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Gartenhaus streichen: Mit Strategie zum perfekten Anstrich

Möchten Sie Ihr Gartenhaus streichen, um die Haltbarkeit zu verlängern? Oder soll Ihr Häuschen im neuen Glanz erstrahlen? Ganz gleich, ob Sie sich für eine Lasur, eine deckende Wetterschutzfarbe oder einen Buntlack entscheiden – hier wird Schritt für Schritt erklärt, worauf es ankommt. Mit der richtigen Farbe und passendem Werkzeug verwandeln Sie Ihr Gartenhaus in ein wahres Schmuckstück.
Holz gehört nicht nur im Innenbereich zu den beliebten Werkstoffen. Gartenfreunde, die sich für ein Holzhaus entscheiden, wissen die natürliche Oberflächenbeschaffenheit und die vielen warmen Farbtöne zu schätzen. Damit Sie über viele Jahre Freude daran haben, lohnt es sich, Holz nachhaltig vor Feuchtigkeit, UV-Strahlen und anderen Umwelteinflüssen zu schützen. Bevor Sie sich an die Arbeit machen, sollten Sie überlegen, wie Sie Holz bearbeiten möchten, damit es auch optisch zu Ihren Vorstellungen passt.

1. Schritt: Vorbereitungen

Warten Sie trockenes Wetter ab, bevor Sie Ihr Gartenhaus streichen. Verschaffen Sie sich Platz, bevor Sie mit den Vorarbeiten an Ihrem Gartenhaus starten. Binden Sie Sträucher zurück, befreien Sie das Holz mit einer Stielspachtel oder Drahtbürste von Kletterpflanzen und sorgen Sie in Bodennähe dafür, dass weder Gras noch Steine Ihr Tätigkeitsfeld beeinträchtigen. Legen Sie nun Abdeckfolie oder Abdeckpapier rund um Ihr Gartenhaus, um Verunreinigungen durch Farbspritzer auf Platten zu vermeiden.
Stellen Sie sich außerdem für schlecht zugängliche Bereiche entweder eine Haushaltsleiter oder eine kurze Anlegeleiter bereit. Vergewissern Sie sich frühzeitig, dass der Untergrund Standsicherheit bietet, bevor Sie ausgerüstet mit Topf und Pinsel in luftiger Höhe agieren. Als besonders praktisch erweist sich auch ein Eimerhaken. Hängen Sie das Gebinde einfach an. So haben Sie eine Hand frei, um Ihre Sicherheit auf der Leiter zu gewährleisten.

2. Schritt: Untergrund schleifen

Dann falten Sie einen Bogen Schleifpapier mit grober Körnung zu einem handlichen Format und beginnen mit dem Schleifen in Maserrichtung dort, wo es Unebenheiten oder verkrustete Verschmutzungen gibt. Harz entfernen Sie mit Lappen und Terpentin. Für glatte Flächen an Ihrem Gartenhaus verwenden Sie feines Schleifpapier. Danach fegen Sie den Schleifstaub mit einem Malerbesen oder einem handelsüblichen Handfeger ab, um für einen sauberen Untergrund zu sorgen.
Grundsätzlich gilt: Je trockener und staubfreier das zu behandelnde Material ist, desto besser haftet der Anstrich. Bei stark saugenden Hölzern bietet eine Holzschutzgrundierung die ideale Basis für den darauf folgenden Anstrich. Beachten Sie jedoch, dass viele hochwertige Holzschutzfarben keinen Voranstrich benötigen. Anders verhält es sich bei deckenden Anstrichen mit Acrylfarbe. Wer sich einen Arbeitsgang ersparen möchte, verwendet einen modernen 2-in-1-Lack.

3. Schritt: Anstrich

Haben Sie Ihre Farbe bereitgestellt, rühren Sie sie nun gut mit einem Rührholz auf, bis eine gleichmäßige Konsistenz entsteht. Damit wird auch erreicht, dass sich die Farbpigmente gut verteilen. Füllen Sie nun Farbe in ein Gefäß mit Henkel und besteigen, ausgestattet mit einem Flächen-, Rund- oder Heizkörperpinsel die Leiter. Ihr Geschick und persönliche Vorlieben entscheiden über die Wahl. Grundsätzlich gilt bei einem Anstrich, oben zu beginnen. Streichen Sie zuerst auf einem überschaubaren Bereich Ecken und Kanten.

Beginnen Sie dann damit, die Flächen zuzustreichen. Zunächst ist es erlaubt, auch kreuz und quer die Farbe zu verteilen, um danach gleichmäßig von oben nach unten für einen perfekten Farbverlauf zu sorgen. Aber Achtung: Bei starker Sonneneinstrahlung sollten Sie auf diese Weise kleine Flächen bearbeiten, um Ansätze durch schnell trocknendes Anstrichmaterial zu verhindern. Gehören Sie zu den erfahrenen Heimwerkern, ist auch der Einsatz einer mittelgroßen Farbrolle möglich. Für alle anderen eignen sich mittelbreite Flächenpinsel, um ansatzfrei und ohne Spritzer für einen ansprechenden Farbauftrag zu sorgen. Arbeiten Sie sich nun um Ihr Gartenhaus herum und kontrollieren Sie zwischendurch immer mal wieder, ob insbesondere an Vorsprüngen Läufer zu entdecken sind. Diese beseitigen Sie mit einem leichten Pinselstrich und achten gleichzeitig darauf, dass Sie Ansätze vermeiden.

Im Zweifelsfall gehen Sie nochmals leicht mit dem Pinsel über die Fläche, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Etwas anspruchsvoller gestaltet sich das Streichen von Fenstern. Ungeübte Hobbymaler kleben im Vorfeld die Scheiben mit Malerkrepp ab, das sich später rückstandslos entfernen lässt. Gleiches gilt beim Türgriff, Beleuchtungen und Dingen, die nicht gestrichen werden sollen. Ansonsten leistet ein weicher Baumwolllappen wertvolle Dienste, ein kleines Malheur sofort zu beseitigen. Sollten Sie sich für einen Vorstrich oder eine Holzschutzgrundierung entscheiden, kommt es auf den Trockenprozess an. Viele Farben sind heute schnell trocknend, wobei auch die Witterung Einfluss auf das Ergebnis nimmt. Spezielle Lasuren lassen sogar einen Nass- in-Nass-Anstrich zu. Hierfür lohnt sich ein Blick auf die Gebrauchsanweisung.

Haben Sie sich rund um Ihr Gartenhaus vorgearbeitet, sollten Sie einen letzten Kontrollgang durchführen, bevor Sie Ihre Arbeit beenden. Jetzt ist es Zeit, Fehlstellen auszubessern. Insbesondere am Giebel eines Satteldachs oder anderen schwer zugänglichen Bereichen wird schnell etwas übersehen. Sind Sie mit Ihrem Werk zufrieden, entfernen Sie Abdeckfolie und Malerkrepp. Jetzt heißt es nur noch, sich am schönen Anblick Ihres in neuem Glanz erstrahlenden Gartenhauses zu freuen.

Material- und Werkzeugliste für den perfekten Anstrich

Klicken Sie sich auf hagebau.at durch und wählen Sie zwischen:

  • einer Holzschutzlasur in farblos und ansprechenden Holzfarben, um die natürliche Holzmaserung zu betonen
  • hochwertigen Wetterschutzfarben in hochelastischer Qualität, speziell für den Schutz von Laub- und Nadelhölzern
  • Holzölen für den Außenbereich als Allwetterschutz mit tiefenwirksamer Pflege
  • Klarlack in seidenmatt oder hochglänzend
  • Holzschutzgrundierung mit atmungsaktiver Struktur zur Verbesserung der Haltbarkeit von Folgeanstrichen

Möchten Sie Ihr Gartenhaus mit einem farbigen Anstrich zum Blickfang machen, haben Sie die Wahl zwischen

  • Buntlack in zahlreichen Farben als wasserbasierter Acryllack
  • Weißlack in unterschiedlichen Glanzstufen

Ihre individuellen Ansprüche entscheiden über die Wahl des Anstrichs, mit dem Sie für Schutz und eine ansprechende Optik sorgen. Für welches Anstrichmittel Sie sich auch entscheiden, auf Ihre Einkaufsliste gehören in jedem Falle auch folgende Streichwerkzeuge und Hilfsmittel:

  • Schleifpapier in feiner und grober Körnung für die Vorbehandlung von Holz und alten Lackschichten
  • Pinsel (Produkte vorhanden, aber keine Kategorie) in unterschiedlichen Ausführungen, wahlweise mit Acryl- und Naturborsten
  • Staubbesen
  • Gefäße
  • Rührholz
  • Lappen
  • Stielspachtel
  • Drahtbürste
  • Terpentin
  • Leiter und Eimerhaken
  • Abdeckfolie
  • Malerkrepp
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