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So verjagen Sie zuverlässig Maulwürfe und Wühlmäuse

Maulwürfe und Wühlmäuse sehen zwar niedlich aus und sind biologische Schädlingsbekämpfer, weil sie Larven und Engerlinge fressen – auf der anderen Seite richten sie im Garten viel Schaden an. Leider nehmen die Tiere beim Anlegen ihrer Höhlen und Gänge keinerlei Rücksicht auf die Blumenbeete. Mit den nachfolgenden Tipps können Sie Maulwürfe und Wühlmäuse bekämpfen.

Nicht jede Schädlingsbekämpfung ist erlaubt

Wer Maulwürfe und Wühlmäuse bekämpfen will, der muss wissen, dass Maulwürfe unter strengem Natur- und Artenschutz stehen. Deswegen dürfen Sie sich der Tiere nicht mit Giftködern entledigen. Auch Lebendfallen sind verboten. Bei Wühlmäusen ist es einfacher: Diese fallen nicht unter das besonders strenge Artenschutzabkommen und es ist Ihnen erlaubt, Fallen und Köder einzusetzen. Bei Wühlmäusen eignet sich dafür die Zeit vom Herbst bis zum Frühjahr am besten. Der Grund: In diesen Monaten ist das natürliche Nahrungsangebot vergleichsweise knapp, weswegen Köder für die Tiere sehr verlockend sind.

Fallen gegen Wühlmäuse

Die effektivste Methode, um Wühlmäuse zu bekämpfen, stellen Fallen aus dem Fachhandel dar. Wer die Tiere nicht gleich töten will, der kann auf Lebendfallen ausweichen. Wichtig ist bei dieser Methode, dass Sie möglichst systematisch vorgehen. Fangen Sie in einer Ecke des Gartens an und bestücken Sie dort zunächst alle aktiven Gänge mit einer Falle. Erst wenn Sie dort keine Wühlmaus mehr fangen, nehmen Sie sich die nächste Gartenecke vor. Bei einer Gartengröße von etwa 500 Quadratmetern benötigen Sie rund 20 Fallen, um der kleinen Plagegeister Herr zu werden.

Giftköder für Wühlmäuse

Wer sich nicht auf Lebendfallen verlassen will, der darf für Wühlmäuse auch Giftköder auslegen. Aufgrund des knappen Nahrungsangebotes empfiehlt sich im Herbst und im Frühjahr sogenannter Giftweizen als beste Alternative. Chemische Präparate zeigen in der Regel weniger Erfolg, da sie von den Tieren seltener gefressen werden.

Mit Stinkbomben gegen Maulwürfe, Wühlmäuse und Co.

Maulwürfe und Wühlmäuse verfügen über sehr feine Nasen. Um die Tiere aus dem Garten zu vertreiben, eignen sich daher auch „Stinkbomben“. Besonders bei Maulwürfen sind sie eine gute Alternative, um die Tiere lebend zu vertreiben. Auch bei Wühlmäusen ist diese Methode erfolgreich. Für die Bekämpfung beider Tierarten sind im Fachhandel abgestimmte Geruchsmischungen verfügbar. Wer mag, kann diese Mischungen auch selbst in der Küche herstellen, am besten bei offenem Fenster. Als besonders effektiv haben sich herausgestellt:

  • Buttersäure,
  • verdorbene Molke,
  • Zitrusgerüche,
  • Seifenlauge,
  • Holunderbeerjauche und
  • Heringsbrühe.

Wichtig ist, dass Sie die synthetischen oder natürlichen Stinkbomben gleichmäßig über das Gangsystem der Tiere verteilen. Je nach Witterung und Bodenbeschaffenheit müssen Sie die Geruchsquellen mindestens einmal in der Woche erneuern, damit sie Wirkung zeigen.

Zu viel Lärm vertreibt die Tiere

Da Maulwürfe fast blind sind, ist neben dem Geruchssinn auch das Gehör hervorragend ausgeprägt. Bei der Bekämpfung der Tiere können Sie sich dies zunutze machen und mit Schallwellen gegen die kleinen Plagegeister vorgehen. Eine Möglichkeit sind sogenannte Impulsgeber. Diese arbeiten mit Vibrations- oder Schallwellen. Der Nachteil: Da diese Geräte einen immer gleichen Ton erzeugen, gibt es Tiere, die sich nach und nach an diese Lärmquelle gewöhnen und sich davon nicht mehr beeindrucken lassen.

Versuchen Sie es durchaus auch mit selbst gebastelten Lärmquellen. Graben Sie beispielsweise eine Flasche leicht schräg in den Boden ein. Die Geräusche, die der Wind im Flaschenhals erzeugt, sind für einen Maulwurf oder eine Wühlmaus nahezu unerträglich. Eisenstangen, die in den Boden gerammt werden und die Sie in regelmäßigen Abständen abklopfen, haben einen ähnlichen Effekt, ebenso wie Windspiele aus leeren Dosen oder Metallgeschirr.

Im Sommer ist es am leichtesten, Maulwürfe und Wühlmäuse mit Lärm zu vertreiben. Mähen Sie einfach ein- oder zweimal in der Woche Ihren Rasen, am besten mit einem vergleichsweise lauten Benzinrasenmäher. Auch wenn es vielleicht Ihrem Nachbarn nicht gefällt: Geräusch und Vibration sind für die Tiere so unerträglich, dass sie sich für den Sommer ganz freiwillig ein neues ruhigeres Quartier suchen.

Natürliche Feinde der Maulwürfe und Wühlmäuse nutzen

Wie fast jede Tierart haben auch Maulwürfe und Wühlmäuse natürliche Feinde. Dazu gehören Katzen und Greifvögel. Junge Katzen lieben die Jagd nach Wühlmäusen und halten sie so in Schach. Um Greifvögel anzulocken, stellen Sie in Ihrem Garten ein paar kurze Holzstangen mit einem kurzen Querriegel auf. Vor allem in ländlichen Gebieten ziehen diese Ansitze die Vögel magisch an und vertreiben Maulwürfe und Wühlmäuse zuverlässig.

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