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Tulpen sind im Frühlingsgarten ein Hingucker

Mit ihrer fröhlichen Farbenpracht sind Tulpen im Garten die ersten Boten des Frühlings. Sorten gibt es jede Menge, sodass für jeden Garten das Richtige dabei ist. Die Pflege ist einfach und erfordert keine lange Erfahrung.

Vorbereitungen schon im Herbst treffen

Zwar liegt die Blütezeit der Tulpen je nach Sorte in den Monaten März bis Mai, doch die Vorbereitungen für die Tulpenblüte sollten Sie bereits im Herbst treffen. Der Herbst ist die ideale Pflanzzeit für die Blumen, die ursprünglich nicht aus Holland, sondern aus Nordafrika stammen. 150 verschiedene Arten gibt es mittlerweile. Ab September sind die Tulpenzwiebeln erhältlich. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass die Zwiebeln groß genug sind und keine feuchten oder dunklen Stellen aufweisen. Pflanzen Sie die Zwiebeln nach dem Kauf so schnell wie möglich. Wollen Sie die Zwiebeln einlagern, ist dafür ein dunkler, kühler und trockener Ort am besten geeignet. Die beste Pflanzzeit sind die Monate September bis Dezember. Ist der Boden frostfrei, können die Zwiebeln auch noch im Januar gesetzt werden.

Wo stehen Tulpen am liebsten?

Für die üppige Blumenpracht im Frühjahr ist die Wahl des Standortes entscheidend. Tulpen bevorzugen feuchte und besonders humusreiche Böden ohne Staunässe. Wiesen, die regelmäßig unter Wasser stehen, sind daher nicht ideal für Tulpen. Um der Staunässe vorzubeugen, können Sie beim Pflanzen etwas Sand unter die Erde mischen. Damit sich die Zwiebeln optimal entwickeln, suchen Sie am besten einen Standort, der mindestens zwei Stunden Sonne am Tag bietet. Ist dies nicht möglich, fühlen sich die Pflanzen auch im Halbschatten wohl. Besonders wichtig: Am gewählten Standort darf es nicht zu windig sein, da die Stängel sonst zu leicht umknicken.

Haben Sie den richtigen Standort gefunden, pflanzen Sie die Zwiebeln mit einem Abstand von 5 bis 25 Zentimetern in den Boden. Legen Sie die Spitze dabei nach unten in eine Tiefe von 10-15 Zentimetern. Bedecken Sie die Knolle danach locker mit Erde. Als Faustregel für die richtige Pflanztiefe gilt: Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so tief sein, wie die Blumenzwiebel hoch ist. Da die Pflanzen keine Staunässe mögen, sind trockenes Wetter und eine Temperatur von 10 bis 12 Grad optimal für die Pflanzaktion.

Tulpen sind regelmäßig zu gießen

Um sich gut zu entwickeln, benötigen Tulpen viel Wasser. Trotzdem sollten Sie die Blumen natürlich nicht „ertränken“. Achten Sie während der Wachstums- und Blütezeit also darauf, dass der Boden um die Blumenzwiebeln gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass ist. Wie oft Sie die Tulpen gießen müssen, hängt auch von der Jahreszeit, der Witterung und dem Standort ab. Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Pflanzen genug Wasser haben, fühlen Sie einfach mit der Fingerspitze nach.

Düngen: Weniger ist mehr

Bei sehr lockerem und nährstoffreichem Boden ist Dünger nicht notwendig. Wollen Sie der Pflanze dennoch einen kleinen Energiekick verschaffen, gehen Sie sparsam mit dem Dünger um. Am besten eignen sich Hornspäne oder andere organische Dünger wie beispielsweise Komposterde. Unser Tipp: Düngen Sie doch gleich beim Gießen. Dazu füllen Sie die Gießkanne statt mit Regen- oder Leitungswasser mit Wasser aus dem Gartenteich, denn auch das enthält viele Nährstoffe.

Wenn Sie zum Dünger greifen, dann ist das Frühjahr die richtige Zeit. Sobald sich die ersten Blattspitzen zeigen bis zur Blütezeit können Sie regelmäßig ein wenig nachhelfen. Ist die Pflanze verblüht, können Sie den Dünger ganz beruhigt wieder zur Seite stellen.

Verblühte Pflanzen nicht abschneiden

Auch wenn die Tulpen bereits verblüht sind, sollten Sie Stängel und Blätter nicht sofort abschneiden. Der Grund: Beide liefern der Blumenzwiebel noch wichtige Nährstoffe. Diese werden nach der Pflanzenblüte in der Zwiebel eingelagert und sorgen dafür, dass die Knolle den Winter gut übersteht. Entfernen Sie die Blätter also erst, wenn diese wirklich anfangen zu welken. Sind die Blumenzwiebeln tief genug eingegraben, können Sie im Garten dank dieser Nährstoffzufuhr auch problemlos überwintern. Decken Sie die Knollen sicherheitshalber im Herbst noch mit Blättern und Zweigen ab, um einen zusätzlichen Frostschutz zu schaffen.

Wer möchte, der kann die Blumenzwiebeln auch ausgraben und im Haus überwintern. Wichtig: Die Zwiebeln unbedingt an einem kühlen Ort lagern, da die Blumen sonst im nächsten Frühjahr keine Blüten bilden.

MerkmalInfo
Standort Feuchter, humusreicher Boden; mindestens zwei Stunden Sonne am Tag; Halbschatten ebenfalls möglich
Gießen Regelmäßig, so dass der Boden feucht ist; Staunässe vermeiden
Düngen Bei nährstoffreichem Boden gar nicht; sonst nur, wenn sich die ersten Blattspitzen zeigen bis zur Blüte
Blütezeit März bis Mai
Pflanzzeit September bis Januar
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