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Illustration zum Aufbau eines Hügelbeets bei Sonnenschein: Anleitung von hagebau, Spaten und Kompass zur Ausrichtung nach Süden, Erdschichten aus Holz, Kompost, Grünmaterial und Erde mit Pflanzen auf dem Beet. Gemüse wie Tomaten und Salat wachsen darauf.
Illustration zum Aufbau eines Hügelbeets bei Sonnenschein: Anleitung von hagebau, Spaten und Kompass zur Ausrichtung nach Süden, Erdschichten aus Holz, Kompost, Grünmaterial und Erde mit Pflanzen auf dem Beet. Gemüse wie Tomaten und Salat wachsen darauf.

Hügelbeet richtig anlegen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Hügelbeet bietet Dir gegenüber herkömmlichen Beeten einige Vorteile. Das Hügelbeet verfügt über eine Art „Fußbodenheizung“, die durch die Verrottungswärme des eingebrachten Pflanzenmaterials gespeist wird. Außerdem absorbieren die schrägen Flächen des Beets verstärkt die Wärmestrahlung der Sonne. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung kannst Du ganz einfach selbst ein Hügelbeet anlegen.


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Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ein Hügelbeet
  2. Den Zeitpunkt bestimmen
  3. Standort wählen
  4. Material bereitlegen
  5. Umrisse abstecken
  6. Untergrund ausheben
  7. Wühlmaussperre auslegen
  8. Schicht aus Reisig einbringen
  9. Schichten aus Grasschnitt und Laub ausbringen
  10. Oberste Schicht auftragen
  11. Hügelbeet bepflanzen

Was ist ein Hügelbeet?

Ein Hügelbeet hat die Form eines Hügels, welcher sich zur Mitte des Beets hin erhöht. Durch die Aufschichtung verschiedener pflanzlicher Materialien wie Reisig, Grasschnitt und Laub entsteht im Hügelbeet Zersetzungswärme und ein insgesamt wachstumsförderndes Bodenklima.


Hügelbeet anlegen in 10 Schritten

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt bestimmen

Wenn Du das Hügelbeet im kommenden Frühjahr nutzen möchtest, legst Du es am besten schon im Herbst an. Das hat den Vorteil, dass im Herbst im Garten viel „Baumaterial“ wie Pflanzenschnitt, Laub und Ähnliches für das Beet anfällt. Außerdem kann sich das Hügelbeet bis zum Frühjahr ausreichend setzen, und der Verrottungsprozess durch Regenwürmer und Bodenmikroorganismen befindet sich im Frühjahr bereits in einer optimalen Phase.

Illustration Schritt 1 zur Beetgestaltung unter einem Baum: Links herabfallende Blätter und Spaten mit Zeitsymbol – Hinweis auf Vorbereitung im Herbst; rechts fertiges, bepflanztes Beet mit Stauden und Blumen

Schritt 2: Den richtigen Standort wählen

Richte Dein Hügelbeet nach Möglichkeit in Nord-Süd-Richtung aus. So stellst Du sicher, dass alle Deine Pflanzen gut mit Sonnenlicht versorgt werden. Wähle außerdem einen möglichst sonnigen Standort für Dein Beet. Standorte unter Bäumen oder im Schatten großer Büsche oder Gebäude sind dafür nicht gut geeignet. Bedenke auch, dass Bäume und Sträucher ihre Wurzeln oft schnell in das Beet treiben und ihm so wichtige Nährstoffe und Wasser entziehen können.

Illustration Schritt 2 zur Beetgestaltung: Links ein sonniger Standort mit bepflanztem Beet und Kompassnadel zeigt nach Süden, rechts ein Baum mit schattiger Fläche und Wurzelbereich, der nicht bepflanzt werden soll

Schritt 3: Material bereitlegen

Damit das Anlegen des Hügelbeets möglichst unterbrechungsfrei von der Hand geht, legest Du vor dem Bau am besten folgendes Material bereit:

  • Spaten
  • Schaufel
  • Maurerschnur
  • 4 Holzpflöcke
  • Hammer
  • engmaschiges Drahtgeflecht
  • „Füllgut“ wie Laub (möglichst kein oder wenig Eichenlaub), Reisig, Rasen- und Strauchschnitt, halb reifen Kompost, humusreicher Mutterboden
Illustration Schritt 3 zur Beetgestaltung: Materialien und Werkzeuge auf grünem Untergrund, darunter zwei Spaten, Drahtgeflecht, Maßband, Hammer, Holzpflöcke, Grasschnitt, Äste, Laub und Erde

Schritt 4: Umrisse des Beets abstecken

Stecke die Umrisse Deines Beets mit Maurerschnur und Holzpflöcken ab. So kannst Du den Untergrund des Beets im nächsten Schritt exakt ausheben. Ein Hügelbeet sollte eine Mindestlänge von etwa 2,00 m und eine Breite von etwa 1,60 bis 1,80 m haben. Grundsätzlich solltest Du das Beet bei Bedarf lieber verlängern und nicht verbreitern, da Du die Pflanzen bei zu breiten Beeten nur noch schwer erreichen kannst.

Illustration Schritt 4 zur Beetgestaltung: Mit Maßband, Schnur und Holzpflöcken wird ein sonniger Beetbereich abgemessen; empfohlene Breite ca. 1,60–1,80 m, Mindestlänge ca. 2,00 m

Schritt 5: Untergrund ausheben

Schachte den Boden unter dem Hügelbeet ca. 30 cm tief aus.

Aushub sinnvoll nutzen - Tipp:

Besteht der Aushub zumindest in der oberen Schicht aus nährstoffreichem Mutterboden, solltest Du diesen Boden separat vom nährstoffarmen, „schlechteren“ Boden in tieferen Schichten abtragen und lagern. Dazu eignet sich eine Schaufel besser als ein Spaten. Zumindest ein Teil des Mutterbodens lässt sich später gut für das Hügelbeet verwenden.

Illustration Schritt 5 zur Beetgestaltung: In einem abgesteckten, sonnigen Bereich wird mit einem Spaten ein rechteckiges Beet 30 cm tief ausgehoben

Schritt 6: Wühlmaussperre auslegen

Versehe den gesamten ausgehobenen Bereich unterhalb Deines Hügelbeets mit einer Wühlmaussperre aus engmaschigem Drahtgeflecht. Ziehe die Sperre auch an den Seiten des Bereichs hoch, da Wühlmäuse oft relativ flache Gänge anlegen und so auch von der Seite in Dein Beet eindringen könnten. Die Sperre schützt übrigens nicht nur vor Wühlmäusen, sondern auch vor Maulwürfen.

Illustration Schritt 6 zur Beetgestaltung: In das ausgehobene Beet wird ein Drahtgitter eingelegt, um Wühlmäuse und Maulwürfe fernzuhalten

Schritt 7: Schicht aus Reisig einbringen

Bringe auf der Wühlmaussperre eine etwa 15 cm dicke Schicht aus Reisig oder grobem Strauchschnitt aus. Diese Schicht sorgt für die Drainage und eine gute Belüftung Deines Hügelbeets. Verwende dafür am besten keinen Schnitt von Koniferen wie Fichten, Kiefern, Lebensbäumen oder Eiben. Einige Pflanzen vertragen die aus den Nadeln oder dem Holz freigesetzten ätherischen Öle nicht besonders gut. Außerdem enthalten zum Beispiel Eiben und Lebensbäume auch für Menschen und Tiere giftige oder reizende Stoffe.

Illustration Schritt 7 zur Beetgestaltung: Unterste Schicht des Beets besteht aus etwa 15 cm dicken, groben Ästen und Zweigen; Nadelholz ist ungeeignet

Schritt 8: Schichten aus Grasschnitt und Laub ausbringen

Auf die erste Drainageschicht bringst Du eine etwa 15 cm dicke Schicht aus Grasschnitt auf. Die Zersetzung der Grasschicht erzeugt über längere Zeit Wärme und beheizt Dein Beet von unten. Als nächste Schicht gibst Du etwa 15 cm Laub auf den Grasschnitt. Es ist sinnvoll, das Laub etwas anzufeuchten, falls es nicht schon feucht ist. Das fördert eine schnellere Zersetzung.
Illustration Schritt 8 zur Beetgestaltung: Zwei weitere Schichten à ca. 15 cm werden auf das Astmaterial geschichtet – unten grobes Grüngut, oben feineres, teilweise fermentierendes Material; Hitzeentwicklung und Wartezeit sind angezeigt

Schritt 9: Oberste Schicht auftragen und Beet Feinschliff verleihen

Als oberste Schicht auf Deinem Hügelbeet verwendest Du Kompost und Mutterboden. Beginne damit, groben, halb verrotteten Kompost aufzutragen. Darüber bringst Du gut durchgerotteten Kompost oder Mutterboden aus. Achte darauf, dass in den oberen Schichten kein zu grobes Material enthalten ist, da dies die Keimung und Wurzelbildung einiger Pflanzen behindern kann.

Verteile die oberste Schicht so, dass die Flanken des Beets möglichst gleichmäßig abfallen. Steine, kleine Äste oder andere Verunreinigungen solltest Du aus der obersten Schicht ausharken. Ist die oberste Schicht sehr locker, kannst Du sie leicht mit einer Schaufel andrücken. Insgesamt sollte die Höhe Deines Hügelbeets nach dem Aufschichten etwa 70 bis 90 cm betragen. Bedenke aber, dass sich das Beet in den ersten Wochen oft besonders schnell setzt.

Illustration Schritt 9 zur Beetgestaltung: Abschließend wird Erde auf die organischen Schichten aufgetragen, sodass ein Hügel von ca. 70–90 cm entsteht

Schritt 10: Hügelbeet bepflanzen

Generell solltest Du größere, hochwüchsige Pflanzen im oberen Bereich des Hügelbeets anpflanzen. So beschatten diese die anderen Pflanzen weniger. Kleinwüchsige Pflanzen werden im unteren Bereich des Beets gepflanzt.

Zur Bepflanzung des Hügelbeets eignen sich unter anderem die verschiedensten Gemüsesorten. Hier eine kleine Auswahl:

Gurken, Zucchini, Tomaten: Die genannten Gemüsesorten zählen zu den sogenannten Starkzehrern (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf). Starkzehrer eignen sich besonders gut zur Bepflanzung im 1. und 2. Jahr nach dem Anlegen des Hügelbeets, da hier der Nähstoffvorrat im Beet noch besonders groß ist.

Salat, Bohnen, Erbsen: Salat, Bohnen und Erbsen haben einen eher durchschnittlichen Nährstoffbedarf und können daher ab dem 3. Jahr nach Aufschichtung des Hügelbeets angebaut werden.

Einen allgemeinen Ratgeber zum Anbau von Gemüse kannst Du hier abrufen und passende Anzuchttöpfe bekommst Du bei uns natürlich auch!

Illustration Schritt 10 zur Beetgestaltung: Das fertige Hügelbeet zeigt alle Schichten im Querschnitt – unten Holz und Äste, darüber Grünabfälle, Kompost und Erde. Auf dem Beet wachsen Tomaten, Salat und andere Pflanzen bei Sonnenschein
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