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Schornsteine und Feuerstätten – kein Betrieb ohne Abnahme

Kaminofen

Von nicht sachgemäß errichteten Schornsteinen und Feuerstätten gehen erhebliche Gefahren aus. So kann zum Beispiel giftiger Rauch aus undichten Rohrverbindungen in Wohnräume eindringen. Auch aus Gründen des Brandschutzes müssen Sie zum Beispiel einen selbst eingebauten Kamin vor der Inbetriebnahme von Ihrem Schornsteinfeger abnehmen lassen. Die Abnahme des Kamins verläuft nach einem festgelegten Prüfschema.

Warum ist eine Kamin Abnahme durch den Schornsteinfeger nötig?

Das Angebot an Öfen, Kaminöfen und Bausätzen von Kaminen ist sehr groß. Allerdings können selbst erfahrenen Heimwerkern bei der Montage der Feuerstätten Fehler unterlaufen, die der Laie nicht immer erkennen kann. Nicht fachmännisch montierte Bauteile von Feuerungsanlagen oder falsch angeschlossene Schornsteine bergen erhebliche Gefahren. So kann aus undichten Rauchrohren giftiges Kohlenmonoxid entweichen. Dieses unsichtbare und geruchlose Gas führt bei der Freisetzung in Innenräumen immer wieder zu Todesfällen durch Kohlenmonoxidvergiftungen. Eine Abnahme von Kaminen dient auch dem Brandschutz, da zum Beispiel zu dicht an Holzverkleidungen oder Balken verlegte Rauchrohre zu Bränden führen können. Eine ordnungsgemäße Installation von Kaminen sorgt mit einer optimalen Verbrennung auch für möglichst geringe Emissionen von Schadstoffen. So schreibt der Gesetzgeber für einige Feuerstätten bestimmte Grenzwerte von Luftschadstoffen vor, deren Einhaltung bei der Abnahme überprüft wird. Letztendlich schont ein optimal funktionierender Kaminofen durch eine effiziente Verbrennung und Wärmeabgabe auch Ihren Geldbeutel, da zum Beispiel keine Energie durch undichte Schornsteine oder eine unzureichende Luftzufuhr verschwendet wird.

Wann müssen Schornstein und Feuerstätte abgenommen werden?

Die Pflicht zur Schornsteinfeger Kamin Abnahme besteht für alle neu installierten Feuerstätten und Schornsteine. Außerdem müssen Sie diese abnehmen lassen, wenn Sie bauliche Veränderungen oder Sanierungsarbeiten vorgenommen haben.

Versäumte Abnahme – welche Konsequenzen drohen?

Lassen Sie Ihren Schornstein, Ofen oder Kamin nicht ordnungsgemäß abnehmen, kann eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro verhängt werden. Außerdem erlischt bei nicht erfolgter Abnahme im Falle von Schäden durch Rauch oder einen Brand der Versicherungsschutz.

Wie läuft eine Abnahme von Schornstein oder Feuerstätte ab?

Zur Abnahme von Schornsteinen und Feuerstätten ist nur Ihr zuständiger Bezirksschornsteinfeger berechtigt. In einigen Bundesländern wird dieser auch als Bezirkskaminkehrmeister bezeichnet. Welcher Bezirksschornsteinfeger für Ihren Wohnort zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel beim Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Die Abnahme eines Schornsteins erfolgt nach einem festen Prüfschema. Danach wird Ihnen ein Feuerstättenbescheid ausgehändigt. Die Kosten betragen je nach Aufwand ca. 40 bis 150 Euro. Die Abnahme einer Feuerstätte beinhaltet unter anderem folgende Prüfpunkte:

Schornstein
  • Überprüfung einer ausreichenden Versorgung mit Verbrennungsluft
  • Dichtigkeitsprüfung von Schornstein und Feuerstätte
  • Prüfung auf ausreichenden Brandschutz
  • Prüfung auf ausreichenden Zug im Kamin bzw. Ofen
  • Überprüfung, ob Rauch gefahrlos nach außen abgeleitet wir
  • Ausschließen eines Risikos der Durchfeuchtung bzw. Versottung des Schornsteins

Was sollte beim Einbau eines Kamins oder Schornsteins beachtet werden?

Um Probleme beim Einbau oder mit der Abnahme zu vermeiden, sollten Sie sich vor dem Einbau von einem Schornsteinfeger oder Heizungsbauer beraten lassen. So erfahren Sie zum Beispiel, ob der für den Rauchabzug ausgewählte Schornstein über einen geeigneten freien Zug (Zug: Anzahl der „Rohre“ im Schornstein) verfügt. Ist dies nicht der Fall, entstehen beim Einbau eines Kamins oder Ofens erhebliche Mehrkosten, da ein Zug für einen Kamin in der Regel nicht von anderen offenen Feuerstätten genutzt werden darf. Beim Einbau von Ofen und Kamin müssen Sie darauf achten, dass der Boden unter einem Kaminofen aus einer feuerfesten Platte aus zum Beispiel Metall oder Glas besteht. Zum Brandschutz muss aber auch der Bereich vor einem offenen Kamin oder Kaminofen feuerfest sein. Bei Kaminöfen sollte dieser feuerfeste Bereich ca. 50 cm von der Ofentür in den Raum reichen. Legen Sie besonderes Augenmerk auf den Übergang vom Kamin bzw. Ofen zum Schornstein. An diesen Nahtstellen kommt es bei unsachgemäß ausgeführten Arbeiten besonders oft zum Entweichen von schädlichem Rauch. Wichtig ist, dass die Wandmuffe zum Anschluss des Ofenrohrs fest in die Wand zementiert wird. Ofen- bzw. Rauchrohre dürfen außerdem nicht durch Hohlräume geführt werden.

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