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Kaminöfen Vergleich: Heizen und Gemütlichkeit

Spätestens dann, wenn die Tage kürzer werden und die Natur allmählich in ihr herbstliches Kleid schlüpft, werden die Heizkosten während der kalten Jahreszeit zum Thema in vielen Haushalten. Umso wichtiger ist dies in Zeiten steigender Energiepreise. Durch die clevere Kombination verschiedener Heizquellen können Sie während der Heizperiode im Winter bares Geld sparen.
Eine gute Alternative, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut, sind Kaminöfen. Allerdings eignet sich nicht jeder Kaminofen für jede Wohnung gleichermaßen.
Im Vorfeld sollten Sie sich deshalb gut über die verschiedenen Typen von Kaminöfen und vor allem über die notwendigen Voraussetzungen für Aufbau und Inbetriebnahme informieren. So stellen Sie sicher, dass Sie einen Kaminofen erhalten, den Sie nach dem Aufbau sofort in Betrieb nehmen können.

Worin unterscheiden sich die verschiedenen Kaminöfen?

Grundsätzlich handelt es sich bei jedem Kaminofen - gelegentlich werden Kaminöfen auch als Schwedenöfen bezeichnet - um eine Feuerstelle, die in der Nähe des Kamins platziert und an den Kamin mit einem Ofenrohr angeschlossen wird. Von offenen Kaminen, die im Winter ebenfalls für ihre behagliche Wärme geschätzt werden, unterscheiden sich Kaminöfen im Wesentlichen durch folgende zwei Punkte:

  • Kaminöfen sind üblicherweise nicht fest eingebaut
  • Kaminöfen besitzen, anders als offene Kamine, eine geschlossene Brennkammer

Auf das Vergnügen, an kalten Wintertagen das prasselnde Feuer im Kaminofen zu beobachten und dabei behagliche Wärme zu genießen, müssen Sie aber trotzdem nicht verzichten. Denn unabhängig von der Art des Brennstoffes besitzen Kaminöfen entweder eine Tür oder zumindest ein großes Fenster aus Glaskeramik.

Man unterscheidet Kaminöfen überwiegend anhand des Brennstoffes, der in der Brennkammer verfeuert wird. Am gebräuchlichsten sind folgende Typen von Kaminöfen, die sich in nahezu jeder Wohnung installieren lassen, sofern die baulichen Gegebenheiten dies zulassen:

  • holzbefeuerte Kaminöfen
  • Pelletöfen
  • Ölöfen
  • Dekoöfen

Kaminofen mit Holzbefeuerung

Wenn Sie einen Kaminofen mit Holzbefeuerung wählen, entscheiden Sie sich für eine saubere und umweltfreundliche Alternative zum Heizen. Der Grund: Sie verbrennen handliche und in der Regel unbehandelte Scheite des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Damit heizen Sie CO2-neutral und die Schadstoffbelastung der Umwelt wird reduziert. Je Kilowatt Ofenleistung können Sie im Winter etwa vier Kubikmeter Raumluft beheizen. Sofern in Ihrer Wohnung vorwiegend offene Räume vorherrschen, können Sie mit holzbefeuerten Kaminöfen unterm Strich möglicherweise sogar Heizkosten einsparen.



Diesen Vorteilen steht im Grunde nur ein Nachteil im Vergleich zu Ölöfen und anderen Typen gegenüber: Sie benötigen ausreichend Lagerfläche, um das Brennholz zu trocknen und zu lagern. Beziehen Sie das Holz direkt vom Bauern oder Förster, müssen Sie etwa zwei Jahresvorräte einlagern können, damit das Holz vor der Verwendung ausreichend Zeit zum Trocknen hat.

Auch beim Brennmaterial selbst gibt es einige Unterschiede. So liefern Scheite aus Hartholz und Kohlebriketts, die in Kaminöfen mit Holzbefeuerung meist ebenfalls verwendet werden können, eine lang anhaltende Wärme. Jedoch müssen Sie hier auf das Spiel der Flammen hinter der Glaskeramikscheibe verzichten. Bei Scheiten und Briketts aus Weichholz beobachten Sie hingegen ein intensives Flammenspiel mit dem Nachteil, dass der Brennwert niedriger ausfällt. Hier können Sie je nach Bedarf entscheiden zwischen einer guten Wärmebilanz oder einer wohligen Atmosphäre.

Pelletöfen

Pelletöfen

Sehr ähnlich zu Holzöfen sind Pelletöfen, in denen anstelle von Holzscheiten zum Befeuern Pellets verwendet werden. Pellets sind Körper, die unter Druck aus kleinsten Holzteilchen gepresst werden. Die Pellets werden in einem Vorratsbehälter aufbewahrt und von Hand in die Brennkammer gefüllt, wo sie durch einen Zünddraht automatisch entzündet werden, sobald der Ofen in Betrieb genommen wird. Gegenüber Holzöfen bieten Pelletöfen den Vorteil, dass sie eine sehr konstante Heizleistung erbringen. Der Grund: In den Pellets werden oft verschiedene Holzsorten gemischt, die sich bezüglich der Dichte nicht allzu sehr unterscheiden. Dies ist bei Kaminöfen mit Holzbefeuerung nicht in diesem Ausmaß gegeben, da beispielsweise Hartholz länger brennt und mehr Wärmeenergie abgibt als Weichholz wie Fichte. Denken Sie bei der Kaufentscheidung daran, dass Sie einen ausreichend großen und trockenen Lagerraum zur Aufbewahrung der Pellets benötigen.

Ölöfen

Der große Vorteil von Ölöfen besteht darin, dass sie zentral in der Wohnung aufgestellt werden können, sofern am gewünschten Standort ein Anschluss an den Kamin möglich ist.
Ölöfen heizen schnell auf und verbreiten deshalb auch rasch wohlige Wärme im Winter. Die meisten Öfen dieses Typs besitzen einen eigenen Tank, der vor der Inbetriebnahme einfach und unkompliziert befüllt wird und für eine Heizleistung von 24 Stunden ausreichend dimensioniert ist.
Zudem gibt es Modelle, die sich direkt an eine bereits vorhandene Ölleitung anschließen lassen. Damit sind besonders hohe Einsparungen möglich, weil es nicht notwendig ist, die komplette Heizungsanlage hochzufahren, sofern nur ein Raum beheizt werden soll.
Für den Betrieb von Ölöfen benötigen Sie weit weniger Lagerfläche als für Holz- oder Pelletöfen. Ein für die nächste Heizperiode ausreichend dimensionierter Tank lässt sich auch in kleinen Räumen unterbringen. Der offensichtliche Nachteil ist der Brennstoff an sich. Der Heizölpreis ist an den Ölpreis gekoppelt, der starken Schwankungen unterworfen ist.

Dekoöfen

Dekoöfen

Dekoöfen sind ebenfalls in verschiedenen Ausführungen erhältlich:Anders als der Name dies vermuten lässt, handelt es sich bei Dekoöfen um mehr als nur bloße Dekoration. Dekoöfen sind Heizkörper, die in Kaminoptik gestaltet sind und in denen während des Betriebes häufig eine Flammenoptik aufleuchtet. Sie können also auch mit einem Dekoofen die gemütliche Atmosphäre eines Kaminfeuers erzeugen.

  • Dekoöfen als Elektrokamin
  • Dekoofen als Ethanolkamin mit flüssigem Ethanol als Brennstoff

Auch Dekoöfen verbreiten wohlige Wärme. Ihr Nachteil: Diese Öfen sind zu leistungsschwach, um einen Raum im Winter effektiv beheizen zu können. Dennoch können Sie mit einem Dekoofen Ihre Heizkosten merklich reduzieren, weil diese Typen von Kaminöfen während der Übergangszeit im Frühling und Herbst die Heizung ersetzen können.

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