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Gartenhaus gegen Sturmschäden rüsten

Nach den lauen Sommerabenden im Garten beginnt mit dem Herbst die windige Jahreszeit, gefolgt von schweren Winterstürmen. Nutzen Sie die folgenden Tipps, damit Ihr vorhandenes oder geplantes Gartenhaus auch starken Sturmböen unbeschadet übersteht.

Vorab: Das Holz vor der Witterung schützen

Wind und Wetter belasten Naturholz stark. Das Material kann sich verziehen, aufquellen, spröde werden und schneller verrotten. Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Imprägnierung besonders wichtig. Damit ist das Holz langfristig gegen Wind, Hitze, Kälte, Frost und Feuchtigkeit geschützt.

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Mehr Stabilität mit Sturmwinkeln

Ein solides Fundament bildet die Basis für ein sturmfestes Gartenhaus. Setzen Sie mindestens in allen vier Ecken einen Sturmwinkel, auf diese Weise erhöhen Sie die Sicherheit bei extremem Wetter. Die Winkel befestigen Sie wahlweise innen oder außen, an der Boden- oder Fundamentplatte.

Weitere Stabilisierung mithilfe von Sturmleisten

Gartenhausdach

Bei einem Gartenhaus-Bausatz werden die Blockbohlen meist einfach ohne weitere Befestigung aufeinander gesteckt. Bei einem starken Sturm besteht die Gefahr, dass der Wind die Konstruktion lockert. Im Extremfall kann sogar ein Teil Ihres Gartenhauses abheben – mit den entsprechenden Schäden und Folgekosten. Mehr Stabilität schaffen Sie mit sogenannten Sturmleisten, über die eine Verbindung der untersten mit der obersten Blockbohle hergestellt wird. Die Sturmleisten bringen Sie an allen vier Ecken an, lassen einen Abstand zu den Fußleisten und ziehen die Muttern nur handfest an. Achten Sie auf keine zu starre Befestigung.

Hinweis: Ziehen Sie die Schrauben anfangs nur handfest an, damit das Holz weiterhin arbeiten kann. Erst, wenn sich das neue Gartenhaus gesetzt hat, stellen Sie die Schrauben der Sturmleisten passend nach.

Noch mehr Sicherheit mit einem Windverankerungs-Set

Gartenmöbel-Sturm

Wohnen Sie in einer besonders windigen Region, sollten Sie Ihr Gartenhaus perfekt gegen Sturmschäden rüsten. Bringen Sie zusätzlich zu den Sturmwinkeln und Sturmleisten ein Windverankerungs-Set an, dadurch wird die gesamte Konstruktion stabiler. Bohlen können bei stürmischen Winden nicht auseinandergehen, das Set stellt die feste Verbindung sicher. Solch ein Set besteht in der Regel aus vier Gewindestangen, die mit speziellen Metallwinkeln und Spannungsfedern montiert werden.

Gewindestangen bei massiven Gartenhäusern

Bei Gartenhäusern mit einer Wandstärke ab 50 Millimetern lohnt sich zusätzlich die Integration von Gewindestangen. Die einzelnen Bohlen erhalten entsprechende Bohrungen und die Gewindestangen lassen sich beim Zusammenstecken leicht nutzen. Die Bohlen können bei einem schweren Sturm nicht auseinanderdriften und die Sicherheit ist erhöht.

Stützpfosten für Gartenhäuser mit Vordach

Große Gartenhäuser mit Vordach bieten starkem Wind eine besonders große Angriffsfläche, gravierende Sturmschäden sind möglich. Zusätzliche Stützpfosten erhöhen die Sicherheit, wobei die H-Bodenanker einbetoniert werden. Ein Punktfundament eignet sich ideal.

Tipp: Sichern Sie die Dachkonstruktion mit ausreichend Schrauben und Nägeln ab. Ursache für die meisten Sturmschäden ist Pfusch bei der Dachkonstruktion. Ein Blechdach oder Bitumen-Dachschindeln gelten als besonders wetterfest.

Sturmschäden am Gartenhaus und die Versicherung

Gartenhaus-Sturm

Gartenhausbesitzer müssen ihr Haus nicht nur vor schlechtem Wetter schützen, auch Einbrüche, Diebstahl, Blitz, Hagel und Vandalismus sind je nach Lage und Standort zu befürchten. In Kleingartenanlagen kommt es immer wieder zu Serieneinbrüchen, meist außerhalb der Saison.

Eins vorweg: Die Wohngebäudeversicherung zahlt Sturmschäden erst ab einer Windstärke von 8 Beaufort (62 bis 74 km/h) – wenn Schäden durch Hagel und Sturm in die Police mit aufgenommen wurden. In der Wohngebäudeversicherung sind Nebengebäude wie die Garage oder das Gartenhaus auf dem gleichen Grundstück mitversichert – wenn Sie in der Police erwähnt werden! Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Sie jetzt ein Gartenhaus auf Ihrem Grundstück bauen möchten und der Vertrag längst abgeschlossen ist. Sorgen Sie in jedem Fall für eine spezielle Vereinbarung, um späteren Problemen vorzubeugen.

Sie müssen die Windstärke nicht selbst messen, es genügt sich beim Wetterdienst zu informieren. Schäden müssen Sie der Versicherung unverzüglich melden und sich dann weiter kümmern, es gilt die Schadenminderungspflicht. Bei einem Loch im Dach müssen Sie dieses also umgehend provisorisch abdecken, für Folgeschäden durch eindringendes Regenwasser kommt die Versicherung sonst nicht auf.

Hinweis: Die Hausratversicherung übernimmt Schäden an der Einrichtung im Haupthaus, beispielsweise nach einem Blitzeinschlag. Gegenstände, die draußen auf der Terrasse oder in der Nähe vom Gartenhaus stehen, sind durch die Hausratversicherung jedoch nicht versichert.

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