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Leitern: Arten & Einsatzgebiete,

Leitern sind in verschiedenen Arten und Ausführungen erhältlich. Wofür eignen sich Teleskop-, Tritt-, oder Vielzweckleitern am besten? Gibt es spezifische Vor- und Nachteile? Hier finden Sie wertvolle Tipps zum Leiterkauf und einer sicheren Arbeitsweise.

Teleskop-, Tritt-, oder Vielzweckleiter?

Leiter

Das Angebot an Leitern lässt sich grob in Teleskop-, Tritt-, und Vielzweckleitern einteilen. Die nachfolgende Übersicht nennt die wichtigsten Eigenschaften, Einsatzgebiete sowie Vor- und Nachteile der Leiterarten.

Teleskopleiter: Die Teleskopleiter, oft auch Schiebeleiter oder Ausziehleiter genannt, besteht aus bis zu drei Leiterteilen, die mit einem Schiebemechanismus miteinander verbunden sind. Bei den meisten Teleskopleitern können die einzelnen Leiterteile gelöst und so auch einzeln verwendet werden. Sie können die Leitern entweder per Hand oder Seilzug ein- und ausfahren. Teleskopleitern sind meist Anlegeleitern, die zum Beispiel an Hauswände angelegt werden. Allerdings sind auch Vielzweckleitern mit ausziehbaren Elementen erhältlich. Teleskopleitern sind sehr variabel und ermöglichen eine große maximale Arbeitshöhe. Allerdings sind sie für niedrige Arbeitshöhen oft zu unhandlich und schwer, wenn die einzelnen Elemente nicht getrennt werden.

Trittleiter: Eine Trittleiter besteht aus einem Leiter- und Stützteil und steht daher auf ebenen Untergründen selbstständig. Deshalb werden diese häufig auch Stehleitern genannt. Trittleitern verfügen meist über Stufen, die deutlich breiter sind als die Sprossen von Teleskopleitern. Breite Stufen sorgen für einen sicheren Halt beim Aufstieg und ermöglichen Ihnen beispielsweise bei Malerarbeiten auch ein längeres Stehen auf der Leiter ohne schmerzende Füße. Die oberste Stufe von Trittleitern ist oft ein breites Standpodest, welches von Heimwerkern auch gern als Werkzeugablage genutzt wird. Tritt- bzw. Stehleitern können Sie durch den Klappmechanismus zwischen Leiter- und Stützteil sehr platzsparend lagern. Ein Nachteil der Leitern ist die relativ geringe Arbeitshöhe und der hohe Platzbedarf im ausgeklappten Zustand.

Vielzweckleiter: Eine Vielzweck- bzw. Allzweckleiter besteht meistens aus drei Leiterteilen. Diese können Sie zu einer langen Teleskopleiter für hohe Arbeitshöhen ausfahren. Sie wird dann als Anlegeleiter genutzt. Vielzweckleitern lassen sich aber auch als Stehleitern einsetzen. Dann dient ein Teil des Produktes als Stützteil. Zur Spreizsicherung der Vielzweckleiter dienen schwenkbar gelagerte Aluschienen oder Gurte aus verstärktem Kunststoffgewebe. Mit dem Kauf einer Vielzweckleiter erwerben Sie ein echtes Multitalent, das sich zum Reinigen der Dachrinne ebenso gut nutzen lässt wie für das Streichen einer Zimmerdecke. Gegenüber Teleskopleitern ist die maximale Arbeitshöhe von Vielzweckleitern allerdings meist geringer. Nutzen Sie Vielzweckleitern mit Spreizsicherungen aus Kunststoffgurten als Anlegeleiter, sollten Sie beim Auf- und Absteigen besonders aufmerksam sein. In den herabhängenden Gurten können sich Füße schnell verfangen.

Sicheres Arbeiten mit Leitern

Bei der Arbeit mit Leitern kommt es relativ häufig zu Unfällen. Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Tipps und Hinweise zur sicheren Arbeit mit Leitern zusammengefasst:

Metall-Leiter
  • Belastungsgrenzen und Arbeitshöhen: Jede Leiter hat ihre spezifische Belastungsgrenze in Kilogramm. Diese ist auf Aufklebern direkt auf der Leiter und in der Bedienungsanleitung angegeben. Stellen Sie außerdem sicher, dass die Leiterlänge für die gewünschte Arbeitshöhe ausreichend ist.
  • Leiter aufstellen: Leitern sollten Sie nur auf waagerechten, festen und möglichst trockenen Untergründen aufstellen. Die meisten Produkte erzeugen einen relativ hohen Bodendruck. Auf weichen Untergründen sollte eine Leiter daher zum Beispiel auf stabilen und ausreichend dicken Holzbohlen aufgestellt werden, um ein Einsinken und Kippen zu verhindern. Höhenunterschiede am Aufstellplatz können ebenfalls gut durch Holzbohlen ausgeglichen werden. Der Anstellwinkel von Anlegeleitern sollte ca. 65 bis 70 Grad betragen.
  • Arbeit auf der Leiter: Bei der Arbeit auf Leitern sollten Sie möglichst festes und rutschfestes Schuhwerk tragen. Flip-Flops oder Sandalen haben dort nichts zu suchen. Beim Auf- und Abstieg sollte das Gesicht zur Leiter zeigen und Sie möglichst beide Hände freihaben. Werkzeug lässt sich zum Beispiel gut in den Taschen einer Arbeitshose unterbringen. Auch wenn das häufige Umstellen des Arbeitsmaterials mitunter lästig sein kann, lehnen Sie sich bei der Arbeit auf einer Leiter nicht zu sehr zur Seite. Durch die Hebelwirkung kann die Arbeit bei Wind gefährlich werden. Anlegeleitern sollten Sie nicht bis zu den obersten Stufen nutzen, da dies die Stabilität beeinträchtigt.
  • Material und Verbindungen prüfen: Tauschen Sie angebrochene Leitersprossen aus. Verschmutzungen wie Öl und Erde auf Leitersprossen erhöhen die Rutschgefahr und müssen vor Arbeitsbeginn entfernt werden. Außerdem empfiehlt es sich, Scharniere, Gelenke und Schraubverbindungen beispielsweise an Tritt- und Vielzweckleitern regelmäßig auf Verschleiß zu überprüfen. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie den Schraubverbindungen von Haken an Vielzweckleitern widmen. Ziehen Sie deren Muttern regelmäßig nach.
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