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Holzspalter: Typen, Leistungsmerkmale, Sicherheit

Auch wenn das Holzhacken per Hand oft als eine gute sportliche Betätigung angesehen wird, ist das Spalten von größeren Holzmengen auf diese Weise doch sehr mühsam und zeitaufwendig. Holzspalter stellen gegenüber Axt und Spaltkeil eine große Arbeitserleichterung dar. Wo liegen die weiteren Vorteile von Holzspaltern und welche Typen gibt es? Wie hoch sollten Spaltkraft und Spaltlänge sein?

Vorteile von Holzspaltern

  • Die Arbeitsgeschwindigkeit mit Holzspaltern ist meist höher als beim Hacken per Hand.
  • Holzspalter sind für trockenes und feuchtes Holz geeignet.
  • Mit leistungsfähigen Holzspaltern können Sie auch dickere Stämme spalten, die sonst nur zeitaufwendig mit Spaltkeilen zerlegt werden können.
  • Die Bedienung von Holzspaltern ist relativ einfach und moderne Geräte bergen ein geringes Verletzungsrisiko.
  • Holzspalter schonen Rücken und Gelenke.
  • Elektrische Holzspalter verursachen meist weniger Lärm als das Hacken per Hand.

Wichtige Leistungsdaten von Holzspaltern

  • Spaltkraft: Die Spaltkraft, oft auch Spaltdruck genannt, wird in Tonnen angegeben und bezeichnet den maximalen Spaltdruck, den das Gerät aufbauen kann. Zum Zerlegen von Weichholz wie Fichte, Birke oder Kiefer ist eine Spaltkraft von ca. 6 Tonnen ausreichend. Für Hartholz wie Eiche oder Buche sollten Sie einen Holzspalter mit mindestens 8 Tonnen Spaltkraft wählen.
  • Spaltlänge: Wollen Sie lange Holzstücke zerlegen, sollten Sie sich für ein Gerät mit möglichst hoher Spaltlänge entscheiden. Die maximale Spaltlänge oder Astlänge gibt an, wie lang Holzstämme und Äste maximal sein dürfen, um noch in den Spalter zu passen. Profigeräte weisen Spaltlängen von über 1 m auf. Wenn Sie Ihr Holz nur für einen kleinen Ofen oder offenen Kamin benötigen, sind meist Spaltlängen von unter 50 cm ausreichend. Große Spaltlängen haben beim Spalten kurzer Scheite den Nachteil, dass die langen Rücklaufzeiten des Spaltwerkzeugs die Spaltzeit deutlich verlängern. Bei einigen Holzspaltern lässt sich der Zylinderhub und damit die Spaltlänge einstellen und so optimal an die gewünschte Holzlänge anpassen.
  • Spaltdurchmesser: Der Spaltdurchmesser gibt an, welchen maximalen Stamm- oder Astdurchmesser das Gerät zerlegen kann. Ein maximaler Spaltdurchmesser von 25 bis 30 cm ist bei Einstiegsgeräten üblich. Profigeräte können bis zu 40 cm dicke Stämme spalten.

Elektro-, Benzin- oder Zapfwellenantrieb?

Neben der Spaltkraft und der Spaltlänge unterscheiden sich die Typen von Holzspaltern vor allem in der Antriebsart:

  • Elektroantrieb: Der Elektroantrieb ist die häufigste Antriebsart für Holzspalter, die für den privaten bzw. semiprofessionellen Einsatz konzipiert sind. Elektromotoren sind sehr leise und verursachen keine Abgase. Allerdings benötigen einige Elektro-Holzspalter Drehstrom und die Geräte sind wegen der Abhängigkeit vom Stromanschluss nicht so mobil einsetzbar wie Spalter mit Benzinantrieb.
  • Benzinantrieb: Mit einem Verbrennungsmotor sind Sie mit Ihrem Holzspalter sehr mobil und können diesen auch dort einsetzen, wo kein Stromanschluss zur Verfügung steht. Nachteile von Verbrennungsmotoren sind die Lärm- und Abgasemissionen.
  • Zapfwellenantrieb: Wenn Sie über einen Traktor verfügen, können Sie auch Holzspalter verwenden, die über eine Zapfwelle angetrieben werden. Diese Spalter verfügen meist über eine relativ hohe Spaltkraft. Allerdings benötigen Holzspalter und Traktor relativ viel Platz und der Dauerlärm und die Abgase des Traktors könnten für Nachbarn störend sein. Der Zapfwellenantrieb eignet sich daher eher für den direkten Einsatz im Wald.

Spalten mit Hydraulik, Gewindestangen oder Kegel?

Die meisten modernen Holzspalter übertragen die Kraft des Motors auf das Spaltwerkzeug mit einer Hydraulik. Diese funktioniert mit Hydrauliköl, das von dem Motor des Spalters unter sehr hohen Druck gesetzt wird. Die Vorteile von hydraulischen Spaltern liegen in der hohen Spaltkraft und der relativ geringen Störanfälligkeit. Bei sehr preisgünstigen Holzspaltern erfolgt die Kraftübertragung meist mit Gewindestangen. Mit jenen lassen sich nur relativ niedrige Spaltkräfte aufbauen. Als veraltet gilt inzwischen das Spalten mit einem rotierenden Kegel, in den ein Gewinde geschnitten ist. Der Antrieb des Kegels erfolgt direkt über eine Zapfwelle. Kegelspalter bergen ein sehr hohes Verletzungsrisiko.

Bauformen: horizontal, vertikal

Das Spaltwerkzeug von Holzspaltern kann sich entweder horizontal oder vertikal bewegen. Horizontal arbeitende Geräte zeichnen sich durch ihre kompakte Bauform und das niedrige Gewicht aus. Allerdings können Horizontal-Spalter nur Stämme mit relativ niedriger Länge und geringem Durchmesser zerlegen. Vertikal-Spalter sind bauartbedingt relativ hoch, sodass die Geräte zum Beispiel nicht in allen Garagen oder Schuppen eingesetzt werden können. Dafür sind Sie mit Vertikal-Spaltern in der Lage, auch dicke und lange Stämme zu zerlegen.

Sicherheitshinweise

Tragen Sie bei der Arbeit mit Holzspaltern stets Schutzbrille, Schutzhelm und Sicherheitsschuhe. Bei einigen Geräten ist auch ein Gehörschutz sinnvoll. Holzspalter sind kein Spielzeug für Kinder und sollten niemals unbeaufsichtigt sein. Das Querspalten von Holz erhöht die Gefahr von umherfliegenden Splittern.

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