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Buchsbaum für formvollendete Gärten

Buxus sempervirens, der gewöhnliche Buchsbaum, ist eine beliebte Pflanze für kleine Gartenhecken und als ansehnlich geformter Solitär. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften genießt der Buchsbaum eine lange Tradition insbesondere in den herrschaftlichen Gärten der Schlösser und anderer historischer Gebäude und fand später auch Einzug als typische Beeteinfassung in Bauerngärten. Die Beliebtheit des Buchsbaums ist auf

  • seinen immergrünen Wuchs
  • seine hervorragende Schnittverträglichkeit

zurückzuführen. Ob als Hecke oder Einzelpflanze, der Buchsbaum lässt sich in viele Formen schneiden, ohne dass dabei sein lückenloses grünes Blattwerk beeinträchtigt wird. Buchsbaumhecken sind daher rund, dreieckig, viereckig oder in anderen Variationen geformt. Besonders eindrucksvoll sind die kleinen Kunstwerke aus Buchsbaum in Form von Tieren, Pokalen, Körben und zahlreichen anderen Objekten, die manche Gärten schmücken. Auch zu Pyramiden, Kugeln und Würfeln werden Buchsbäume häufig zugeschnitten.

Die verschiedenen Sorten des Buchsbaums

Da der Buchsbaum bereits eine sehr alte Gartenpflanze ist, bildeten sich im Laufe der Jahrhunderte durch gezielte Züchtungen über 60 verschiedene Sorten für unterschiedliche Einsatzzwecke heraus. Sie unterscheiden sich äußerlich durch Farbe, Größe und Form der Blätter sowie durch die Wuchsform, den Blattabstand und die Wachstumsgeschwindigkeit. Besonders weit verbreitet sind folgende Sorten:

  • die Standardsorte Buxus sempervirens Arborescens mit kräftigen, dunkelgrünen Blättern als Solitärpflanze für den Formschnitt
  • Herrenhausen mit ausgeprägt hellgrünen Blättern ist aufgrund des dichten Wuchses ebenfalls für den Formschnitt geeignet, wegen des niedrigen Wuchses auch für Beeteinfassungen beliebt
  • Buxus Angustifolia ist eine höher wachsende Form des Buchsbaums und kann bis über einen Meter hoch werden. Die Art ist aufgrund des schnellen und dichten Wuchses ideal für den Formschnitt von Solitärpflanzen
  • Buxus Hollandia ist sehr dicht und optimal für Beeteinfassungen, eignet sich aber nicht für den Formschnitt
  • Blauer Heinz ist der Name einer bis zu 50 cm hohen Buchsbaumsorte mit blaugrünen Blättern. Auch diese Sorte bietet sich für Beeteinfassungen an und eignet sich lediglich zum Schnitt kleiner Formen
  • Buxus Rotundifolia ist eine kräftige, dunkelgrüne und hohe Sorte mit einer Höhe bis zu 110 cm, die sich sehr gut für den Formschnitt eignet
  • Buxus Globosa bietet sich aufgrund seines dicht verzweigten Wuchses für mittelhohe Einfassungen bis zu 60 cm Höhe und für Kugelformen an
  • Buxus Suffruticosa ist mit einer Höhe von bis zu 120 cm eine optimale Heckenpflanze und Solitärpflanze für den einfachen Schnitt. Für filigranere Formen sollte die Art aufgrund der großen Triebe nicht verwendet werden.

Pflege für einen kräftigen Wuchs und ein schönes Blätterkleid

Buchsbaum verlangt nicht nach einer umfassenden Pflege. Die Pflanze ist robust und sehr genügsam. Ideale Standorte sind die geschützten Seiten des Gartens. Auf einem kalkhaltigen, lehmigen Boden gedeiht der Buchsbaum besonders gut. Wenn Sie folgende Hinweise beachten, werden Sie lange Freude an Ihren Buchsbaumpflanzen haben:

MerkmalInfo
Standort schattig bis halbschattig, geschützt
Pflanzzeit April/Mai
Blütezeit März – Mai
Gießen regelmäßig und kräftig im Sommer und im Winter, keine Staunässe
Düngen Sparsam im Frühjahr mit speziellem Buchsbaumdünger, Kompost oder Hornspänen

Die Erde sollte gut durchlässig und stets feucht sein. Obwohl der Buchsbaum auch keine großen Ansprüche an seinen Standort stellt, sind ihm halbschattige und schattige Plätze lieber, als die pralle Sonne. In Regionen, die in den Wintermonaten sehr kühl sind, sollten Sie frostresistente Sorten wie

  • Blauer Heinz
  • Handsworthiensis und
  • Herrenhausen

bevorzugen. Je stärker eine Buchsbaumpflanze verholzt ist, umso winterhärter wird sie. Pflanzen, die im Topf wachsen, müssen im Winter vor Frost geschützt werden, indem man sie in einen großen, mit Rindenmulch gefüllten Topf stellt.

Buchsbaum in Form schneiden

Je häufiger Sie Ihre Buchsbaumpflanzen beschneiden, umso kräftiger werden sie. In der Zeit von April bis September können Sie den Schnitt regelmäßig im Abstand von vier Wochen durchführen. Ein häufiger Schnitt verlangt gleichzeitig nach einer guten Wasser- und Nährstoffversorgung, da die Pflanzen die entfernten Blätter schnell ersetzen müssen. Für den Buchsbaumschnitt stehen spezielle Buchsbaumscheren zur Verfügung. Wenn Sie Ihrem Buchsbaum nur eine grobe Form geben wollen, erleichtert eine Akku-Strauchschere den Schnitt. Für eine feinere Formgebung sollten Sie sich jedoch auf die Handschere beschränken. Den Formschnitt können Sie mit Hilfe von Schablonen sehr gut bewältigen. Für eine Kugel genügt zum Beispiel eine selbst gefertigte Schablone aus Pappe, die Sie auf der Grundlage des Durchschnitts Ihrer Pflanze selbst herstellen können. Wenn Sie Ihren Buchsbaum zu aufwendigen Figuren formen möchten, können Ihnen vorgefertigte Drahtfiguren die Arbeit erleichtern. Diese stülpen Sie über den Buchsbaum und schneiden regelmäßig die aus dem Drahtgitter herausragenden Triebe ab.

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