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Motorbetriebene Heckenscheren – wahre Arbeitsentlastung

Motorbetriebene Heckenscheren sind in verschiedenen Größen und Leistungsklassen erhältlich. Haben die unterschiedlichen Arten (Benzin, Elektro, Akku) der Scheren spezifische Vor- und Nachteile? Welche Schnittlänge und Schnittstärke ist für welchen Zweck empfehlenswert? Unser Ratgeber bringt Licht in den Heckenscherendschungel.

Arten von Heckenscheren: Benzin, Elektro oder Akku?

Die Arbeit mit motorbetriebenen Heckenscheren stellt gerade bei größeren Hecken eine große Arbeitsentlastung gegenüber mechanischen Scheren dar. Neben der Leistung, der Messerart und der Schnittlänge sollten Sie beim Kauf einer Heckenschere die für Sie und Ihren Garten passende Antriebsart wählen:

  • Benzin-Heckenscheren: Heckenscheren mit Benzinmotor erreichen im Vergleich zu Elektro- und Akku-Heckenscheren vielfach eine höhere Leistung. Außerdem sind Sie mit Benzin-Heckenscheren deutlich mobiler als mit einer kabelgebundenen Elektro-Heckenschere. Nachteile von Benzin-Heckenscheren sind ihr hohes Gewicht, die Abgas- und Lärmemissionen sowie der höhere Wartungsaufwand. Viele Benzin-Heckenscheren werden von Zweitaktmotoren angetrieben, die ein Benzin-Ölgemisch als Kraftstoff benötigen. Diese Motoren weisen eine kompakte und robuste Bauart auf. Allerdings sind Schadstoffausstoß und Lärmemissionen von Zweitaktmotoren meist hoch. Mit Viertaktmotoren betriebene Heckenscheren sind deutlich leiser, umweltfreundlicher und verbrauchen weniger Benzin. Außerdem können diese mit normalem Benzin betrieben werden. Benzin-Heckenscheren eignen sich besonders für den professionellen Einsatz im Garten- und Landschaftsbau.
  • Elektro-Heckenscheren: Elektro-Heckenscheren sind kabelgebunden und werden von einem Elektromotor angetrieben. Die Motorleistung liegt vielfach über der von Akku-Heckenscheren. Elektro-Heckenscheren sind meist leichter als benzin- oder akkubetriebene Geräte und der Wartungsaufwand ist relativ gering. Ihr Nachbar wird sich auch über die im Vergleich zu benzingetriebenen Scheren deutlich geringeren Schallemissionen freuen. Allerdings ist auch das Betriebsgeräusch der meisten Elektro-Heckenscheren deutlich über die Grundstücksgrenzen wahrnehmbar. Ein Nachteil von Elektro-Heckenscheren ist die eingeschränkte Mobilität, die durch die Kabellänge bzw. die Länge des Verlängerungskabels bestimmt wird. Außerdem ist das Kabel beim Schneiden oft im Weg. Elektro-Heckenscheren sind gut für den heimischen Garten oder einen Schrebergarten mit Stromanschluss geeignet.
  • Akku-Heckenscheren: Elektrische Heckenscheren mit einem Akku können mit einer hohen Mobilität und einem gegenüber Benzin-Heckenscheren geringeren Gewicht punkten. Die Leistung der Geräte reicht allerdings oft nicht an leistungsstarke Elektro- oder Benzin-Heckenscheren heran, sodass es bei dickeren Ästen an Büschen und Hecken zu Problemen kommen kann. Außerdem ist die Akkulaufzeit der Geräte und damit die Arbeitsdauer begrenzt. In jedem Fall sollten Sie beim Kauf einer Akku-Heckenschere auf einen leistungsfähigen Lithium-Ionen-Akku setzen. Diese lassen je nach Gerät eine Arbeitsdauer von ca. 40 bis 50 Minuten zu. Das Aufladen des Akkus benötigt bei den meisten Geräten zwischen 1 und 3 Stunden. Die Anschaffung eines Ersatzakkus ist also sehr sinnvoll.

Heckenscheren – auf welche Leistungsdaten kommt es an?

Beim Kauf einer Heckenschere sollten Sie auf die folgenden wichtigen Leistungsdaten achten:

  • Schnittlänge: Die Schnittlänge gibt an, auf welcher Länge bzw. Tiefe die Schere schneiden kann. Die Schnittlänge ist übrigens nicht identisch mit der Schwertlänge der Geräte, da nicht die gesamte Schwertlänge zum Schneiden zur Verfügung steht. Schnittlängen bis 25 cm eignen sich besonders gut für schwer zugängliche Stellen an Hecken und Büschen sowie für den Feinschnitt von Buchsbäumen. Bei größeren Schnittlängen von über 40 cm steigt die Arbeitsleistung stark an. Das ist besonders bei großen und tiefen Hecken vorteilhaft. Allerdings sinkt bei hohen Schnittlängen die Handlichkeit und das Gewicht der Geräte steigt.
  • Schnittstärke: Die Schnittstärke gibt an, wie lang die Messer am Schwert der Heckenschere sind. Generell können bei höheren Schnittstärken auch dickere Äste durchtrennt werden. Allerdings ist die Schnittstärke keinesfalls mit der maximal zu schneidenden Astdicke gleichzusetzen. Gängige Schnittstärken sind zum Beispiel 15, 20 oder 30 mm.
  • Messerabstand: Der Messerabstand gibt an, wie weit die einzelnen Messer am Schwert voneinander entfernt liegen. Ein großer Messerabstand in Verbindung mit einer großen Schnittstärke und einer hohen Motorleistung sorgt meist auch bei dickeren Ästen für eine gute Schnittleistung.
  • Motorleistung: Die Motorleistung der Heckenschere ist neben der Schnittstärke eine der wichtigsten Leistungsdaten. Hohe Schnittstärken und ein großer Messerabstand helfen Ihnen wenig, wenn der Motor schon bei etwas robusteren Hecken aufgibt. Für den Kleingärtner genügen meist Geräte mit einer Motorleistung von 400 bis 500 Watt. Für Profis sind Geräte ab einer Leistung von ca. 650 Watt bzw. 0,65 kW empfehlenswert.

Welche Messerart ist zu empfehlen?

Heckenscheren verfügen entweder über einfach gegenläufige oder doppelt gegenläufige Messer. Geräte mit einfach gegenläufigen Messern weisen nur einen beweglichen Messerbalken auf und sind oft günstig in der Anschaffung. Bei doppelt gegenläufigen Messern sind zwei bewegliche Messerbalken vorhanden. Dies erhöht die Feinheit des Schnitts.

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