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Fliegengitter: Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien und Montagearten

Mit Fliegengittern halten Sie Fliegen, Mücken und andere unliebsame Gesellen aus Innenräumen fern. Auch Spinnen und Käfer können die Gitter mit einer Maschenweite von ca. 1 mm nicht überwinden. Beim Kauf eines Fliegengitters sollten Sie auf das Material und die Art der Montage achten.

Vor welchen Eindringlingen schützen Fliegengitter?

Fliegengitter vor Türen und Fenstern schützen Sie unter anderem vor Stechmücken, Fliegen, Wespen, Motten und anderen fliegenden Insekten. Aber auch Spinnen, Raupen und Käfer werden von den engmaschigen Gittern zurückgehalten. Über Lichtschächten verhindern die Gitter zum Beispiel auch das Herabfallen von Kleintieren wie Kröten und Molchen. Diese geschützten Amphibien suchen in den Lichtschächten besonders im Herbst häufig einen Unterschlupf für den Winter. Leider gibt es für die Tiere aus den steilen Schächten häufig kein Entkommen mehr. Mit einem Fliegengitter über Lichtschächten leisten Sie also auch einen Beitrag zum Artenschutz.

Zusätzlicher Schutz vor UV-Strahlung, Wärme und Pollen

Es gibt Fliegengitter, die durch eine spezielle Beschichtung vor UV- und Wärmeeinstrahlung der Sonne schützen. Diese Funktion erweist sich zum Beispiel bei Dachfenstern oft als vorteilhaft. Einige Gitter bieten auch einen gewissen Blendschutz, der die Arbeit an Bildschirmen erleichtert oder den Fernsehgenuss sichert. Für Pollenallergiker können Fliegengitter aus einem besonderen Kunststoffvlies interessant sein, das für einen Großteil der häufigsten Pollen undurchlässig ist.

Materialien für Fliegengitter und ihre Vor- und Nachteile

 Mücke auf Fliegengitter

Günstige Fliegengitter bestehen meist aus dem Kunststoff Polyester und werden vielfach als Meterware oder in Kombination mit Klebestreifen oder Klettverschlüssen zur Befestigung verkauft. Sie sind billig in der Anschaffung, elastisch und lassen sich leicht mit einer normalen Schere zuschneiden. Qualitativ minderwertige Gitter aus Polyester können durch Sonneneinstrahlung ausbleichen oder eine Farbänderung erfahren und sind meist relativ anfällig gegenüber mechanischen Beschädigungen. Mehr Stabilität und Witterungsbeständigkeit bieten dagegen solche Gitter aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Erhältlich sind auch solche Modelle aus feinem Draht oder Aluminiumgewebe. Diese sehen edel aus und bieten eine hohe Stabilität und Beständigkeit. Allerdings lassen sich die Gitter schwieriger verarbeiten, da sie zum Beispiel schlecht oder gar nicht an Klebestreifen und Klettverschlüssen haften. Deshalb werden die Metallgitter oft in feste Rahmen eingespannt. Der Kaufpreis dieser Fliegengitter liegt deutlich über dem von einfachen Kunststoffgittern.

Verschiedene Montagetechniken von Fliegengittern

Fliegengitter können mit verschiedenen Montagetechniken an Fenstern, Türen und Kellerschächten befestigt werden:

  • Klebeband/Klettband: Eine einfache und günstige Möglichkeit, ein Fliegengitter zum Beispiel an Fensterrahmen anzubringen, ist die Verwendung eines kombinierten Klebe-Klettbands. Dieses wird mit der unteren Klebeseite umlaufend von außen an den Fensterrahmen geklebt. An der Oberseite des Bandes befindet sich eine Art Klettverschluss, in den ein Fliegengitter aus Kunststoff eingedrückt wird. Bei Bedarf können Sie ein derart montiertes Gitter auch wieder vom Klettverschluss lösen und neu anbringen (z. B. nach dem Waschen), ohne dass das Klebeband entfernt werden muss. Allerdings kann sich das Fliegengitter bei sehr starkem Wind manchmal selbstständig vom Klettverschluss lösen.
  • Fliegengitter mit Spannrahmen: Ein Spannrahmen für Fliegengitter besteht meist aus Aluminium oder Holz. Den Spannrahmen müssen Sie mit einer Säge individuell an Ihre Fenstergröße anpassen. Die Befestigung des Rahmens erfolgt über Federn oder Haken. Das Fliegengitter wird fest in den Rahmen eingespannt. Die Montage eines Spannrahmens bietet den Vorteil, dass dieser zum Beispiel im Winter sehr leicht wieder entfernt werden kann. Ein Nachteil sind die im Vergleich zum Klebe-/Klettband etwas umständliche Montage und die höheren Kosten. Spannrahmen mit stabilen Gittern aus Metall eignen sich auch sehr gut für Kellerschächte.
  • Rollos: Fliegengitter-Rollos laufen in einer fest installierten Schiene und können bequem geöffnet und geschlossen werden. Das Fliegengitter-Rollo wird von innen vor Fenstern angebracht. Zum Öffnen und Schließen des Fensters schieben Sie das Rollo nach oben. Diese Modelle eignen sich zum Beispiel besonders gut für Dachfenster mit einem Kippmechanismus.
  • Vorhänge aus Lamellen: Die langen, flexiblen Kunststofflamellen von Insektenschutzvorhängen bieten eine relativ günstige Möglichkeit, Durchgänge und häufig benutzte Türen gegen das Eindringen von Insekten zu schützen. Sie werden oben am Türrahmen mit Haken oder Schrauben befestigt. Die Lamellen hängen bis zum Boden herab und können von Menschen und Haustieren zur Seite gedrückt werden. Danach schließen sich die Lamellen wieder selbstständig.
  • Moskitonetz: Für eine angenehme Bettruhe oder eine geruhsame Stunde auf der Gartenliege können Sie auch Moskitonetze verwenden, die über das Bett oder die Liege gespannt werden. Es sind auch sehr große Moskitonetze erhältlich, die eine komplette Sitzgruppe vor Insekten schützen können.
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