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Richtig Hecke schneiden: Das müssen Sie beachten

Eine Hecke im Garten ist der ideale Sicht-, Wind- und Lärmschutz. Darüber hinaus bietet die Hecke gute Verstecke für Vögel und kleinere Tiere wie beispielsweise Igel. Voraussetzung ist, dass die Hecke gepflegt wird.

Das richtige Material ist entscheidend

Wie bei allen Gartenarbeiten ist auch beim Schneiden der Hecke das richtige Werkzeug essenziell.

Bei der Heckenschere haben Sie die Wahl:

  • Mechanische Heckenscheren funktionieren mit reiner Muskelkraft. Sie eignen sich besonders gut, wenn Sie lediglich ein paar Triebe kappen wollen.
  • Elektrische Heckenscheren werden mit einem langen Kabel an die Steckdose angeschlossen. Sie eignen sich für lange und hohe Hecken, da die Handhabung vergleichsweise einfach ist. Darüber hinaus können diese Scheren meist mit einem Stiel verlängert werden, sodass Sie keine zusätzliche Leiter benötigen. Achten Sie immer darauf, dass sich das Kabel in Ihrem Rücken befindet, damit Sie es nicht aus Versehen kappen.
  • Bei weitläufigen Gartengrundstücken ist eine Heckenschere mit Kabeltrommel eher unpraktisch. Hier kommen Motorheckenscheren zum Einsatz. Sie werden ohne Strom mit einer Batterie oder einem Benzingemisch angetrieben. Der große Nachteil: Sie sind deutlich lauter als die anderen Varianten. Ein Gehörschutz ist daher Pflicht.

Je nach Größe der Hecke benötigen Sie zusätzlich eine Leiter, um auch den oberen Rand zu erreichen. Ob bei der Haushaltsleiter mit drei Trittstufen oder bei einem größeren Modell: Achten Sie auf jeden Fall auf einen sicheren Stand. Wackelt die Leiter während des Heckenschnitts, kommt es schnell zu Unfällen.

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Gesetzliche Grundlagen für das Schneiden der Hecke

Sie haben ein paar Stunden Zeit und wollen spontan Ihre Hecke schneiden? Ganz so einfach ist es in Deutschland nicht. Selbst für diese einfache Tätigkeit gibt es gesetzliche Grundlagen. Die Wichtigste: Von März bis September dürfen Hecken und Bäume in der Regel nicht geschnitten werden, da in dieser Zeit Vögel in den Gehölzen brüten. Eine Ausnahme ist der sogenannte Formschnitt. Dabei werden herausgewachsene Triebe gekappt und das ist auch während der Vogelbrutzeit erlaubt. Vergewissern Sie sich vor dem Schnitt, dass es im betroffenen Teil der Hecke tatsächlich keine Vogelnester gibt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Pflanzen und Heckenschnitt?

Die richtige Pflanzzeit hängt von der Art der Heckenpflanzen ab. Laubhecken pflanzen Sie am besten im Oktober, während für Nadelgehölze Ende April oder der Monat August empfohlen werden. Beim Schnitt unterscheidet man zwischen Rückschnitt und Pflanzschnitt.

Beim Rückschnitt wird die Heckenpflanze radikal um rund zwei Drittel gestutzt, was sie zum Austrieb anregen soll. Diese Kur sollte entweder im Winter oder kurz vor dem ersten Ausschlagen im Frühjahr erfolgen. Wer im Winter die Hecke schneiden will, der muss vor allem bei Laubhecken auf die Temperaturen achten. Es sollte nie kälter als minus zwei Grad Celsius sein. Der Grund: Triebe sind im Winter besonders spröde und brüchig. Von dem angerichteten Schaden erholen sich die Hecken auch bei wärmeren Temperaturen nicht mehr.

So paradox es klingt, auch neu gepflanzte Hecken werden radikal beschnitten. In diesem Fall spricht man vom Pflanzschnitt. Damit erreichen Sie von Beginn an einen dichten gleichmäßigen Wuchs ohne unansehnliche kahle Stellen. Besonders bei Hainbuchen-, Weißdorn- und Buchenhecken ist ein solcher Schnitt notwendig. Ein Tipp: Nutzen Sie bei Neupflanzungen Heckenpflanzen mit einem Pflanzballen. Da der Ballen in etwa so groß ist wie der oberirdische Teil der Pflanze, sorgt er für ein sicheres Anwachsen; der Pflanzschnitt ist dann nicht mehr notwendig.

Hecken aus blühenden Sträuchern wie beispielsweise Weigelien, Steinquitten oder die beliebten Forsythien werden gar nicht geschnitten. Sollte dennoch eine Korrektur notwendig sein, weil die Pflanze zu sehr wuchert, holen Sie die Heckenschere am besten erst nach der Blütezeit aus dem Schuppen.

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