Rasen säen – die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selbermachen
Du wünschst Dir einen tiefgrünen, dichten Rasen und möchtest das Geheimnis eines kraftvollen und gesunden Wachstums lüften? In unserer praktischen Anleitung erhältst Du Schritt für Schritt alle wichtigen Tipps zum Selbermachen wie Rasensorten, Aussaatzeitpunkt und Düngung.
Kosten:
Materialien
- Rasenerde
- Quarzsand
- Rindenhumus
- Rasenstart-Dünger
- Rasenkalk
Werkzeuge
- Spaten
- Harke
- Gartenwalze/Nivellierrechen
- Grabegabel
Schritt 1: Rasensorte auswählen
Wähle eine passende Rasensorte für Deinen Garten aus. In schattigen Bereichen des Grundstücks entwickelt sich Schattenrasen sehr gut. Diese Sorte wächst auch unter Bäumen und Sträuchern ordentlich. Der genügsame Schattenrasen kommt mit wenig Licht aus. Spiel- und Sportrasen ist für Rasenflächen geeignet, auf denen sich Kinder und Haustiere austoben möchten. Dieser Rasen ist besonders strapazierfähig. Passende Sorten erhältst Du darüber hinaus für bunte Blumenwiesen, die sich nicht ganz so streng wie der englische Rasen präsentieren.
Schritt 2: Aussaatzeitpunkt festlegen
Der Rasen wächst dann am besten, wenn Du den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat findest. Wähle einen Zeitpunkt im Frühjahr von März bis April oder im Herbst im September. Im Frühjahr bekommt der Rasen gleich von Anfang an genug Sonne ab und Dir fällt die Arbeit dank der Frühlingswärme leichter. Zudem droht kein nahender Bodenfrost. Bei der Aussaat im Herbst hat der Rasen über den Winter hinweg genug Zeit, in Ruhe und beständig zu wachsen.
Schritt 3: Rasenareal vorbereiten
Bereite das Rasenareal für die Aussaat vor und grabe es ungefähr 20 Zentimeter tief um. Entferne dabei alle Wurzelreste, Steine und Unkraut. Für das Rasenwachstum ist ein Mutterboden mit 15 Zentimetern Dicke ideal. Mische dazu eventuell Rasenerde bei. Sollte der Boden lehmig sein, lockere ihn mit Quarzsand auf. Sandiger Boden erhält mit Rindenhumus eine höhere Festigkeit und eine höhere Nährstoffhaltigkeit.
Schritt 4: Erde aufbereiten
Nach dem Umgraben ebne die Fläche, um kleine Rasenhügel zu entfernen. Harke einen Rasenstart-Dünger in den Boden ein und arbeite mit dem Nivellierrechen etwas Rasenkalk ein, falls der Kalkgehalt des Bodens zu gering ausfallen sollte.
Schritt 5: Rasenareal wässern
Samen benötigen eine warm-feuchte Umgebung, um besser aufgehen zu können. Darum solltest Du den Boden wässern. Danach zieh einen kleinen Graben rund um die Rasenfläche, um eine schöne Rasenkante zu erhalten.
Schritt 6: Saatgut verteilen
Wähle für diese Arbeit einen windstillen Tag aus, damit die Samen nicht herumfliegen. Bringe die Samen am besten mit einem Streuwagen aus, um eine gute Verteilung zu erhalten. Davon hängt die spätere optimale Entwicklung des Rasens ab. Den Wagen schiebest Du gleichmäßig und bahnweise über den Boden. Führe den Arbeitsschritt einmal längs und einmal quer durch.
Schritt 7: Samen einharken
Harke die Samen danach vorsichtig, aber gründlich in die Erde ein. Wichtig ist, dass die Samen am Ende mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt sind. Mit einer Rasenwalze ebnest Du abschließend den Boden und festigst das Saatgut.Verteile die Samen an den Rändern dichter, um hier später einen begrenzenden Wuchs zu erhalten.
Schritt 8: Rasen wässern
Wässere den Boden nach der Aussaat gründlich. Während heißer Sommerperioden ist eine tägliche Wässerung erforderlich. Der Boden darf auf keinen Fall austrocknen! Nimm Dir für das Gießen fünf bis zehn Minuten Zeit.
Schritt 9: Rasen ruhen lassen
Nach der Aussaat benötigt der Rasen Ruhe. Betrete ihn in dieser Zeit nicht. Die Samen müssen nun erst einmal ungestört keimen und sich entwickeln. Die Faustregel besagt: Mit dem Betreten des Rasens warten, bis sich die Rasendecke geschlossen hat. Das sollte im Normalfall nach sechs bis acht Wochen der Fall sein. In Abhängigkeit von der gewählten Rasensorte sind Abweichungen möglich.
Schritt 10: Rasen mähen
Hat der Rasen nach einigen Wochen oder Monaten erstmals eine Höhe von etwa 10 bis 15 Zentimetern erreicht, darfst Du ihn mähen. Dabei kürze nur leicht die Spitzen des Rasens – auf eine Länge von etwa 8 bis 10 Zentimetern. Kürzer schneide bei Bedarf erst beim nächsten Durchgang mit dem Rasenmäher.
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