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Gartenhausbau: Diese Fehler sind vermeidbar

Bausätze für den Selbstaufbau tragen zu wachsender Beliebtheit von Holz-Gartenhäusern bei. Die kleinen Holzhäuser sind optisch oft äußerst attraktiv, immer aber sehr praktisch. Sie bieten Platz für Gartengeräte, Grill und vieles mehr. Über den praktischen Nutzen hinaus sind insbesondere größere Gartenhäuser beliebt als Party- oder Hobbyraum. Dank mitgelieferter Bauanleitung ist der Aufbau eines Bausatz-Gartenhauses mithilfe einiger Freunde auch für Laien möglich. Für geübte Heimwerker ist es eine spannende Herausforderung, ein Gartenhaus selbst zu entwerfen und nach eigenen Vorstellungen zu bauen. Dabei kommt es jedoch häufig zu denselben ärgerlichen Fehlern, die Sie vermeiden sollten.

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1. Baugenehmigung vergessen

Die Ursache für den häufigsten Fehler beim Gartenhausbau ist auf die Vorbereitung zurückzuführen. Das Baugenehmigungsrecht ist in den Bundesländern unterschiedlich, sodass Sie sich vorab beim örtlichen Bauordnungsamt erkundigen sollten, wie groß Ihr Gartenhaus höchstens sein darf, damit Sie keine Baugenehmigung benötigen. Unabhängig von der Baugenehmigung kann auch eine Einmessungspflicht bestehen. Auch dazu kann Ihnen das Bauordnungsamt nützliche Hinweise geben.

2. Das Fundament passt nicht

Heimwerker vergessen oft, dass auch ein Holzhaus ein Fundament benötigt oder sie legen das Fundament falsch an. Doch das Fundament ist die Basis Ihres Gartenhauses und trägt daher entscheidend zu einer sicheren Statik bei. Selbst ein kleiner Geräteschuppen benötigt einen sicheren Untergrund und daher zumindest ein festes Plattenfundament im Kiesbett. Für den sicheren Stand größerer Gartenhäuser sind Streifenfundamente, Punktfundamente oder eine Fundamentplatte aus Beton unvermeidlich. Streifen- und Punktfundamente sollten mindestens eine Breite von 30 und eine Tiefe von 80 Zentimetern haben und müssen sich exakt an den Belastungspunkten oder unter den Außenwänden befinden,

3. Das Holz ist minderwertig

Schon kurz nach der Fertigstellung des Gartenhauses zeigen sich erste Risse im Holz oder die Bohlen beginnen, sich zu verdrehen. Derartige Fehler im Holz können schon sehr früh den Bestand des Hauses gefährden. Auch diesen häufigen Fehler vermeiden Sie bereits bei der Auswahl des Gartenhauses oder der Holzsorte für Ihr selbst geplantes Gartenhaus. Das Holz muss gut getrocknet sein, bevor Sie es einsetzen. Qualitativ hochwertig ist langsam gewachsenes Fichtenholz aus nordischen Anbaugebieten.

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4. Das Holz ist nicht richtig geschützt

Holz ist ein Naturprodukt und reagiert daher auf Umwelteinflüsse. Damit das Holz sich nicht verzieht, nicht fault und keinen Schimmel ansetzt, benötigt es bereits in der Aufbauphase einen schützenden Anstrich. Ob Sie Lasur oder eine deckende Farbe bevorzugen, bleibt Ihrer persönlichen Vorliebe überlassen. Wichtig ist jedoch, dass Sie zum optimalen Schutz ein Produkt für den Außenbereich wählen. Wenn Sie die Bohlen bereits vor dem Aufbau streichen, sind sie von Beginn an rundum geschützt.

5. Regelmäßige Pflege außer Acht gelassen

Trotz des Schutzanstrichs beim Aufbau zeigen sich nach einigen Jahren Risse? Dann haben Sie es vielleicht versäumt, den Holzschutz rechtzeitig aufzufrischen. Abhängig von der Qualität der Farbe, mit der Sie Ihr Haus beim Aufbau behandeln, muss nach spätestens fünf bis zehn Jahren ein erneuter Anstrich erfolgen.

6. Das Dach ist undicht

Ein dichtes Dach gehört zu den fundamentalen Eigenschaften eines Gartenhauses. Es reicht daher nicht aus, einfach herkömmliche Dachbretter zu verwenden. Das Dach muss mindestens mit Dachpappe geschützt sein. Noch sicherer ist der Schutz mit darüber aufgebrachte Bitumen-Dachschindeln.

7. Einsturzgefahr! Wenn die Statik nicht beachtet wird

Sie haben das Dach umweltfreundlich gestaltet und nun droht das Haus einzustürzen? Nicht jedes Gartenhaus ist für eine große Dachbelastung geeignet. Bevor Sie das Dach begrünen oder eine kleine Fotovoltaikanlage installieren, müssen Sie unbedingt die Statik des Hauses beachten.

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8. Kein Strom im Gartenhaus

Licht und eine Steckdose im Gartenhaus sind hilfreich, vor allem, wenn Sie es nicht nur zum Lagern von Gartengeräten nutzen möchten. Auch ein Wasseranschluss erhöht den Komfort im Gartenhaus. Achten Sie daher bereits beim Aufbau auf die fachgerechte Strom- und Wasserinstallation.

9. Einbruchschutz vergessen

Einbrecher bahnen sich leider den Weg auch in gut gesicherte Gärten. Sie sollten daher von Beginn an ein sicheres Schloss für Ihr Gartenhaus einplanen.

10. Das Haus ist nicht versichert

Sturmschäden oder ein Brand können Ihr Gartenhaus vollständig zerstören und auch ein Einbruch kann einen hohen Schaden nach sich ziehen. Diese Schäden erstattet Ihnen die Hausratversicherung oder die Gebäudeversicherung Ihres Wohnhauses, wenn sich das Gartenhaus auf demselben Grundstück befindet und Sie es beim Versicherer anmelden.

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