Allrounder für Alltag und Tour. Durch Schutzbleche, Gepäckträger und Licht ist es meist praktischer als viele Sportfahrräder.
Im Vergleich zu rein sportlichen Rennrädern ist es in der Regel schwerer; gegenüber Mountainbikes lässt sich das aber nicht pauschal sagen, weil Gewicht und Ausstattung stark vom Modell abhängen.
Fazit: So findest Du Dein Fahrrad
- Einsatzzweck klären: Überlege zunächst, wo Du Dein Rad überwiegend nutzt – im Stadtverkehr, auf sportlichen Touren, im Gelände oder für mehrere Zwecke gleichzeitig. Diese Entscheidung grenzt die passenden Fahrradtypen bereits deutlich ein.
- Ausstattung prüfen: Soll das Rad regelmäßig im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden, achte auf eine vollständige StVZO-konforme Ausstattung oder plane die Nachrüstung ein.
- Budget realistisch planen: Preisbereiche schwanken stark nach Fahrradtyp, Ausstattung und Markt. Für ein solides Alltagsrad sollte man meist mehr einplanen als nur den absoluten Einstiegspreis. Grobe Orientierung: Einsteigermodelle bewegen sich meist zwischen 300 und 600 Euro, Mittelklasse zwischen 600 und 1.200 Euro, Premium-Modelle beginnen ab etwa 1.200 Euro.
- Passform beachten: Rahmengrößentabellen sind nur der Einstieg – entscheidend sind Geometrie, Sitzposition und Probefahrt.
- Antrieb wählen: Nabenschaltung für wartungsarmen Alltag, Kettenschaltung für sportliche Bandbreite
- Probefahrt machen: Kein Datenblatt ersetzt das Gefühl beim Fahren – teste Dein Wunschmodell nach Möglichkeit vor dem Kauf, insbesondere wenn Du zwischen zwei Rahmengrößen oder Antriebssystemen schwankst.
Wenn Du unsicher bist, frag einen unserer Experten vor Ort: Du erhältst individuelle Beratung, kannst verschiedene Modelle direkt vergleichen und die für Dich passende Rahmengröße professionell ausmessen lassen.
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