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Rittersporn – schön und giftig

Der Rittersporn hat zwei Gesichter: Er ist giftig, denn in den Samen werden Alkaloide gebildet. Die gute Nachricht: Schon im Altertum wurde Rittersporn als Arzneipflanze genutzt. Wenn Sie ein paar Tipps beherzigen, bilden die blauen Stauden in Ihrem Garten bald einen schönen Blickfang.

Sonne und Schatten

300 bis 350 unterschiedliche Arten gibt es von der „Giftpflanze des Jahres 2015“ weltweit. Damit er gut gedeiht, benötigt der Rittersporn einen lehmig-sandigen Boden mit Humus und möglichst viel Sonne. Am Fuß des Staudengewächses sollten Sie für Schatten sorgen, damit die Pflanze nicht austrocknet. Bodendecker oder niedrig wachsende Pflanzen sind dafür am besten geeignet. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass die „Schattenpflanzen“ die gleichen Ansprüche an Standort, Dünger und Wasser haben. Damit sich alle Pflanzen gut ausbreiten können, sollten Sie einen Abstand von rund 30 Zentimetern zwischen den verschiedenen Pflanzen einhalten.

Der Rittersporn kann bis zu zwei Meter hochwachsen. Wählen Sie eine windgeschützte Ecke als Standort, da sonst die Stängel sehr leicht abknicken können. Zusätzlich empfiehlt sich eine Unterstützung der Pflanzen durch Stützstäbe oder Spaliere. Das gilt auch für kleinere Arten des Rittersporns, die Sie in Kübeln pflanzen können.

Samen von der Pflanze

Haben Sie Rittersporn im Garten gepflanzt, sät sich die Staude für das nächste Jahr von selbst aus. Da die Rispen meist sehr viele Samen in sich tragen, müssen Sie beim Rückschnitt im Herbst lediglich eine oder zwei Stauden am Stängel belassen. Wollen Sie Rittersporn zum ersten Mal pflanzen, kaufen Sie entsprechende Samen am besten im Baumarkt. Die Aussaat ist von Mai bis September möglich. Die Blütezeit der Staude beginnt, je nach Witterung, im Juni oder Juli. Wenn Sie die Pflanzen nach der ersten Blüte zurückschneiden, ist eine erneute Blüte im September möglich. Diese fällt dann allerdings nicht mehr ganz so üppig aus wie im Sommer.

Ein Tipp: Damit sich die Samen optimal entwickeln, verteilen Sie diese bei der Aussaat nur lose auf der Oberfläche und drücken Sie die Samen ein wenig an. Rittersporne sind sogenannte Lichtkeimer, deshalb dürfen Sie die Samen nicht mit Erde überdecken. Ganz sicher ist es, Rittersporn im Gewächshaus vorzuziehen und die kleinen Pflanzen im Frühjahr ins Beet zu setzen. So gehen die Stauden sicher an.

Rittersporn benötigt reichlich Wasser

Ob im Kübel oder im Gartenbeet – die große Staude ist immer durstig. Vor allem an heißen Tagen im Hochsommer sollten Sie den Rittersporn mindestens zweimal am Tag gießen. Nutzen Sie dafür am besten die frühen Morgen- und Abendstunden, wenn die Sonne nicht mehr ganz so heiß vom Himmel brennt. So kann der Rittersporn das Wasser am besten aufnehmen. Bei Kübelpflanzen darf beim Gießen keine Staunässe entstehen.

Viele Nährstoffe fördern die Entwicklung

Für Entwicklung und Blüte des Rittersporns sind möglichst viele Nährstoffe notwendig. Düngen Sie den humusreichen Boden für den Rittersporn daher mindestens zweimal im Jahr nach. Am besten eignet sich organischer Dünger wie beispielsweise Hornspäne, aber auch Volldünger tut dem Rittersporn gut. Hier können Sie auf die flüssige oder die mineralische Variante zurückgreifen. Unser Tipp: Arbeiten Sie bereits vor der Aussaat Kompost in die Pflanzerde ein. So ist die Erstversorgung schon einmal gesichert. Zwei Drittel des Düngerkontingentes sollten Sie dem Rittersporn im März gönnen, ein weiteres Drittel nach dem Rückschnitt im Sommer. So steckt die Pflanze ihre ganze Kraft ins Wachstum und in die Blütenbildung. Sie erfreuen sich so auch noch im Herbst an einem wunderschönen Blütenmeer im Staudenbeet.

Schädlinge des Rittersporns bekämpfen

Besonders anfällig ist der Rittersporn für Schneckenbefall, denn für die schleimigen Plagegeister ist die Staude eine Delikatesse. Sammeln Sie die Schnecken regelmäßig ab oder setzen Sie auf Giftköder wie beispielsweise Schneckenkorn. Neben den Schnecken kann der Pflanze auch der Mehltau gefährlich werden. Den bekämpfen Sie am besten, indem Sie die Blume alle zwei bis vier Tage mit einer 1:1-Mischung aus Wasser und herkömmlicher H-Milch besprühen.

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