Einen Sichtschutz selber pflanzen – der einfache Weg zur grünen Wand
Wenn Du Deinen Garten oder Deine Terrasse vor neugierigen Blicken schützen möchtest, stehen Dir unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten für einen Sichtschutz zur Auswahl. Eine besonders grüne Option ist, einen Sichtschutz zu pflanzen. Wie Du die richtige Hecke für Deinen Garten auswählst und was Du sonst noch beachten solltest, erfährst Du in unserer Schritt-für-Schritt Anleitung.
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Schritt 1: Den rechtlichen Rahmen prüfen
Bevor Du beginnst, einen grünen Sichtschutz zu planen, informiere Dich über die örtlichen Vorschriften. Außer in Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern gelten in der gesamten Republik Vorschriften zu Pflanzabständen und Wuchshöhen in den Nachbarschaftsverordnungen. Auch der Bebauungs- und Grünordnungsplan kann Vorschriften zur Einfassung von Grundstücksgrenzen beinhalten. Hast Du den rechtlichen Rahmen geklärt, kannst Du mit der Planung des natürlichen Sichtsschutzes aus Pflanzen beginnen.

Schritt 2: Die richtigen Heckenpflanzen auswählen
Die Auswahl im Segment der Heckenpflanzen ist groß. Die meisten Gartenbesitzer greifen heute gerne zu schnell wachsenden Heckenpflanzen wie der Lebensbaum, um schnell einen ausreichend hohen und dichten Sitzschutz zu erhalten. Klassiker, wie die Buchenhecke wachsen deutlich langsamer und benötigen oft Jahre, um den Garten vor ungewollten Blicken abzuschirmen.
Bedenke, dass eine Hecke eine Anschaffung für viele Jahre oder Jahrzehnte ist. Schnellwüchsige Pflanzen erfordern regelmäßige Pflege mit der Heckenschere, um in Form zu bleiben. Langsam wachsende Sorten erweisen sich auf Dauer als pflegeleichter. Zu den beliebtesten Heckenpflanzen gehören:
In unserer Tabelle verschaffst Du Dir einen Überblick über die Eigenschaften einiger beliebter Heckenpflanzen:

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Pflanze |
Eigenschaften |
Standort |
Höhe |
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Eibe |
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1-4 Meter |
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Thuja |
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2-4 Meter |
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Scheinzypresse |
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2-4 Meter |
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Immergrüne Stechpalme |
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1-2 Meter |
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Liguster |
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1-3 Meter |
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Buchsbaum |
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1-2 Meter |
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Rotbuche |
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1,5 bis 4 Meter |
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Hainbuche |
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1,5 bis 4 Meter |
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Feld-Ahorn |
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2-4 Meter |
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Kirschlorbeer |
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1-2 Meter |
Schritt 3: Die Anzahl der nötigen Pflanzen festlegen
Ermittel zuerst, wie lang die geplante Hecke ist. Für die verschiedenen Heckenpflanzen gibt es Empfehlungen, wie viele Pflanzen Du pro Meter Hecke benötigst. Als Faustregel gilt: Je höher die Hecke wachsen soll, desto weniger Exemplare benötigst Du. Mit zunehmender Größe konkurrieren die einzelnen Pflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe. Eine zu enge Bepflanzung führt zu braunen Stellen in der Hecke. Eventuell müssen sogar einzelne Pflanzen entfernt werden. Für ein harmonisches Gesamtbild kannst Du jetzt die Basis legen.

Schritt 4: Die angelieferten Pflanzen versorgen
Versorge Deine Heckenpflanzen nach der Anlieferung sofort. Container- und Ballenware tauchst Du so lange in einem mit Wasser gefüllten Eimer unter, bis keine Luftblasen mehr aus dem Wurzelballen aufsteigen. Wurzelnackte Pflanzen legst Du mit den Wurzeln für mindestens 2 Stunden ins Wasser. Günstiger ist es, die Pflanzen über Nacht zu wässern.

Schritt 5: Heckenpflanzen lagern
Falls Du die Hecke nicht bereits am Tag der Anlieferung oder am nächsten Tag einpflanzen kannst, ist ein Zwischenlager nötig. Hebe ein rundes Loch im Boden aus, in dem alle Pflanzen Platz finden. Stell die Pflanzen in das Loch und schütte die Erde wieder auf. Nun wässerst Du die Pflanzen gründlich. Die Wurzeln müssen mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch regelrecht eingeschlämmt werden.

Schritt 6: Den Boden vorbereiten
Stich dem geplanten Heckenverlauf folgend mit dem Kantenstecher ein 60 cm bis 1 m breites Beet ab. Achte auf ausreichenden Abstand zur Grundstücksgrenze. Entferne krautigen Bewuchs mit der Gartenhacke und lockere den Boden mit einer Gartenkralle auf.

Schritt 7: Pflanzlöcher graben
Hebe Pflanzlöcher mit dem Spaten, im passenden Abstand doppelt so breit und doppelt so tief wie den Wurzelbereich der Pflanzen, aus. Lockere die Erde mit der Gartenkralle.
Schritt 8: Die Pflanzen vorbereiten
Wässere die Wurzeln vor dem Einpflanzen gründlich. Schneide mit der Gartenschere abgestorbenes Wurzelmaterial weg und frischen durch vorsichtiges Schneiden den Wurzelballen auf. Lass dabei die ganz feinen, weißen Wurzeln möglichst unverletzt, sie sichern die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen.

Schritt 9: Das Einpflanzen und Wässern
Setze die Pflanzen genauso tief ein, wie sie in der Baumschule gestanden haben. Die Färbung am Wurzelhals dient Dir als Anhaltspunkt. Fülle nun den mit Blumenerde gemischten Mutterboden in das Pflanzloch. Rüttel leicht an der pflanze, um Hohlräume zu schließen. Tritt nun die Erde mit Gefühl fest und Forme mit dem Spaten eine Gießrinne um die Pflanze. Damit die jungen Heckenpflanzen gut anwachsen, benötigen sie eine Menge Wasser. Schlämme die Pflanzen richtig ein, auch wenn es regnen sollte. Das Wasser verteilt die Erde zwischen den Wurzeln und schließt die letzten Hohlräume. Nur so können sich die Wurzeln richtig entwickeln.

Schritt 10: Mulchen
Nachdem das Gießwasser in das Erdreich eingesickert ist, lockere die oberste Erdschicht leicht auf. Nun bedecke die Erde mit Rindenmulch oder vorher getrocknetem Rasenschnitt. Gemulchte Hecken wachsen nachweislich zügiger.




