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Kleiner Garten ganz groß – Kleingarten gestalten

Um den eigenen Garten in eine grüne Oase der Ruhe zu verwandeln und frische Luft zu tanken, ist keine riesige Fläche notwendig. Auch aus dem Kleingarten in der Stadt lässt sich mit geschickter Planung ein ländliches Idyll zaubern. Lesen Sie hier, wie Sie den Platz in Ihrem Garten optimal ausnutzen.

Ohne Planung geht es nicht

Ob Sie mit einer Computersoftware oder Papier und Bleistift an die Gartengestaltung herangehen, ist allein Ihrem Geschmack überlassen. Setzen Sie sich zunächst einmal hin und überlegen Sie, was Ihnen im Garten wichtig ist: Eine Spielecke mit Sandkasten für die Kinder? Eine gemütliche Sitzgruppe für die Grillpartys mit Freunden? Eine farbenfrohe Blumenwiese oder ein schöner Teich, bei dessen Anblick Sie zur Ruhe kommen? So wissen Sie vorab schon, ob und wie Sie den Garten sinnvoll unterteilen können.

Als nächstes planen Sie die Details. Typische Gärten in dicht bebauten Wohngegenden sind oft lang und schmal. Engen Sie den Garten nicht durch üppige Hecken weiter ein. Besser sind schmale Sichtschutzwände, vor die Sie einzelne Stauden pflanzen. Rankende Pflanzen wie Efeu hüllen die Sichtschutzwand in sattes Grün und verstärken den Eindruck einer grünen Oase. Führen Sie einen Gartenweg in einem S-förmigen Bogen durch den langen schmalen Garten, um Unterteilungen zu schaffen. Im ersten Bogen kann die Sitzecke Platz finden, der zweite Bogen lockert den Garten mit einer Rasenfläche auf und im dritten Bogen kommt ein kleiner Gartenteich oder Sandkasten wunderbar zur Geltung.

Optische Tricks und Sichtachsen einsetzen

Gartenweg Wegplatten

Ist der Garten eher kurz und dafür breit, verlängern Sie ihn mit einem optischen Trick – zum Beispiel indem Sie die Längsachse betonen. Dazu legen Sie den Gartenweg in der Mitte schnurgerade an und lassen ihn zum Ende hin immer schmaler werden und auslaufen. Praktisch in einem breiten Garten ist die Einrichtung zweier kleiner Terrassen an den Seiten. Diese sind weniger raumfüllend als ein großer Sitzbereich und bieten Ihnen zugleich den Vorteil, dass Sie je nach Stand der Sonne die Seite wechseln können.

Einen quadratischen Garten unterteilen Sie am besten mit einem diagonal verlaufenden Gartenweg. Dieser darf sich ruhig ein wenig schlängeln und muss nicht wie mit dem Lineal gezogen verlaufen. Um die räumliche Trennung zwischen verschiedenen Gartenabschnitten zu verstärken, können Sie hohe Gräser entlang des Gartenwegs anpflanzen oder kleine, von zwei oder drei Sträuchern umgebene Ruheoasen schaffen.

Gartenteich im Kleingarten: ja oder nein?

Wasser kann Ihren Kleingarten einerseits optisch vergrößern, andererseits aber auch enger wirken lassen. Achten Sie auf die optimale Form für den Teich: Ein eher breiter oder kurzer Garten gewinnt durch einen schmalen Teich in der Mitte etwas Länge. Fassen Sie den Teich mit einer steinernen Umrandung ein, die Sie mit kleinen Blumentöpfen und wenigen ausgesuchten Dekoartikeln verschönern. Abends tauchen Windlichter und Solarleuchten auf der Umrandung Ihren Garten in sanftes Licht.

In einem langen schlauchartigen Garten, den Sie mit einem S-förmigen Weg unterteilt haben, kann ein runder oder ovaler Gartenteich in einem Bogen Platz finden. Gestalten Sie ihn mit Steinen und Gräsern am Rand oder als japanischen Teich mit Kois. Denken Sie aber auch daran, dass der idyllische Teich neue Mitbewohner wie Stechmücken oder Frösche anlocken könnte

Eine gute Alternative zum klassischen Gartenteich sind praktische und platzsparende Hochteiche. Diese lassen sich auch gut mithilfe eines alten Fasses oder einer alten Blechwanne selbst anlegen. Gut gepflegt und mit ausgewogenen Wasserwerten lassen sich hierin sogar kleine Goldfische halten. Ein Blickfänger sind diese Mini-Teiche auf alle Fälle!

Gemüse und Obst im Kleingarten anpflanzen

Spalier mit Gemüsepflanzen

Immer mehr Menschen entdecken die Lust am Anbau von frischem Gemüse und saftigem sonnengereiften Obst für sich. Selbst gezüchtetes Gemüse ist obendrein garantiert „Bio“, da Sie ganz genau wissen, dass es nicht mit Pestiziden und Kunstdünger behandelt ist. Möchten Sie im eigenen Kleingarten Gemüse und Obst anbauen, sollten Sie auch hier vorab sorgfältig planen. Verwandeln Sie den Garten komplett in ein Gemüsebeet, wirkt er schnell überladen. Legen Sie lieber zwei oder drei kleine Beete an, die Sie mit einer hölzernen Einfassung zusätzlich optisch trennen. Die hölzerne Umrandung erfüllt übrigens einen weiteren wichtigen Zweck: Sie schützt Ihre zarten Pflänzchen vor Nacktschnecken.

Hochbeete dürfen ebenfalls nicht fehlen

Gemüsebeet als Hochbeet

Außer regulären Beeten können Sie auch eigene Hochbeete anlegen, die mit Grünschnitt, Ästen, Laub und Kompost gefüllt werden, ehe Sie als oberste Schicht reguläre Erde einfüllen. Hochbeete ersparen Ihnen das oft schmerzhafte längere Bücken beim Unkraut jäten, säen, pflanzen der Setzlinge und bei der Ernte. Die dekorativen Holzbeete platzieren Sie dann ganz nach Belieben im Kleingarten und haben an vielen Ecken eine wundervolle Blütenpracht. Auch ein Gemüsegarten lässt sich wunderbar in einem Hochbeet anlegen und ist zudem durch die angenehme Höhe sehr pflegeleicht. Hochbeete lassen sich leicht aus alten Brettern oder Paletten selbst herstellen.

Obstbäume: Kindheitserinnerungen im eigenen Garten

Apfelbaum Obstbaum

Sie lieben nichts so sehr wie frische Kirschen oder denken gerne an den Apfelbaum im Garten des Elternhauses zurück, in den Sie als Kind so gerne geklettert sind? Pflanzen Sie ruhig einen Obstbaum im Garten, aber denken Sie daran, dass das kleine Bäumchen irgendwann sehr groß wird. Steht es mitten im Garten, spendet es dafür nach einigen Jahren herrlichen Schatten. Verstehen Sie sich gut mit Ihrem Nachbarn, sprechen Sie mit ihm darüber, den Baum am Rand zwischen beiden Grundstücken zu pflanzen. So profitieren beide von den Früchten und alle Parteien freuen sich über einen tollen Obstbaum – ohne, dafür viel Fläche einplanen zu müssen.

Ansonsten setzen Sie auch gerne auf Spalierobst: Äpfel, Birnen, Weintrauben oder Brombeeren ranken sich an einem Spalier oder Gitter empor, das zum Beispiel an der Sichtschutzwand im Garten oder an der Hauswand befestigt ist.

Die Auswahl der Pflanzen für den Kleingarten

Auch wenn ein dicht bewachsener Garten auf Bildern ganz idyllisch wirkt, sollten Sie bei der Planung die Regel „weniger ist mehr“ beachten. Üppig sprießende blühende Büsche, Sträucher, Gräser und Blumen führen schnell dazu, dass der Garten überladen aussieht.

Setzen Sie lieber auf einen gepflegten Rasen, der an den Seiten von blühenden Blumen und grünen Büschen umgeben ist. Oder Sie entscheiden sich für verschiedene „Inseln“ mit Grünpflanzen, die den Garten weiter optisch unterteilen.

Gerade in kleinen Gärten sollten Sie die Höhe der Gewächse mit einbeziehen: Rankende Pflanzen wie Efeu, Clematis und Kletterrosen verwandeln triste Hauswände in ein grünes Paradies. Im Trend liegen sogenannte vertikale Gärten: Dazu verwenden Sie spezielle Wandtaschen oder hängen Blumentöpfe in unterschiedlicher Höhe auf. Wechseln Sie Grünpflanzen oder Gräser mit einer bunt blühenden Blume wie dem Purpurglöckchen (Heuchera) oder der rotblühenden Spornblume ab – so setzen Sie gekonnt einige Farbtupfer.

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Möchten Sie im Garten von zarten Düften umgeben sein? Wählen Sie intensiv duftende blühende Pflanzen wie Nelken, Maiglöckchen, Flieder und Rosen für den Garten.

Helle Pflanzen nach vorne bitte!

Blütenmeer aus Stauden

Die Tricks der Landschaftsgestalter zur optischen Erweiterung eines kleinen Gartens spielen auch bei der Auswahl der Pflanzen eine große Rolle. Pflanzen Sie dunkelgrüne Sträucher an das hintere Ende des Gartens und hellgrüne Pflanzen nach vorne: Dadurch wirkt der Garten optisch gleich größer. Spielen Sie auch mit der Perspektive, indem Sie Bäumchen in den vorderen Gartenteil pflanzen und kleinere Sträucher in die hinteren Bereiche.

Ein häufiger Impuls beim Gärtnern ist es, typische Zierpflanzen wie Tulpen, Narzissen und Dahlien vorne in den Garten zu setzen, wo sie direkt gesehen werden. Dies führt jedoch auch dazu, dass diese intensiven Farben direkt den Blick auf sich lenken und den Garten enger wirken lassen.

Pflanzen Sie Blumen in kräftigen Farben daher eher an das Ende des Gartens. Weiße oder pastellfarbene Blühpflanzen dürfen hingegen überall gerne zum Einsatz kommen. Es bietet sich zum Beispiel gut an, weißes luftiges Schleierkraut in die vorderen Bereiche des Gartens zu pflanzen und Tulpen oder Rosen in verschiedenen Rottönen in den hinteren Bereich des Gartens.

Sitzplätze im kleinen Garten richtig anordnen

Gartenmöbel-set

Überlegen Sie zunächst, welchen Zweck Ihre Sitzplätze in erster Linie erfüllen sollen: Nutzen Sie vielleicht häufig eine Sonnenliege, die anschließend zusammengeklappt im Gartenhäuschen verschwindet? Sitzen Sie im Garten auch gerne mit Freunden gesellig zusammen? Oder suchen Sie einen gemütlichen Rückzugsort vom Alltagsstress für sich alleine?

Möchten Sie vor allem Gäste empfangen, planen Sie mit entsprechend viel Platz. Für eine Sitzgruppe mit sechs Stühlen und einem Tisch müssen etwa zwölf Quadratmeter einkalkuliert werden. Im Idealfall nutzen Sie dazu die Terrasse, wo der Weg in die Küche kurz ist und die Hauswände ein wenig vor Wind und Wetter schützen.

Soll eine neue Sitzecke im Garten eingerichtet werden, wählen Sie am besten einen Bereich, der von dichten Büschen umgeben ist. So haben Sie einen ganz natürlichen Sichtschutz. Ein Sonnenschirm ist ebenfalls gut geeignet, um zusätzliche Privatsphäre zu schaffen.

Als Unterlage für die Sitzecke sind große Stein- oder Holzplatten ideal. Stehen Tisch und Stühle direkt auf dem Rasen, kann es am späten Abend oder nach einem Regenschauer unangenehm feucht werden. Holzlatten aus Teak erzeugen nicht zuletzt ein herrlich mediterranes Flair im Kleingarten.

Zwei Quadratmeter Paradies

Sitzgruppe im Garten

Möchten Sie für sich selbst einen kleinen Rückzugsort anlegen, greifen Sie zur Pergola als Raumteiler: Umgeben von duftigen romantischen Kletterrosen verbringen Sie erholsame Stunden auf einem bequemen Liegestuhl oder in einer Hängematte – einfach herrlich entspannend. Alternativ stellen Sie einen kleinen Tisch mit zwei Stühlen in Ihre Sitzecke – ideal für lange Gespräche mit der besten Freundin oder für ein romantisches Abendessen zu zweit an einem lauen Sommerabend. Nostalgiker greifen zu schmiedeeisernen Gartenmöbeln, die einem impressionistischen Gemälde entsprungen sein könnten. Wollen Sie vor allem bequem sitzen, wählen Sie eher Rattan- oder Polyrattanmöbel.

Achten Sie bei der Wahl des Standortes der Sitzgruppe auf die Sonne: Möchten Sie abends nach einem stressigen Arbeitstag mit Musik und einem Glas Wein in der Abendsonne entspannen, sollte die Sitzecke beispielsweise in südwestliche Richtung ausgerichtet sein. Freuen Sie sich auf lange entspannte Sonntagsfrühstücke in der Sonne, richten Sie die Sitzecke nach Osten aus.



Unsere Urban Gardening Beratungs-Serie

Urban Gardening lässt sich etwa mit „Gärtnern in der Stadt“ übersetzen. Und genau darum geht es in unserer neuen Beratungsreihe! Sie wohnen in der Stadt und möchten trotzdem einen grünen Rückzugsort für sich kreieren? Ob sie einen kleinen Garten im Hinterhof haben, oder auch nur einen Balkon an der Straße- mit unseren Tipps erschaffen Sie sich trotzdem eine kleine grüne Oase der Ruhe! Schauen Sie sich ruhig unsere anderen Beratungsthemen an:

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