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Heiße Luft war gestern: Klimageräte bringen Abkühlung

Klimageräte sind hierzulande noch immer Exoten, während sie in Asien oder den USA vielerorts für eine angenehme Abkühlung sorgen. Klimageräte gelten als Stromfresser, welche die Kosten in den Sommermonaten in die Höhe treiben. Tatsächlich entsprechen heute aber auch günstige Einsteigergeräte schon der Energieeffizienzklasse A und sind häufig die einzige Möglichkeit, einen Raum im Sommer zu kühlen. Besonders in Wohnungen auf der Sonnenseite und im Dachgeschoss herrschen in den Sommermonaten oft unerträgliche Temperaturen. Diese Hitze bedeutet für unseren Körper eine hohe Belastung, die Leistungsfähigkeit sinkt. Im Sommer kühlen Wohnungen nach einer gewissen Zeit auch nachts nicht mehr aus, sodass ein Klimagerät die einzige Möglichkeit darstellt, die Temperatur effektiv zu regulieren.

Bautypen von Klimageräten

Klimagerät an der Wand

Klimageräte verfügen über eine Kühlfunktion zur Regulierung der Raumluft-Qualität. Zur Filterung und Temperierung der Luft werden besonders in Bürogebäuden zentrale Klimaanlagen verbaut, die sich in Luft-Wasser- und Luft-Anlagen unterscheiden. Bei den sogenannten Split-Geräten handelt es sich um dezentrale Klimaanlagen, die eine Weiterentwicklung von Fenster-Kühlaggregaten darstellen. Es gibt zudem einteilige Fenstergeräte (Monoblöcke), für die mit einem Wanddurchbruch eine Verbindung nach außen geschaffen werden muss. Zu den weiteren Bautypen gehört die mobile Klimaanlage, die auch als Monoblock verkauft wird. Diese Klimageräte lassen sich ohne Installationsaufwand im Raum aufstellen. Insgesamt haben Sie im Fachhandel die Auswahl zwischen diesen drei Bautypen:

  • Split-Klimaanlage: Zweiteilig, besteht aus einem Innengerät und einem Außengerät mit Kältemaschine. Die Split-Klimaanlage bietet eine gute Wärmeübertragung auf Basis von Rohrschlangen. Sie verbrauchen weniger Energie als Monoblöcke.
  • Fenstergerät: Kompakte Klimaanlage mit kombinierter Innen- und Außeneinheit, für die jedoch ein Wanddurchbruch erforderlich ist. Diese Klimaanlagen eignen sich je nach Modell für den Fenster- und Wandeinbau.
  • Mobile Klimageräte: Einteilige und kompakte Klimageräte ohne Installationsaufwand. Die Luft wird durch einen Schlauch durch ein geöffnetes Fenster nach außen geführt. Die mobilen Geräte haben im Wesentlichen zwei Vorteile: Es muss kein Installationsbetrieb mit dem Einbau beauftragt werden und man kann die Monoblöcke innerhalb der Wohnung umstellen.

Klimageräte im Test: Geräuschentwicklung und Stromverbrauch

Gänzlich ohne Geräuschentwicklung funktioniert kein Klimagerät. Hocheffektive Geräte, wie eine Split-Klimaanlage sind mit ihren 20 Dezibel aber kaum zu hören. Die Geräuschentwicklung ist bei einteiligen Klimageräten höher. Handelsübliche Klimageräte werden wie Kühlschränke und andere Haushaltsgeräte mit einer Angabe der Energieeffizienzklasse verkauft. Achten Sie hier auf ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse A oder höher für einen möglichst energiesparenden Betrieb. Eine generelle Aussage über die Mehrkosten durch eine Klimaanlage lässt sich nicht treffen, da die Stromkosten von der Betriebsdauer und der Energieeffizienzklasse des Gerätes abhängig sind. Jedoch können Sie die zu erwartenden Stromkosten anhand der kWh und Ihres Strompreises selbst ausrechnen.

Tipps für den Umgang mit Klimageräten

 Klimagerät

Auch wenn die Raumtemperatur im Hochsommer unerträglich hoch ist, sollten Sie Ihr Klimagerät nicht zu kühl einstellen. Als Faustformel gilt hier: maximal sechs Grad weniger als die Außentemperatur. Je niedriger der Temperaturunterschied zwischen dem Außen- und Innenbereich ausfällt, desto seltener kommt es zu Erkältungen oder Kreislaufproblemen. Dies gilt übrigens auch für die Klimaanlage im Auto. Im Büro und zu Hause sollte die frische Luft, die aus dem Klimagerät ausströmt, zudem nicht direkt auf Personen gerichtet sein. Sonst erkältet man sich schnell. Achten Sie außerdem auf eine regelmäßige Reinigung und Wartung Ihrer Klimaanlage, die je nach Modell vom Fachmann durchgeführt werden muss. Der Aktivkohlefilter von Klimageräten reinigt die Luft und befreit sie zuverlässig von Pollen oder Staubpartikeln. Ein solcher Filter muss für ein gesundes Raumklima regelmäßig gereinigt und von Zeit zu Zeit komplett ausgetauscht werden.

Mit geeigneten Maßnahmen lässt sich das Raumklima im Hochsommer weiter verbessern. So sind Rollos im Dachgeschoss ein zuverlässiges Hitzeschild. Besonders Außenrollos und Markisen reduzieren die Hitze im Dachgeschoss und in Wohnungen auf der Sonnenseite zuverlässig. Wenn ein Teil der Wärme draußen bleibt, hat auch das Klimagerät weniger zu tun. Für Räume, die nicht so sehr von der Sonne erhitzt werden, genügt oft ein Ventilator für ein angenehmeres Klima.

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