
Duschwanne einbauen – Schritt für Schritt
Eine Duschwanne selbst einzubauen erfordert etwas Geschick und präzises Arbeiten – ist mit der richtigen Vorbereitung aber durchaus machbar. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir Dir, wie Du die Wanne korrekt ausrichtest, abdichtest und anschließt, damit Dein Duschbereich langfristig dicht und stabil bleibt.
Inhaltsverzeichnis
- Ablauf installieren
- Duschwanne aufstellen
- Einbau der Ablaufgarnitur
- Wanne abmauern und Revisionsöffnung einplanen
- Duschbereich fliesen
Übrigens: Lies in unserem Ratgeberreich auch wie Du eine Duschwanne ausbaust.
Zum Sortiment "Duschwannen"Schritt 1: Ablauf für die Duschwanne installieren
- Ablauf der Duschwanne möglichst nah am Abfluss planen
- Gefälle bei den Abflussrohren einplanen
Beginne den Einbau Deiner Dusche mit der Duschwanne. Diese ist heute meist als Einbauwanne aus Stahl-Emaille oder Acryl erhältlich. Acrylmodelle bieten den Vorteil eines geringeren Gewichts bei hoher Stabilität.
Verlege den Ablauf so, dass sich möglichst kurze Rohrwege ergeben. Für den Zuschnitt der Rohre benötigst Du eine Säge. Achte zwingend darauf, die Abflussrohre mit 1 bis 2 % Gefälle zu verlegen, damit das Duschwasser zügig abfließt.

Schritt 2: Duschwanne aufstellen
- Wanne umdrehen und Füße waagerecht montieren
Schraube zuerst die Wannenfüße an der Unterseite der Wanne fest. Hierfür ist es hilfreich, die Wanne erst einmal auf den Kopf zu stellen. Passende Schrauben und Füße sollten der Wanne beiliegen. Doch nicht alle Wannen werden mit den Füßen fest verschraubt. Ebenso sind Modelle erhältlich, bei denen die Füße zuerst auf den Boden und dann die Wanne auf die Wannenträger ohne Verschraubung gestellt wird.
Stell die Duschwanne wie oben beschrieben auf den Füßen auf und richte sie waagerecht aus. Hier ist es hilfreich, eine Wasserwaage zur Hand zu haben.
Ein kleiner Tipp:
Die Wannenfüße sollten möglichst weit außen mit der Unterseite der Wanne verbunden sein. So ist die Auflagefläche größer – und damit der Stand Deiner neuen Wanne sicherer.

Schritt 3: Einbau der Ablaufgarnitur
- Sorgfältig umsetzen für eine dichte Verbindung
Für die Montage des Abflusses müssen eine Reihe von Kleinteilen miteinander verbunden werden. Dieser Arbeitsschritt ist etwas mühselig, muss aber sehr genau durchgeführt werden, damit sich hinterher eine hohe Dichtigkeit des Abflusses ergibt. Fang damit an, dass Du den Ablaufventilkelch mit etwas Kitt unterlegst und dann in das Loch für den Ablauf schiebst. Von unten hältst Du das Ventilunterteil gegen die Wanne (der Formring sollte bereits auf dem Ventil liegen). Nun kannst Du von oben die Gewindeschraube festziehen. Bei diesem Vorgang wird ein wenig von der Kittmasse austreten. Zieh den überschüssigen Kitt ab und fahre mit dem Einsetzen des Kelchs oben in die Wanne fort. Später kannst Du in den Kelch einen Stöpsel einsetzen, wenn Du das Ablaufen des Wassers verhindern möchtest.

Die oben aufgeführten Schritte musst Du nun bei der Installation des Überlaufrohrs noch einmal genauso wiederholen. Am bereits verbauten Ventilunterteil befindet sich ein Anschluss für das Überlaufrohr. Das Wasser aus dem Ablauf und dem Überlauf trifft hier also zusammen. Verbinde den Überlauf und dieses Ventilunterteil bzw. dessen Überlaufanschluss nun mit einem weiteren Rohr. Oben steckt dieses Überlaufrohr in einem entsprechenden Überlaufventil, das wiederum mit einem Formring mit der Rosette verbunden ist.
Schritt 4: Wanne abmauern und Revisionsöffnung einplanen
- Abmauern mit Porenbeton
- Revisionsöffnung groß genug planen
Als Nächstes muss das neu aufgestellte Duschbecken abgemauert werden. Hierfür sind fertig erhältliche Steine oder Platten aus Porenbeton ideal. Diese sollten eine Dicke von etwa sechs Zentimetern haben. Mit dem Abmauern beginnst Du erst dann, wenn Du alle anderen Arbeitsschritte abgeschlossen hast. In einigen Fällen kann es notwendig sein, den Boden vorher zu grundieren, um zum Beispiel Unebenheiten auszugleichen.

Schneide nun die einzelnen Porenbetonsteine in ihrer Höhe exakt zurecht, sodass diese unter den Wannenrand reichen. Porenbeton hat den Vorteil, dass er sich leicht zuschneiden lässt. Du benötigst hierfür lediglich eine grobzahnige Porenbetonsäge, auch Gasbetonsäge genannt. Mit einem handelsüblichen Fliesenkleber kannst Du dann die Steine miteinander verbinden. Der Kleber kommt jeweils auf die Unterseite und auf die Oberseite des Steins.
Denk beim Abmauern auch daran, eine Revisionsöffnung vorzusehen. Die Revisionsöffnung ist wichtig, damit sich später ein einfacher Zugang zum Ablauf ergibt. Schließlich könnten in der Zukunft Arbeiten hieran notwendig sein. Mauerst Du die Wanne komplett ab, ergibt sich später kein Zugang zum Ablauf mehr. Die Revisionsöffnung realisierst Du, indem Du einfach direkt in der Nähe des Ablaufs einige Steine auslässt. Die Öffnung sollte so groß sein, dass Du problemlos mit zwei Händen an das Rohr gelangen kannst.
Schritt 5: Duschbereich abdichten und fliesen
- Dichtanstrich und Tiefengrund auftragen
- Fliesen verlegen und versiegeln
Vor dem Fliesen muss der Bereich gründlich geschützt werden: Bereite den Untergrund mit Tiefengrund vor und trage einen flüssigen Dichtanstrich auf. Nach dem Trocknen verfliest Du die Wände und das Mauerwerk. Versiegle den Übergang zwischen Wannenrand und Fliesen abschließend mit dauerelastischem Sanitärsilikon.
