Terrassenüberdachung aus Aluminium montieren
Möchtest Du eine Terrassenüberdachung aus Alu montieren? Wir zeigen Dir Schritt für Schritt, wie Du eine Terrassenüberdachung aus Aluminium selbst aufbaust. Außerdem erfährst Du, worauf Du bei Planung, dem Fundament und den wichtigsten Montageschritten achten solltest.
Kosten:
Schwierigkeit:
Dauer: 1 Tag Personen: ![]()
Materialliste und Werkzeugliste
Das brauchst Du für die Montage Deiner Terrassenüberdachung:
Materialien
- Dichtungskitt für den Außenbereich
- Dübel und Schrauben für das Wandanschlussprofil
- 2x Betonfuß
- Schlagdübel
- Kies
- Schnellbinderbeton
- Befestigungselemente für den Wandanschluss
- Kartuschenpressen
- Zollstock
- Schlagbohrmaschine mit Steinbohrer (bei Aluminium-Überdachung)
- Akkuschrauber
- 2x Baustützen
- Schaufel/Spaten
- Senklot
- Wasserwaage
- Stift
- Leiter
- Winkelmesser
Terrassenüberdachung mit oder ohne Fundament?
Eine Terrassenüberdachung benötigt immer ein tragfähiges Fundament. Damit es frostsicher ist, sollten die Fundamentlöcher je nach Region mindestens 80 cm tief sein. Für viele Aluminium-Modelle sind passende Fertigfundamente (Betonfuß) erhältlich.
Möchtest Du auf Fundamentarbeiten verzichten, kann ein Pavillon eine praktische Alternative sein.
Pavillon
Fundament für Terrassenüberdachung vorbereiten
- Erde oder Rasen: Hier kannst Du direkt mit den Fundamentarbeiten beginnen.
- Stein- oder Terrassenplatten: Nimm die Platten an den Stellen heraus, an denen später die Pfosten stehen. So erhältst Du Zugang zum Erdreich für die Fundamentarbeiten.
- Holzterrasse: Öffne die Dielen an den vorgesehenen Pfostenpositionen. Die Überdachung wird nicht auf den Dielen befestigt, sondern im Erdreich unter der Terrassenkonstruktion verankert.
Verwende langlebige Materialien
Für Deine Terrassenüberdachung solltest Du ausschließlich Materialien auswählen, die für den Außenbereich geeignet sind. Korrosionsbeständige Aluminiumprofile sowie rostfreie Schrauben, Verbinder und Beschläge sorgen für eine stabile Konstruktion und tragen dazu bei, dass Deine Terrassenüberdachung viele Jahre Wind und Wetter standhält.
Terrassenüberdachung aus Alu planen und vorbereiten
Maße für die Terrassenüberdachung ermitteln
Miss zunächst die Breite und Tiefe Deiner Terrasse mit einem Zollstock oder Maßband aus. Berücksichtige dabei, wie viel Fläche die Terrassenüberdachung später abdecken soll und ob ausreichend Platz für Pfosten sowie Durchgänge bleibt. Lege außerdem die Höhe des Wandanschlussprofils fest. Es wird an der Hauswand montiert und dient als Befestigungspunkt für die Terrassenüberdachung. Plane außerdem das erforderliche Dachgefälle ein. Anhand dieser Maße kannst Du die passende Größe Deiner Terrassenüberdachung auswählen.
Regenwasser sinnvoll nutzen
Überlege Dir bereits vor dem Aufbau, ob Du das Regenwasser Deiner Terrassenüberdachung nutzen möchtest. Das Wasser wird über die Regenrinne gesammelt und je nach Modell über einen Wasserablauf im Pfosten oder eine Regenkette abgeleitet. Bei Modellen mit Regenkette kannst Du das Wasser zum Beispiel in einer Regentonne oder in einem Regenspeicher auffangen und zum Gießen im Garten verwenden.
Mehr erfahren Mit Regenwasser im Garten Wasser sparen
Diese Produkte kannst Du verwenden:
Terrassenüberdachung aus Alu montieren
Im Folgenden zeigen wir Dir beispielhaft, wie eine Terrassenüberdachung aus Alu montiert wird. Je nach Modell und Hersteller können die Arbeitsschritte und Montagevorgaben abweichen. Orientiere Dich deshalb immer an der mitgelieferten Montageanleitung. Unsere Anleitung gibt einen Überblick über den grundsätzlichen Aufbau und praktische Tipps zur Montage und zum Fundament.
Schritt 1: Wandanschlussprofil befestigen und versiegeln
Lege das Wandanschlussprofil an die Hauswand an und richte es auf der zuvor festgelegten Anschlusshöhe aus. Markiere die Position der Oberkante sowie die Bohrlöcher. Bei Mauerwerk oder Klinker solltest Du darauf achten, nicht in die Fugen, sondern in den Stein zu bohren.
Nimm das Profil wieder ab und bohre die Löcher vor. Lege es anschließend erneut an, richte es mit der Wasserwaage aus und bohre durch die Bohrlöcher in die Hauswand. Setze die passenden Dübel ein und verschraube das Profil mit für Deine Fassade geeigneten Schrauben.
Dichte zum Schluss den Spalt zwischen Wandanschlussprofil und Hauswand mit einem witterungsbeständigen Dichtstoff sorgfältig ab, damit kein Regenwasser eindringen kann.
Montage an gedämmten Fassaden
Bei einer Fassade mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) darf das Wandanschlussprofil nicht direkt an der Dämmung befestigt werden. Verwende dafür ein geeignetes Abstandsmontagesystem oder eine zugelassene Befestigungslösung für WDVS. Lass Dich dazu am besten in Deinem Markt beraten.
Schritt 2: Regenrinne und Außensparren montieren
Bereite die Regenrinne und die Außensparren nach der Montageanleitung des Herstellers vor. Lege die Regenrinne auf zwei stabile Baustützen, damit sie sicher und in der richtigen Höhe liegt.
Montiere anschließend die beiden Außensparren zwischen Wandanschlussprofil und Regenrinne und verschraube die Bauteile gemäß Herstellerangaben.
Prüfe zum Schluss mit einer Wasserwaage und einem Winkelmesser, ob die Bauteile gerade ausgerichtet sind und die Außensparren im 90°-Winkel zur Regenrinne stehen.
Schritt 3: Position der Pfosten bestimmen
Bestimme zunächst die Position der Pfosten. Halte dazu ein Senklot an die innere Montageleiste der Regenrinne, an der die Pfosten später befestigt werden, und markiere die Positionen auf dem Boden.
Entferne an den markierten Stellen den Terrassenbelag und hebe die Löcher für die Betonfüße aus. Die Tiefe der Löcher richtet sich nach der späteren Einbauhöhe der Pfosten und den Herstellerangaben.
Fülle anschließend eine Schicht Schotter ein und verdichte sie sorgfältig. So erhalten die Betonfüße eine stabile Grundlage.
Schritt 4: Pfosten mit Wasserablauf montieren
Verfügt Deine Terrassenüberdachung aus Alu über einen integrierten Wasserablauf im Pfosten und wird das Regenwasser unterirdisch abgeführt, kommt auf dieser Seite ein Betonfuß mit Wasserablauf zum Einsatz. Setze ihn so ein, dass die Ablauföffnung von der Terrasse weg zeigt.
Stecke das Fallrohr in die Muffe und stülpe den Pfosten über das Fallrohr. Den Pfosten musst Du vorher auf die richtige Länge kürzen. Richte den Pfosten bündig an der Oberkante der Konstruktion aus und prüfe mit der Wasserwaage, ob er senkrecht steht.
Verschraube den Pfosten anschließend mit der Montageleiste der Regenrinne sowie den Winkeln am Betonfuß.
Schritt 5: Pfosten ohne Wasserablauf montieren
Auf der gegenüberliegenden Seite kommt ein quadratischer Betonfuß ohne Wasserablauf zum Einsatz. Stülpe den Pfosten über den Betonfuß und verschraube ihn bündig mit der Montageleiste der Regenrinne. Prüfe anschließend mit der Wasserwaage, ob der Pfosten senkrecht steht.
Bohre nun mit einem Steinbohrer durch den Pfosten in den Betonfuß. Das Bohrloch sollte sich knapp unterhalb des späteren Terrassenbelags befinden, damit es nach dem Wiedereinsetzen der Terrassensteine nicht mehr sichtbar ist. Schlage anschließend einen Schlagdübel mit Schraube in den Betonfuß ein und befestige den Pfosten sicher.
Prüfe die Ausrichtung der gesamten Konstruktion. Sind beide Pfosten senkrecht und die Regenrinne waagerecht ausgerichtet, kannst Du alle zuvor nur handfest angezogenen Schraubverbindungen endgültig festziehen.
Schritt 6: Beton einfüllen
Verfülle die Löcher rund um die eingesetzten Betonfüße mit Schnellbinderbeton. Verwende den Beton dabei gemäß den Herstellerangaben.
Auf der Seite mit dem Wasserablauf füllst Du den Beton nur bis zur Unterkante der Ablauföffnung ein, damit das Regenwasser später ungehindert abfließen kann. Achte darauf, dass die Oberseite des Betonfußes frei von Beton bleibt. Entferne überschüssigen Beton direkt nach dem Einfüllen.
Auf der gegenüberliegenden Seite füllst Du den Beton nur so weit ein, dass anschließend noch ausreichend Platz für Erde und den Terrassenbelag bleibt. Lasse den Beton anschließend gemäß den Herstellerangaben vollständig aushärten.
Schritt 7: Innensparren und Blenden montieren
Setze die Innensparren nacheinander zwischen Wandanschlussprofil und Regenrinne ein. Achte darauf, dass sie in den vorgesehenen Aufnahmen sitzen, und halte die vom Hersteller vorgegebenen Abstände ein. Verschraube die Innensparren anschließend gemäß der Montageanleitung. Montiere anschließend die Blenden an den vorgesehenen Positionen.
Prüfe zum Schluss, ob alle Bauteile korrekt ausgerichtet sind und alle Schraubverbindungen fest sitzen. Damit ist die Unterkonstruktion für die Dacheindeckung vorbereitet.
Schritt 8: Doppelstegplatten einsetzen und abdichten
Lege die Polycarbonat-Doppelstegplatten nacheinander auf die Unterkonstruktion und richte sie sorgfältig aus. Verlege anschließend die Dichtungsbänder zwischen Wandanschlussprofil und Doppelstegplatten sowie in den vorgesehenen Oberschienen. So verhinderst Du, dass Regenwasser zwischen den Platten eindringen kann.
Setze zum Schluss die Abschlussleisten auf und befestige sie gemäß den Herstellerangaben.
Abschlussarbeiten
Sobald der Beton um die eingesetzten Betonfüße gemäß den Herstellerangaben vollständig ausgehärtet ist, kannst Du die Baustützen entfernen. Fülle anschließend die Löcher mit Sand auf und setze den Terrassenbelag wieder ein. Prüfe zum Schluss noch einmal, ob alle Bauteile fest sitzen und die Terrassenüberdachung sicher steht.
So bleibt Deine Terrassenüberdachung lange schön
Nach der Montage solltest Du alle Schraubverbindungen noch einmal überprüfen und die Konstruktion auf einen sicheren Stand kontrollieren. Reinige anschließend die Aluminiumprofile und die Dacheindeckung von Staub und Montagerückständen. Mit einer regelmäßigen Reinigung und einer gelegentlichen Kontrolle der Befestigungen bleibt Deine Terrassenüberdachung lange schön und funktionstüchtig.
Setze zum Schluss die Abschlussleisten auf und befestige sie gemäß den Herstellerangaben.


















