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Der Pelletofen – eine saubere Alternative zum Kaminofen

Ein Pelletofen wird im Gegensatz zu herkömmlichen Öfen und Kaminen nicht mit Holzscheiten oder Kohle, sondern mit Holzpellets betrieben. Auch der Aufbau des Ofens weist im Vergleich zu Kaminöfen oder Kachelöfen Unterschiede auf. Viele Pelletöfen besitzen beispielsweise eine automatische Zuführung für Pellets, die eine gleichmäßige Verbrennung und Wärmeabgabe fördert.

Wie funktioniert ein Pelletofen?Pelletofen

In einem Pelletofen werden ausschließlich Holzpellets verwendet. Diese kleinen Kügelchen, die aus Holzspänen gepresst werden, verbrennen in einer Brennmulde im Ofen. Höherpreisige Modelle verfügen vielfach über einen Pelletspeicher, über den die Kügelchen über eine automatische Zuführung in den Brennraum gelangen. Das Anzünden erfolgt meistens über einen im Ofen integrierten Zünddraht. Zur Wärmespeicherung und gleichmäßigen Wärmeabgabe sind viele der Öfen mit Speckstein umkleidet.

Vor- und Nachteile von Pelletöfen in der Anwendung

Vorteile:

  • In einem Pelletofen verläuft die Verbrennung im Gegensatz zu einem Kaminofen meist gleichmäßiger: Eine gleichmäßigere Verbrennung führt auch zu einer gleichmäßigeren Wärmeabgabe.
  • Pellets lassen sich relativ sauber und staubfrei einfüllen und sind in vielen Baumärkten zu erwerben. 
  • Das Bundesinstitut für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BafA) gewährt für den Einbau von Pelletheizungen und Pelletöfen unter bestimmten Voraussetzungen hohe Zuschüsse von mehreren 1000 Euro. Lassen Sie sich bei der teilweise komplexen Antragstellung am besten von einem Fachmann beraten.

Nachteile:

  • Die Preise für Pellets sind in den letzten zehn Jahren um etwa 20 % gestiegen. Ob sich diese Steigerung fortsetzen wird, lässt sich schwer prognostizieren. Mit Stand Mai 2015 kosten Pellets etwa 240 Euro pro Tonne. Bezogen auf den Heizwert sind sie im Vergleich zu Öl und Gas günstiger. Allerdings erreichen viele Pelletöfen lediglich eine kleine Energieausbeute, sodass die reine Berechnung der Kosten über den Heizwert mit Vorsicht zu genießen ist.
  • Pelletöfen können nicht mit Holzscheiten betrieben werden.

Ist ein Pelletofen umweltfreundlich?

Pellets werden fast zu 100 % aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt, damit ist das Verfeuern fast CO2-neutral. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch Pelletöfen Feinstaub, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe an die Luft abgeben. Durch die gleichmäßigere Verbrennung ist der Ausstoß von Schadstoffen allerdings meist geringer, als bei Kaminen oder mit Holz oder Kohle betriebenen Öfen.

              

Welche unterschiedlichen Typen von Pelletöfen gibt es?

Die nachfolgende Einteilung gibt eine grobe Übersicht über die gängigen Modellvarianten von Pelletöfen und ihren Verwendungsmöglichkeiten:

  • Manuell betriebene Pelletöfen verfügen über keine automatische Zuführung für Pellets. Ein Gebläse für eine geregelte Luftzufuhr fehlt in dieser Variante ebenfalls. Im Gegensatz zu einem automatischen Pelletofen können Sie den Verbrennungsprozess bei einem manuell betriebenen Ofen nicht unterbrechen und nur relativ eingeschränkt regeln. Dafür sind die Öfen in der Anschaffung recht günstig.
  • Automatische Pelletöfen verfügen über eine automatische Zuführung von Pellets aus einem Tank. Außerdem arbeiten die Öfen mit einem Luftgebläse, das eine gleichmäßige Verbrennung und Wärmeabgabe gewährleistet. Weiterhin lassen sich die meisten der Öfen auf eine bestimmte Raumtemperatur programmieren. Diese Modelle können die Verbrennung außerdem selbstständig komplett unterbrechen und wieder selbstständig starten. So kann der Ofen bereits am frühen Morgen für eine wohlig warme Wohnstube sorgen, ohne dass Sie dafür zum Anheizen früh aufstehen müssen. Automatische Pelletöfen sind ab etwa 1.000 Euro erhältlich.
  • Pelletöfen für die Warmwasserbereitung können Sie auch zum Aufheizen des Wassers Ihrer Heizungsanlage einsetzen. Für derartige Öfen gewährt die BafA besondere Zuschüsse. Allerdings sind der Kauf und die Installation relativ teuer. Bei Neubauten oder veralteten Öl- und Gasheizungen kann sich auch die Anschaffung einer Pelletheizung lohnen, die die komplette Wärmeversorgung des Gebäudes übernimmt.


Checkliste für Kauf und Betrieb von Pelletöfen

Feuer im Ofen
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Schornstein und die Örtlichkeiten für den Betrieb eines Ofens überhaupt geeignet sind. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Schornsteinfeger oder Ofenbauer beraten.
  • Erkundigen Sie sich nach möglichen Fördermitteln der BafA.
  • Der Untergrund und die Umgebung des Ofens müssen mit feuerfesten Materialien wie Kacheln ausgelegt sein.
  • Die Heizleistung eines Pelletofens sollte der Raum- bzw. Wohnungsgröße angemessen sein. Als grobe Faustregel gilt hier: 1 bis 2 kW Heizleistung pro 10 m² Raumgröße.
  • Pelletöfen sollten die geltenden Abgas- und Sicherheitsbestimmungen erfüllen.
  • Wenn Sie einen Ofen selbst einbauen und an den Schornstein anschließen, müssen Sie die Arbeiten vor Inbetriebnahme durch einen Schornsteinfeger abnehmen lassen.
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