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Zwiebeln im Gewächshaus pflanzen – die Tricks der Profis

Zwiebeln kann grundsätzlich jeder erfolgreich im eigenen Garten im Gewächshaus anbauen. Daher verwundert es wenig, dass die Zwiebel ebenso wie der Porree ein beliebtes Gemüse in so vielen heimischen Beeten ist. Mit unseren Tipps und Tricks gelangen Sie zu einer noch reicheren Ernte.

Zwiebeln pflanzen: Ein Überblick
Aussaat Ab Februar oder März
Stecken März/April oder September/Oktober
Pflege Gießen, Unkraut jäten
Ernte Spätsommer bzw. Frühling/Frühsommer
Lagerung Kühl und dunkel, mehrere Monate

Zwiebel-Sorten

Bei Zwiebeln profitieren Sie von einer großen Sorten-Vielfalt. Diese Sorten sollte jeder kennen:

  • Die Lauch- oder Frühlingszwiebeln; hier bleibt die Knolle eher klein
  • Die Silber- und Perlzwiebeln; eignen sich hervorragend für das Einmachglas
  • Die Schalotten; milder Geschmack
  • Die sehr großen Gemüsezwiebeln
Zwiebeln

Aussaat

Die Aussaat erfolgt am besten im März. Zwiebeln keimen selbst bei niedrigen Temperaturen sogar im Winter. Säen Sie die Samen in Rillen dünn aus und bedecken Sie sie 2 cm mit Erde. Danach müssen Sie das Beet durchgehend feucht halten. Wenn genug Regen fällt, können Sie sich das Gießen sogar sparen. Sobald sich Pflänzchen zeigen, vereinzeln Sie diese auf fünf bis zehn Zentimeter.

Im Gewächshaus pflanzen

Der richtige Zeitpunkt für das Pflanzen der selbst gezogenen Pflanzen oder der bereits fertigen Steckzwiebeln im Garten ist im März und April gekommen. Die Ernte erfolgt hier spät im Sommer. Von Ende August bis Oktober pflanzen Sie die Herbstzwiebeln, die Sie im folgenden Jahr im Frühling oder Sommer ernten.

Wählen Sie einen sonnigen Standort im Gewächshaus mit nährstoffreichem Boden. Halten Sie einen Abstand von 10 cm ein und geben Sie die Steckzwiebeln mit der Spitze nach oben in ein kleines Erdloch, das sie danach wieder mit Erde bedecken.

Pflege

Die Wurzeln der Zwiebeln verlaufen flach direkt unter der Erdoberfläche. Die Verwendung einer Hacke verbietet sich daher. Unkraut sollten Sie besser behutsam mit der Hand entfernen. Vor dem beginnenden Winter sollten Sie das Beet abdecken, um die Zwiebeln zu schützen. Hierfür eignen sich Fichtenzweige.

Zwieblpflanzen

Ernte und Lagerung

Sobald die Blätter der Zwiebeln vertrocknet sind und auf dem Boden liegen, ist die Zeit für die Ernte gekommen. Die Zwiebeln ernten Sie, indem Sie das Gemüse einfach am Laub nach oben aus dem Beet ziehen. Möchten Sie Ihre Zwiebeln nicht sofort verzehren, sondern einen Teil davon einlagern, müssen Sie die Zwiebeln zuerst trocknen. Die Lagerung erfolgt dann in einer einfachen Holzkiste im Keller. Sie können die Zwiebeln auch zu Zöpfen flechten und aufhängen. An einem dunklen und kühlen Ort können Sie Ihre Zwiebeln aus dem eigenen Anbau im Garten problemlos über mehrere Monate lagern. So haben Sie immer frische Zwiebeln vorrätig.

Bewässerung und Düngung

Die Zwiebeln benötigen eine regelmäßige Bewässerung. Achten Sie jedoch darauf, den Boden nicht zu nass werden zu lassen. Steht das Wasser, können die Wurzeln faulen. Haben sich die Pflanzen spätestens im August entwickelt, stellen Sie die Bewässerung ein.

Die Zwiebeln benötigen keine speziellen Düngemittel. Wenn Sie den Boden im Gewächshaus regelmäßig mit Kompost anreichern, ist das vollkommen ausreichend.

Schädlinge

Zwiebeln können von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Problematisch sind für das Gemüse vor allem der Falsche Mehltau und die Zwiebelfliege:

  • Falscher Mehltau: Der Falsche Mehltau befällt Zwiebeln relativ häufig. Er zeigt sich in verfärbtem Laub. Zuerst sterben die Blätter ab, dann verlangsamt sich das Knollenwachstum. Gerade bei feuchten und kühlen Bedingungen breitet sich der Falsche Mehltau aus. Pflanzen Sie am besten gleich resistente Sorten. Ansonsten sollten Sie den Abstand zwischen den Pflanzen vergrößern.
  • Zwiebelfliege: Die Zwiebelfliege legt Eier an die Wurzeln der Zwiebeln und schädigt diese. Als Gegenmaßnahme bieten sich Schutznetze an, die Sie über das Beet spannen. Das ist gerade in der Zeit der Aussaat und danach wichtig.