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Kamin FAQs: Was ist beim Kauf und Betrieb von Kaminöfen zu beachten?

Ein Kaminofen verbreitet wohlige Wärme und Gemütlichkeit. Außerdem können Sie mit einem Kaminofen Heizkosten sparen. Was Sie vor dem Kauf eines Kaminofens bedenken sollten und auf welche Punkte beim Betrieb des Ofens zu achten ist, erfahren Sie in den nachfolgenden Kamin FAQs.

1. Welche Heizleistung ist angemessen?

Kamin

Als einfache Faustregel gilt, dass pro Kilowatt Nennwärmeleistung des Kaminofens ca. 15 bis 20 m³ Wohnraum beheizt werden können.

2. Wie groß muss der Raum im Verhältnis zur Heizleistung sein?

Pro Kilowatt Heizleistung müssen mindestens ca. 4 m³ Raumvolumen vorhanden sein, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung zu gewährleisten. Bei einer nicht ausreichenden Raumgröße bieten sich als Alternative Kaminöfen mit externer Verbrennungsluftzufuhr an. Diese führen die Luft über ein separates Rohr aus dem Freien zu.

3. Welches Design ist für mich das richtige?

Zu einem eher rustikalen Wohndesign passt zum Beispiel ein klassischer Ofen aus Stahl mit natürlicher Specksteinverkleidung. In ein modernes Wohnzimmer fügt sich dagegen eher ein Kaminofen mit einer großen Glastür und hellen Kacheln gut ein. Letztendlich ist die Entscheidung für ein Ofendesign aber reine Geschmackssache.

4. Welche gesetzlichen Vorschriften muss ich beachten?

Eine wichtige Voraussetzung zum Betreiben eines Kamins ist ein geeigneter Schornstein. Der Durchmesser des inneren Schornsteins sollte dem des Rauchrohres entsprechen (zzgl. max. 20 %). Gegenstände wie Möbel, Lampen oder Holzwände sollten zu den Metallteilen des Kaminofens einen Abstand von mindestens 20 cm haben. Zum Feuerraum bzw. den Glastüren ist sogar ein Mindestabstand von 80 cm einzuhalten.
Wird Ihr Kaminofen nicht auf einem feuerfesten Untergrund aufgebaut, ist eine Feuerschutz-Bodenplatte zu verlegen. Diese muss mindestens 50 cm des Fußbodens vor dem Kamin und mindestens 30 cm seitlich des Kamins abdecken. Jeder Kaminofen muss vor der Inbetriebnahme durch einen Schornsteinfeger abgenommen werden. Es ist sinnvoll, diesen bereits vor dem Kauf oder Einbau eines Kamins zu einem Beratungsgespräch zu bitten. Der Schornsteinfeger kann Sie so zu allen gesetzlichen Vorschriften vor Ort beraten.

5. Eignen sich Kaminöfen auch für Niedrigenergiehäuser?

Alter Kamin

Niedrigenergiehäuser sind fast luftdicht. Folglich kann kaum Frischluft für die Verbrennung im Kaminofen in das Haus gelangen. Dies könnte den Sauerstoff im Haus sehr schnell verbrauchen und einen Unterdruck erzeugen, der zu einer lebensgefährlichen Kohlenmonoxidvergiftung durch den Austritt von Verbrennungsgasen führen kann. Deshalb ist für Niedrigenergiehäuser ein raumluftunabhängiger Kaminofen empfehlenswert, der die Verbrennungsluft direkt aus dem Freien bezieht. Wenn Sie Ihren Kamin in einem Niedrigenergiehaus aufstellen möchten, achten Sie beim Kauf auf eine entsprechende Zertifizierung und lassen Sie sich von dem für Sie zuständigen Schornsteinfeger beraten.

6. Welche speziellen Ofentypen gibt es?

  • Öfen mit externer Verbrennungsluftzufuhr: Bei diesen Modellen wird die Verbrennungsluft über ein separates Rohr aus dem Freien zugeführt. Ein solcher Kaminofen ist zum Beispiel sinnvoll, wenn der Ofen nicht ausreichend Sauerstoff aus dem Raum beziehen kann oder soll.
  • Wasserführende Öfen: Wasserführende Öfen werden an das häusliche Warmwassersystem angeschlossen. Dank des eingebauten Wärmetauschers erhitzen diese Öfen Wasser und unterstützen so die zentrale Warmwasserbereitung. Dies spart Energiekosten und schont zusätzlich die Umwelt.
  • Pelletöfen: Viele Pelletöfen verfügen über eine automatische Pelletzuführung, die das Heizen sehr erleichtert. Die benötigten Pellets werden dabei über eine Förderschnecke aus einem Speicher in den Brennraum geleitet. Pelletöfen arbeiten meist effizienter als mit Holz befeuerte Öfen.

7. Welche Brennstoffe eignen sich für Kaminöfen?

Alter Kamin

In Kaminöfen dürfen ausschließlich raucharme Brennstoffe verfeuert werden:

  • Briketts aus Braunkohle, Steinkohle (bei entsprechender Zulassung)
  • trockenes, naturbelassenes Holz

Imprägniertes Holz, Papier, Verpackungsmaterialien, Kunststoff und Abfall dürfen nicht im Kaminofen verheizt werden.

8. Wie reinige ich meinen Kaminofen richtig?

  • Reinigung der Glasscheibe: Befeuchten Sie ein Knäuel Zeitungspapier mit Wasser und nehmen Sie damit etwas kalte weiße Asche auf. Reiben Sie damit den Schmutz von der Scheibe ab. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich mit Backofenspray entfernen.
  • Reinigung der Heizstelle: Die Asche im Feuerraum lässt sich am besten mit Schaufel und Besen aus dem Kaminbesteck oder einem Aschesauger entnehmen.
  • Reinigung des Rauchabzugs: Mindestens einmal pro Heizperiode sollten Sie Rauchabzug und Rauchrohr Ihres Kaminofens auf Rußablagerungen kontrollieren und gegebenenfalls eine Reinigung durchführen. Dazu lösen Sie die Flügelmuttern der Revisionsklappe und öffnen diese. Die Reinigung erfolgt am besten mit einer speziellen Drahtbürste für Ofenrohre. Führen Sie die Bürste langsam mit konstantem Druck in Richtung Schornstein. So verhindern Sie eine Freisetzung von Ruß in den Raum.
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