Hagebau.at verwendet Cookies um ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Wenn Sie hagebau.at nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Kampf dem Wildwuchs: Unkraut im Rasen richtig entfernen

Es ist der Albtraum jedes Rasenbesitzers: Auf dem wunderschönen sattgrünen Zierrasen sprießen ungebetene Gäste wie Weißklee, Löwenzahn oder Gänseblümchen. Wer seinen Garten nicht ohnehin gerade in eine wilde Wiese als Biotop verwandeln möchte, ist gezwungen, den Eindringlingen den Kampf anzusagen. Bleibt dies aus, verbreiten sich die Pflanzen immer weiter, bis vom eigentlichen Rasen nichts mehr zu sehen ist.

Woher kommt das Unkraut?

Ehe es daran geht, das Unkraut im Rasen richtig zu entfernen, sollten Sie sich einige Gedanken über den Ursprung machen. Sicher, Sie wissen, dass auch Wildpflanzen wie Löwenzahn und Klee im Frühling ihre Samen durch die Luft verbreiten und sich überall niederlassen können. Doch warum ist Zierrasen scheinbar überdurchschnittlich häufig von Unkrautbefall betroffen?
Der Hauptgrund ist meist minderwertiges Gras. Setzen Sie auf sorgfältig zusammengestelltes und hochwertiges Saatgut, wenn Sie einen Rasen anlegen. Gute Rasengräser müssen eine dichte Grasnarbe bilden, die den Eindringlingen keine Chance gibt. Billigmischungen neigen dagegen schneller zum Verkrauten und sind auch nicht so widerstandsfähig. Da sich laut Darwin immer der Stärkere in der Natur durchsetzt, ist dies dann das Unkraut, das obendrein mit weniger Nährstoffen auskommt.

Folgende Faktoren begünstigen das Sprießen von Unkraut:

  • Nährstoffmangel durch unzureichendes Düngen
  • Unzureichende Bewässerung vor allem in regenlosen Phasen
  • Zu tief gemähter Rasen (mindestens 4 cm), sodass Sonnenlicht das Unkraut erreicht und zum Wachstum anregt.

Das Unkraut im Rasen richtig entfernen

Unkraut stechen

Sind alle Bedingungen für einen gesunden Rasen gegeben, geht es daran, das vorhandene Unkraut im Rasen richtig zu entfernen. Dazu verwenden Sie am besten einen chemischen Unkrautvernichter mit Wirkstoffen wie Dicamba und MCPA, der gezielt die zweikeimblättrigen Unkrautpflanzen angreift. Da Rasengräser zu den einkeimblättrigen Pflanzen gehören, werden sie dadurch nicht beschädigt.
Besonders lästig sind Unkräuter wie Giersch, die unter der Erde Wurzeln bilden und den Rasengräsern regelrecht die Luft abschnüren. Gegen sogenanntes wurzeltiefes Unkraut sind spezielle Mittel erhältlich, die tief in die Erde eindringen. Dabei sind sie selbstverständlich biologisch abbaubar und richten keinen Schaden an.
Eine andere Methode, um einzeln wachsenden Unkräutern wie Löwenzahn Herr zu werden, sind spezielle Unkrautstecher. Diese dringen mit ihren Klingen tief in das Erdreich ein und ziehen das Unkraut mitsamt seiner Wurzeln aus dem Boden. Viele Unkrautstecher verfügen über einen langen Griff, sodass Sie bequem und rückenschonend im Stehen arbeiten können.

Der richtige Einsatz von Unkrautvernichtern

Achten Sie auf den bestmöglichen Zeitpunkt um das Unkraut im Rasen richtig zu entfernen. Der Boden darf nicht zu trocken sein. Wässern Sie Ihren Rasen gegebenenfalls am Vortag gründlich oder warten Sie, bis es geregnet hat. In diesem Fall dürfen Sie jedoch erst mit dem Einsatz des Unkrautvernichters beginnen, wenn das Gras trocken ist. Halten Sie auch den Wetterbericht im Auge: Regnet es kurz nach Versprühen des Herbizids, wird es wieder von den Gräsern abgewaschen und bleibt wirkungslos. Da die Wirkstoffe des Unkrautvernichters über die Blätter aufgenommen werden, sollten Rasen und Unkraut relativ großflächig sein – d. h., der Rasen sollte nicht frisch gemäht sein. Ärgern Sie sich beim Rasenmähen über neu entdecktes Unkraut, warten Sie lieber noch zwei-drei Wochen, bis Sie mit der Unkrautvernichtung beginnen. In der Zwischenzeit können Sie Ihren Rasen noch einmal mit Dünger stärken.

Unkrautspray

Für die Verteilung des Herbizids können Sie eine Gießkanne oder eine Autopumpe verwenden, die Sie auf dem Rücken tragen. Diese verbreiten einen feineren Sprühnebel, der gut für größere befallene Flächen geeignet ist. Handelt es sich lediglich um einige kleine Stellen, ist die Gießkanne sinnvoller. Es wird anschließend etwa einen Monat dauern, bis das Unkraut abgestorben ist und Lücken im Gras auftreten. Diese können Sie nun etwas auflockern und frischen Rasensamen nachsähen. Um zu verhindern, dass sich neues Unkraut ansiedelt, denken Sie daran, Ihren Rasen regelmäßig zu düngen und zu wässern. Dazu sollten Sie ihm zweimal jährlich mit einem Vertikutierer Luft zum Atmen verschaffen. So hat Unkraut keine Chance mehr!

© hagebau.at 2016 – hagebaumarkt Österreich