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Kaminofen reinigen – die Tricks der Profis

Nach einem langen Winter sammelt sich im Kamin viel Ruß an, den es gründlich zu beseitigen gilt. Schließlich möchten Sie den Kaminofen zu Beginn des nächsten Winters in Bestform vorfinden. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung lesen Sie, wie Sie die Reinigung professionell durchführen und welche Utensilien und Hilfsmittel Sie dafür benötigen.


Schritt 1: Kaminofen-Scheibe reinigen

Die Reinigung Ihres Kaminofens sollten Sie am besten mit der Scheibe beginnen. Die Kaminscheibe haben Sie ständig im Blick und beobachten durch diese das Feuer im Ofen. Es versteht sich von selbst, dass sich dieses Glas stets von seiner besten Seite zeigen sollte. Es gibt aber noch einen viel wichtigeren Grund, weshalb Sie die Kaminscheibe auf keinen Fall vernachlässigen sollten. Setzt sich der Ruß zu lange auf dieser ab, kann er sich einbrennen und lässt sich dann nicht mehr entfernen. Die Scheibe wird dunkler und muss im schlimmsten Fall ausgetauscht werden. Ist das Glas erst einmal eingetrübt, gibt es den Blick auf das Feuer nicht mehr frei – auch nicht nach intensiver Behandlung. Reinigen Sie die Scheibe also lieber rechtzeitig, um dieses Malheur zu vermeiden.

Für die Reinigung der Kaminscheibe greifen Sie zu speziellem Kaminscheibenreiniger. Diesen erhalten Sie üblicherweise in einer Flasche. Die Anwendung ist unkompliziert und kinderleicht. Die Flasche ist mit einem Sprühkopf versehen, der Ihnen die gleichmäßige Verteilung der Reinigungslösung auf der Scheibe besonders einfach macht. Lassen Sie die Lösung einwirken und nehmen Sie dann ein Tuch zur Hand, mit dem Sie die Scheibe gründlich säubern.



Schritt 2: Korpus reinigen

Sie besitzen einen Kaminofen mit feuerfester Stahlummantelung? Dann müssen Sie natürlich auch diesen Korpus reinigen. Spezielle Reinigungslösungen benötigen Sie für diesen Arbeitsschritt nicht. Tatsächlich sollten Sie sogar darauf verzichten. Die äußere Fläche reiben Sie einfach gründlich mit einem Tuch ab. Wasser sollte dabei möglichst vermieden werden, da die feuerfeste Beschichtung nicht gleichzeitig wasserabweisend ist und es somit zu Rost kommen kann.

Wenn Ihnen bei der Reinigung der Stahlummantelung Kratzer oder Absplitterungen auffallen, kann die Anschaffung von Ofenlack sinnvoll sein. Hierbei handelt es sich um einen Spraylack speziell für Metalloberflächen, die in hohem Maße hitzebeständig sein müssen. Ofenlack finden Sie in vielen Farben passend zu jedem Kaminofen. Der Lack eignet sich nicht nur für Kaminöfen, sondern auch für das Ofenrohr und sogar für Ausbesserungsarbeiten am Autolack. Eine Anschaffung lohnt sich also in jedem Fall. Lassen Sie diesen Lack nach dem Auftragen gründlich trocknen, damit er die notwendige Festigkeit erhält. Wenn Sie den Kamin anzünden härtet das Material in der Regel noch ein wenig aus. Ein fantastischer Nebeneffekt: Der Lack schützt das Ofenmaterial langanhaltend vor Korrosion.



Schritt 3: Reinigung des Feuerraums

Nun muss der Feuerraum gereinigt werden. Hier entsteht natürlich am meisten Ruß, damit macht dieser Schritt auch am meisten Arbeit. Stellen Sie sich gleich darauf ein, dass sich nach mehrmonatiger Benutzung einige Rußstellen als hartnäckig erweisen. Der Ruß setzt sich schließlich mit jeder Verwendung des Ofens stärker im Innenraum fest. Hier ist es hilfreich, wenn Sie einen Schürhaken griffbereit haben. Mit diesem lässt sich der Ruß relativ leicht abkratzen, bevor Sie den Innenraum gründlich ausfegen. Ein Kaminbesteck – und daraus vor allem eine Kaminschaufel und ein Besen – darf bei dieser Arbeit also ebenfalls nicht fehlen.

Verfügt Ihr Kaminofen über ein Aschefach, haben Sie Glück: In diesem Fall müssen Sie nur das Fach leeren. Sollte Ihr Ofen nicht über ein solches Fach verfügen, ist ein spezieller Aschesauger hilfreich. Hierbei handelt es sich um einen handlichen Sauger mit hoher Motorleistung, der die feinen Rußpartikel zuverlässig aufsaugen kann.


Schritt 4: Reinigung des Ofenrohrs

Wer seinen Kamin reinigen möchte, sollte auf keinen Fall eines der wichtigsten Teile übersehen: das Ofenrohr. Rußablagerungen sieht man hier zwar nicht, ist das Rohr aber völlig verdreckt, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Ofens haben. Verschließt sich das Rohr, erhält das Feuer nicht mehr genug Sauerstoff und erstickt.

Als Vorteil bei der Reinigung erweist sich die Konstruktion des Ofenrohres, das aus mehreren Teilen zusammengesteckt ist. Hier ist es hilfreich, wenn eine weitere Person Ihnen zur Hand gehen kann und ein Rohrteil festhält, während Sie an dem eingesteckten Rohrteil ziehen. So lassen sich die Rohre Stück für Stück öffnen und reinigen. In der Regel fällt Ihnen der Ruß dabei sofort entgegen, weshalb es sinnvoll ist, den Raum rund um den Ofen vor Beginn dieser Arbeiten gründlich abzudecken. Ist das Rohr sehr lang und reicht bis zur Decke, sollte eine Trittleiter bereitstehen. Außerdem benötigen Sie einen Eimer, in den Sie den Ruß aus dem Ofenrohr kippen können. Mit einem kleinen Holzstock sollten Sie immer wieder von außen gegen das Rohr klopfen, damit der Ruß herauskommt.


Schritt 5: Speckstein reinigen

Einige Kaminöfen verfügen über eine Verkleidung aus Speckstein. Wie können Sie dessen Oberfläche möglichst effektiv reinigen? Hier hat sich ein einfacher Spülschwamm aus der Küche bewährt. Reiben Sie damit in kreisenden Bewegungen über den Speckstein, der gleichzeitig angeschliffen wird. Wenn Sie den Stein hinterher mit einem Tuch polieren, sollte er glänzen wie neu.

Haben sich im Speckstein kleine Risse oder Löcher ergeben, hilft nur noch eine Füllpaste. Diese Paste reiben Sie einfach in die betroffenen Stellen und erhalten sofort eine ebene Oberfläche.

Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung kann jeder seinen Kaminofen reinigen. Wie Sie sogar einen Kaminofen selber bauen und wie Sie den Kamin anschließen verraten Ihnen unsere weiteren lesenswerten Ratgeber.

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