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Lavendel ist ein Alleskönner

Lavendel vertreibt Mücken und andere lästige Plagegeister, sorgt für gute Gerüche im Kleiderschrank und sieht im Garten sehr gut aus. Darüber hinaus ist er besonders genügsam, sodass die Pflege auch ohne „grünen Daumen“ ganz einfach ist.

Sonnig und windgeschützt

So hat es der Lavendel am liebsten, ob im Freilandbeet oder in einem schönen Topf in der Wohnung. Da der Lavendel ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, ist praller Sonnenschein genau das Richtige. Im Haus eignet sich ein Südfenster am besten für den Lavendeltopf, im Garten das sonnigste Südbeet, das Sie finden können. Achten Sie darauf, dass der Standort nicht nur hell, sondern auch windgeschützt ist. Ideal ist beispielsweise ein Platz vor einer Mauer. Hier profitiert der Lavendel zusätzlich von der gespeicherten Wärme, die von der Mauer an die Umgebung abgegeben wird.

Da Lavendel Staunässe nicht besonders gut verträgt, ist eine Hanglage oder ein Hochbeet ebenfalls besonders günstig für die Pflanzen. Überschüssiges Wasser kann so problemlos ablaufen. Aus dem gleichen Grund gedeiht die Pflanze auch auf durchlässigen Bodenstrukturen mit Sand und Kies besonders gut, denn auch hier versickert die Nässe schnell. Bei einem zu feuchten Boden sollten Sie vor dem Pflanzen eine Drainage legen, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann.

Die richtige Pflanzzeit

Stimmt die Temperatur, können Sie den Lavendel ab März in den Garten pflanzen. Manche Lavendelarten können auch im Garten überwintern. Dazu gehört zum Beispiel der „Echte Lavendel“, der auch in der freien Natur vorkommt. Andere Lavendelarten wie

  • Landalula stoechas,
  • Landalula intermedia und
  • Landalula latifolia

sind hingegen sehr frostempfindlich und müssen in der Wohnung überwintern. Am besten graben Sie diese Sorten im Herbst aus und pflanzen sie dann in einen Topf um. Stellen Sie das Gefäß in einen kühlen, sehr hellen Raum wie beispielsweise ein Treppenhaus. Fünf bis zehn Grad sind die optimalen Temperaturen. Wichtig beim Einpflanzen: Verwenden Sie nährstoffarme Erde wie beispielsweise Kräutererde.

Lavendel richtig gießen

Der Lavendel, der von Juni bis August blüht, übersteht auch längere Trockenperioden unbeschadet. Gießen müssen Sie den Lavendel im Garten daher nur bei lang anhaltender Trockenheit. Besonders wenn die Pflanzen bereits angewachsen sind und Wurzeln geschlagen haben, benötigen sie extrem wenig Wasser. Ist Gießen notwendig, erledigen Sie das am besten am frühen Morgen. So hat die Pflanze Gelegenheit, im Laufe des Tages wieder zu trocknen. Selbst dann sollte die Erde immer nur feucht, aber nie richtig nass sein – das gilt übrigens auch für Lavendel in Töpfen. Da der Lavendel in der Wohnung keinen Tau aufnehmen kann, ist eventuell ein etwas kürzeres Gießintervall notwendig.

Bloß keine Nährstoffe

Lavendel ist an nährstoffarmen Boden gewöhnt. Das sollten Sie auch beim Gartenlavendel berücksichtigen. Setzen Sie Dünger nur in Ausnahmefällen ein und dann auch eher wenig als zu viel. Das Düngen sollte einmal im Jahr im Frühjahr erfolgen. Dung, Kompost oder Kalidünger sind die besten Alternativen, da sie besonders arm an Stickstoff sind.

Lavendel regelmäßig beschneiden

Damit Ihr Lavendel jedes Jahr wieder prächtig blüht, sollten Sie ihn regelmäßig beschneiden, da er sonst verholzt. Die beste Zeit dafür ist zwischen dem letzten Frost bis Anfang April und dem ersten Austrieb Mitte Juli bis Anfang August. Im Frühjahr können Sie unbesorgt zwei Drittel des Strauches wegschneiden, im Sommer noch einmal ein Drittel bis zur Hälfte. Je älter Lavendel ist, desto weniger stark muss er beschnitten werden. Wichtig ist der Schnitt besonders bei jungen Pflanzen, damit sie genügend Kraft entwickeln. Achten Sie darauf, dass der Lavendel nicht zu spät im Sommer geschnitten wird, denn dann reift er nicht vollständig aus. Im schlimmsten Fall kann es dann im Winter zu Erfrierungen kommen.

Ein Tipp: Wenn Sie Lavendelsträuße für den Winter trocknen wollen, dann ernten Sie die Pflanzen im vollen Blütenstand. Hängen Sie die Stängel kopfüber an einem luftigen und schattigen Ort auf, hier trocknen sie am besten. Beim Trocknen sollten Sie die pralle Sonne vermeiden. Der Grund: Bei direkter Sonneneinstrahlung verdunsten die wertvollen ätherischen Öle.

MerkmalInfo
Standort sonnig und windgeschützt
Gießen nur bei lang anhaltender Trockenheit; Erde muss feucht, nicht nass sein
Düngen ist nicht notwendig; falls gewünscht, einmal im Frühjar
Blütezeit Juni bis August
Pflanzzeit ab März
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