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Blattläuse schnell und wirksam bekämpfen

Blattläuse schädigen Zier- und Nutzpflanzen und können sich schnell zu einer gefährlichen Plage entwickeln. Trotz ihrer Bezeichnung beschränken sich Blattläuse nicht auf die Blätter einer Pflanze, sondern setzen sich auch an Blüten und Stielen fest. Sie saugen die Pflanzen förmlich aus und zerstören sie in kurzer Zeit, da sie sich zudem sehr schnell vermehren. Jede der einige Generationen lang geschlechtslosen Läuse kann pro Tag bis zu fünf Larven hervorbringen, die wiederum oft innerhalb einer Woche erneut Nachkommen erzeugen. In kurzer Zeit breiten sich Blattläuse auf weitere Pflanzen aus und können daher im Garten und am Blumenfenster extreme Schäden anrichten. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie Blattläuse schnell und wirksam bekämpfen.

Blattläuse lieben junge Triebe

Junge Pflanzentriebe und Blätter mögen die gefräßigen Blattläuse besonders gern. Aus diesem Grund sind sie im Frühjahr stark verbreitet. Wie aus dem Nichts sind sie plötzlich da und vernichten Blumen, Obst- und Gemüsepflanzen und können Obstbäumen großen Schaden zufügen. Über 650 Arten von Blattläusen sind in Mitteleuropa verbreitet. Die bekanntesten unter ihnen sind die

  • Grüne Apfelblattlaus
  • Große Rosenblattlaus
  • Apfelblutlaus
  • Sitkafichtenlaus
  • Schwarze Bohnenlaus
  • Grüne Pfirsichblattlaus.

Unabhängig von ihrem Namen lassen sich die Läuse auf verschiedenen Pflanzen nieder. Die Große Rosenblattlaus schädigt auch Apfel- und Birnenbäume sowie Erdbeeren, während die Schwarze Bohnenlaus neben Bohnen auch Kartoffeln, Pfaffenhütchen, den Schneeball oder Rüben befallen. Auch die Sitkafichtenlaus ist auf verschiedenen Fichten und Tannen vertreten.

Erkennen Sie Blattläuse rechtzeitig

Es erscheint oft rätselhaft, woher die Blattläuse so plötzlich kommen. Nach mehreren Generationen sind die Schädlinge flugfähig und können daher aus Nachbargärten stammen. Einige Arten befallen Pflanzen erst im Herbst und überwintern dort unbemerkt, bevor sie im Frühjahr beginnen, die Pflanzen zu zerstören. Blattläuse sind nur wenige Millimeter groß, grün, hellbraun, dunkelbraun oder schwarz. In der Regel befinden sie sich unterhalb der Blätter, an Knospen und an den Pflanzenstielen. Um möglichst frühzeitig gegen vorhandene Blattläuse vorgehen zu können, sollten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig genau betrachten. Wenn Blätter und Blüten bereits mit dem klebrigen Honigtau, der Hinterlassenschaft der Blattläuse, überzogen sind und beginnen, sich zu kräuseln und abzufallen, ist der Befall schon sehr weit fortgeschritten. Blattläuse sind oft nur die erste Stufe des Schädlingsbefalls, denn der Honigtau lockt weitere Schädlinge an und fördert die Bildung von Pilzerkrankungen.

Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Blattläuse

Ist der Blattlausbefall bereits weit fortgeschritten, helfen oft nur Schädlingsbekämpfungsmittel aus dem Fachhandel. Zahlreiche Mittel gegen Blattläuse haben eine natürliche Basis, zum Beispiel Rapsöl, und schonen nützliche Insekten. Die Schädlingsbekämpfungsmittel verstopfen die Atmungsorgane der Blattläuse, sodass diese ersticken. Die Anwendung der Blattlaus-Bekämpfungsmittel erfolgt durch Besprühen der Pflanze mit einer wässrig-öligen Lösung. Eine Alternative stellen zum Beispiel Rosenpflaster dar, die um die Stiele gelegt werden und etwa zwei Monate lang einen für Blattläuse tödlichen Wirkstoff an die Pflanze abgeben.

Blattläuse auf natürliche Art bekämpfen

Wenn Sie rechtzeitig erkennen, dass eine Ihrer Pflanzen Blattläusen als Wirt dient, reichen meist noch einfache Hausmittel aus. Blattläuse sind nicht sehr beweglich und robust. Sie können sie daher mit einem kräftigen Wasserstrahl von den Pflanzen entfernen. Genügt dies nicht, kann eine Lauge aus Wasser, einem Esslöffel Schmierseife und einem Esslöffel Spiritus pro Liter Wasser weiterhelfen. Sprühen Sie die von den Blattläusen befallenen Stellen der Pflanzen ein. Ohne Schadstoffe und Tenside vertreibt auch Brennnesselsud Blattläuse. Dazu weichen Sie etwa ein Kilogramm Brennnesseln einen Tag lang in zehn Litern Wasser ein und besprühen die Pflanzen mit dem Sud. Auch eine Lösung mit zehn Tropfen Teebaumöl oder 20 ml Rapsöl pro Liter Wasser sowie ein Sud aus Zwiebelschalen vertreiben Blattläuse.

Marienkäfer lieben Blattläuse – Ameisen auch, aber anders

Marienkäfer haben Blattläuse zum Fressen gern und vertilgen diese in großen Mengen. Dasselbe gilt für Ohrenkneifer, Florfliegen, Blattlausfliegen und einige weitere nützliche Insekten. Larven von Marienkäfern und Florfliegen bietet der Fachhandel bereits als spezielle Züchtungen zur Bekämpfung der Blattläuse an. Setzen Sie diese einfach an den befallenen Pflanzen aus und sie werden die Blattläuse fleißig verzehren. Auch Ameisen lieben Blattläuse, aber sie verzehren sie nicht, sondern melken sie. Da sie zu diesem Zweck auf einen großen Bestand an Blattläusen angewiesen sind, schützen sie die Blattläuse wiederum vor ihren natürlichen Feinden. Sie sollten daher Ameisen ebenfalls von Ihren Pflanzen fernhalten.

Beugen Sie Blattläusen durch eine geschickte Pflanzenkombination vor

Die verschiedenen Blattlausarten mögen einige Pflanzen nicht und halten sich daher von diesen und den benachbarten Pflanzen fern. Pflanzen Sie zum Beispiel Lavendel neben Rosen, wird die Große Rosenblattlaus auch Ihre Rosen nicht mögen. Die Schwarze Bohnenblattlaus mag kein Bohnenkraut, sodass Sie Ihre Bohnen, Kartoffeln und andere Gemüsepflanzen auf diese Weise schützen können. Weitere Pflanzen, die Blattläuse fernhalten, sind

  • Knoblauch
  • Ysop
  • Salbei
  • Thymian
  • Borretsch.
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