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Kopfsalat – frisch aus dem eigenen Garten

Als Beilage zum deftigen Mittagessen, als Grundlage für ein köstliches Hauptgericht, als wandelbares Mitbringsel auf der Grillparty mit verschiedenen, frischen Dressings: Ein knackfrischer Kopfsalat aus dem Gemüsebeet schmeckt immer wieder gut und ist aus dem eigenen Garten besonders gesund. Sie können ihn leicht selbst anbauen und mit der richtigen Planung vom Frühling bis zum Herbst ernten. Wie Ihnen dies gelingt und was Sie beim Anbau und bei der Pflege von Kopfsalat sonst noch beachten sollten, lesen Sie in diesem Ratgeber. Außerdem finden Sie in diesem Artikel einige Tipps, wie Sie Ihren Salat vor Schnecken schützen – denn diesen kleinen Tieren schmeckt Kopfsalat mindestens genauso gut wie uns Menschen.

Kopfsalat pflanzenein Überblick
Aussaat ab Februar bis Anfang August
Keimtemperatur 15 °C
Pflege gießen, hacken, Unkraut jäten, vor Schnecken schützen
Ernte sechs bis acht Wochen nach der Aussaat

Kopfsalat: kann von Februar bis Anfang August ausgesät werden

Wenn Sie schon im Frühling frischen Salat aus dem Garten essen möchten, säen Sie Ihren Kopfsalat am besten im Februar oder März aus. Den im Februar vorgezogenen Salat können Sie in ein Frühbeet pflanzen, den im März vorgezogenen in den Garten. Wenn Sie es dagegen nicht so eilig haben, warten Sie bis April und säen ihn direkt – ohne Vorziehen – in ein Gemüsebeet. Bei einer frühzeitigen Aussaat im Freiland sollten Sie die Beete jedoch nachts abdecken, denn Kopfsalat benötigt zum Keimen eine Temperatur von 15 °C. Grundsätzlich können Sie diesen Salat aber noch bis Anfang August aussäen. Verwenden Sie hierfür jedoch am besten die Sorten, die speziell für den Anbau im Sommer gezüchtet wurden. Sie schießen nicht so leicht in die Höhe und vertragen die Hitze besser. Falls Ihnen die eigene Aussaat zu aufwendig ist, können Sie aber auch ganz einfach kleine Salatpflänzchen kaufen. Besonders Anfänger können sich so etwas leichter an den Salatanbau heranwagen.

Die Aussaattermine im Überblick:

  • ab Februar Kopfsalat für das Frühbeet oder ein Gewächshaus vorziehen
  • ab März Pflanzen für den Garten vorziehen
  • von April bis Anfang August im Freiland aussäen

Etwas mehr Aufwand bei der Aussaat von Kopfsalat im Gemüsebeet erspart Ihnen das Pikieren

Sie haben im Prinzip zwei Möglichkeiten: Die Samen des Kopfsalats können Sie entweder dünn in Töpfe oder Schalen mit Anzuchterde streuen oder Sie machen sich ein bisschen mehr Arbeit und legen jeweils zwei Samenkörner in einen Topf. Dies ist zwar etwas aufwendiger, hat aber den Vorteil, dass Sie die Jungpflanzen später nicht pikieren, also noch einmal einzeln in kleine Töpfe setzen müssen. Die Samen werden nur leicht mit Erde bedeckt, die in der folgenden Zeit immer leicht feucht bleiben muss. Wie bereits erwähnt, benötigen die Samen zum Keimen auch hier eine Temperatur von etwa 15 °C. Ein kühler und heller Raum oder – bei entsprechend hohen Außentemperaturen – ein Frühbeet sind für das Vorziehen von Kopfsalat daher gut geeignet. Wer ein Gewächshaus sein Eigen nennt, hat hier ebenso einen idealen Platz gefunden. Denken Sie aber daran, dass Kopfsalat nicht sehr lange frisch bleibt. Am besten säen Sie deshalb nicht alle Samen gleichzeitig aus, sondern im Abstand von ein bis zwei Wochen.

Kopfsalat pflanzen – ein sonniger Standort ist ideal

Sind die Pflanzen schließlich kräftig genug, können Sie den Kopfsalat im Gemüsebeet ansetzen. Die einzelnen Salate benötigen untereinander einen Abstand von etwa 25 Zentimetern. Bei mehreren Reihen sollte der Abstand zwischen den Reihen ebenfalls 25 Zentimeter betragen. Beim Setzen ist darauf zu achten, dass sie nicht zu tief eingepflanzt werden dürfen, denn sonst bilden sie später keine Köpfe. Dadurch sehen sie zunächst zwar so aus, als würden sie beim nächsten Windstoß umfallen, ihre Wurzeln sorgen aber bald für den nötigen Halt. Kopfsalat sollte im Gemüsebeet einen möglichst sonnigen Platz bekommen. Ansonsten ist er anspruchslos und wächst auf jedem einigermaßen lockeren und nährstoffreichen Boden.

Schützen Sie jungen Kopfsalat vor Schnecken

Ein großes Problem bei Kopfsalat im Gemüsebeet sind die Nacktschnecken, die über Nacht ein ganzes Beet leer fressen können und sich vor allem gern an den Jungpflanzen vergreifen. Sorgen Sie deshalb für einen guten Schutz, falls es in Ihrem Garten viele Schnecken gibt. Ein Schneckenzaun, den Sie rund um Ihr Beet aufstellen, ist in dieser Hinsicht hilfreich. Falls Sie nicht zu viel Kopfsalat pflanzen, können Sie aber auch jede einzelne Jungpflanze mit einer Haube abdecken. Um es den Schnecken nicht unnötig leicht zu machen, gießen Sie die Beete am besten am Morgen, denn so ist die Erde bis zum Abend, wenn die Schnecken aktiv werden, wieder trocken. Wurde Ihnen von Hobbygärtnern auch schon einmal die viel gerühmte Bierfalle empfohlen? Vorsicht! Sie schießen sich damit leicht ein Eigentor, denn mit ihr locken Sie unter Umständen auch noch die hungrigen Schnecken aus den Gärten Ihrer Nachbarn an.

Mit der richtigen Pflege entstehen schöne Kopfsalate

Kopfsalat braucht insgesamt recht viel Wasser, deshalb müssen Sie vor allem in den Sommermonaten regelmäßig gießen, sofern es nicht regnet. Vermeiden Sie es aber, die Blätter beim Wässern zu befeuchten. Bleiben sie schön trocken, werden sie schön knackig und der gesamte Salatkopf gesund. Außerdem sollten Sie zwischen den Pflanzen regelmäßig hacken, damit die Erde locker bleibt, und das Unkraut entfernen. Eine zusätzliche Düngung ist dagegen nicht nötig, wenn Sie Ihre Gemüsebeete einmal jährlich mit Kompost anreichern. Die Ernte Ihres so gepflegten und gehegten Kopfsalates beginnt sechs bis acht Wochen nach der Aussaat. Wenn Sie von nun an bis August immer wieder nachsäen, können Sie also bis Ende September frischen Salat aus Ihrem eigenen Garten essen. Bei der Ernte schneiden Sie den Salatkopf einfach an seinem Stiel ab oder ziehen ihn mitsamt Wurzeln aus dem Boden.

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