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Von Abgasen bis zu verletzten Zehen: 9 Gefahren beim Rasenmähen

Ein hübsch getrimmter Rasen ist die Zierde für jedes Grundstück. In den letzten Jahren haben insbesondere die batteriebetriebenen Gartengeräte das Mähen zwischendurch noch komfortabler gemacht. Einen Akku-Rasenmäher müssen Sie weder mit Benzin befüllen, noch beim Mähen auf das Stromkabel achten. Die handlichen Rasentrimmer mit Akku-Betrieb nehmen es jetzt auch mit kleinsten Grünflächen auf. Egal welchen Rasenmäher Sie einsetzen, sollten Sie sich jedoch mit möglichen Gefahrensituationen vertraut machen. Denn Unfälle mit Rasenmähern sind leider keine Seltenheit und gehen oft sogar blutig aus. Wir zeigen Ihnen die neun häufigsten Gefahren beim Rasenmähen und wie man sie vermeidet.

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Eins: Vor der Reinigung den Netzstecker ziehen!

Zu den Gefahrenquellen beim Rasenmähen gehört die falsch durchgeführte Reinigung. Der Mäher sollte mindestens einmal im Jahr gereinigt werden. Häufig muss man auch zwischendurch die Grasreste entfernen. Vorher müssen Sie das Gerät aber zwingend vom Stromnetz trennen. Bei einem Benzinrasenmäher zieht man das Zündkerzenkabel ab und kippt das Gerät dann auf die Seite mit dem Vergaser, damit das Benzin nicht abläuft. Die Grasreste und Schmutz können Sie mit einer Bürste entfernen. Zur feinen Reinigung des Schneidwerkzeugs eignet sich ein Lappen. Tragen Sie zur Reinigung geeignete Arbeitshandschuhe. Wird der Rasenmäher während der Reinigung ungewollt eingeschaltet, droht der schmerzhafte Verlust von einem oder mehreren Fingern. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass sich der Rasenmäher während der Reinigung nicht in Betrieb nehmen lässt.

Zwei: Schutz für die Zehen

Schutz für die Zehen

Beim Rasenmähen drohen auch schmerzhafte Verletzungen an den Zehen. Das gilt insbesondere für das Mähen an einem Hang. Auch wenn Sie beim Rasenmähen ungewollt stürzen, könnten Ihre Füße plötzlich unter den Mäher geraten. Diese Situation lässt sich auch bei großer Vorsicht nicht gänzlich ausschließen. Dennoch können Sie das Gefahrenpotenzial mit stabilen Schuhen minimieren. Tragen Sie beim Rasenmähen also immer festes Schuhwerk, das die Zehen schützt und Ihnen auf dem Untergrund zudem einen festen Halt bietet.
Modische Sandalen oder Zehentrenner eignen sich auch im Sommer grundsätzlich nicht zum Rasenmähen. Einen optimalen Schutz für die Füße bieten hier spezielle Arbeits- oder Sicherheitsschuhe mit einem integrierten Zehenschutz. Diese Arbeitsschuhe sind in vielen Ausführungen, beispielsweise aus Leder mit einer Kappe aus Kunststoff, erhältlich.

Drei: nicht rückwärts Rasenmähen

Gehen Sie beim Rasenmäher immer vorwärts und ziehen Sie das Gerät keinesfalls beim Rückwärtsgehen in die Körperrichtung. Das Rückwärtsgehen beim Mähen ist besonders riskant, wenn der Rasen leicht abschüssig ist. Dann könnte der Rasenmäher in einem Moment der Unaufmerksamkeit oder bei einem Sturz über die Füße rollen. Bewegen Sie sich beim Rasenmähen also immer vorwärts. Wenn Sie sich vorwärtsbewegen, mähen Sie den Rasen zudem viel komfortabler. Fahren Sie das zu mähende Rasenstück einfach in Bahnen ab und achten Sie darauf, den Mäher immer vorwärts zu bewegen.

Vier: Gefahr für Kinder und Haustiere

Rasenmäher

Moderne Rasenmäher gelten als relativ sicher. Das gilt allerdings nur dann, wenn beim Mähen die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Achten Sie darauf, dass beim Rasenmähen keine Kinder auf dem Rasen spielen. Das gilt auch für Haustiere, die sich während des Rasenmähens nicht auf dem Rasen aufhalten dürfen.

Auch wenn die meisten Hunde und Katzen vor einem lauten Rasenmäher schnell Reißaus nehmen, kann das scharfe Schneidwerkzeug für sie zu einer Gefahr werden. Auch beim Einsatz von Mährobotern sollten sich Kinder und Haustiere nicht auf dem Rasen aufhalten. Achten Sie auch darauf, den Rasenmäher für Kinder unzugänglich abzustellen. Schließen Sie das Gerät am besten in einen Geräteschuppen ein.

Fünf: Hanglagen und unebenes Gelände

Während das Rasenmähen auf ebenen Flächen leicht von der Hand geht, stellen Hanglagen und hügelige Rasenflächen häufig eine besondere Herausforderung dar. Ein Mäher mit nur moderater Leistung ist hier völlig überfordert. Greifen Sie gleich zu einem Benzinrasenmäher mit Radantrieb. Diese Rasenmäher nehmen es auch mit unebenen Rasenflächen auf. Achten Sie beim Mähen darauf, die Fläche immer quer zum Hang hin zu bearbeiten. Dabei bleibt der Rasenmäher optimal unter Kontrolle. Außerdem vermeiden Sie Gefahrensituationen, bei denen der Mäher über die Füße rollen könnte.

Sechs: Vorsicht vor defekten Kabeln

Rasenmäher Kabel

Die klassischen Elektro-Rasenmäher haben einen entscheidenden Nachteil: ihr Kabel ist häufig im Weg. Rollt der Rasenmäher im Betrieb über das Stromkabel, dann wird es in der Regel zerschnitten. Wurde das Kabel des Rasenmähers dennoch zerschnitten, dann lassen Sie die Reparatur am besten von einem Fachmann durchführen. Infrage kommen hier Elektriker und Unternehmen, die Reparaturen von Gartengeräten anbieten. Es lohnt sich nicht, das zerschnittene Kabel vom Rasenmäher selber zu flicken. Für einen Elektro-Rasenmäher sind spezielle Kabel für den Außenbereich erforderlich, die auch für Nässe geeignet sind.

Sieben: Rasen vor dem Mähen säubern

Eine häufig vernachlässigte Gefahr geht beim Rasenmähen von herumliegenden Ästen aus. Wenn kleine Äste oder Tannenzapfen in den Rasenmäher geraten, sind Schäden am Schneidwerkzeug vorprogrammiert. Eine Gefahr geht auch von herumfliegenden Teilen aus, die sich beim Zerschreddern der Äste bilden. Diese kleinen Teilchen von Ästen oder Tannenzapfen können gefährlich spitz sein und werden damit zur Gefahr für die Augen oder die Haut. Sammeln Sie den Rasen vor dem Mähen also am besten ab. Eine Grundreinigung schont das Schneidwerkzeug und verhindert herumfliegende Teilchen. Natürlich können Sie beim Rasenmähen auch eine Schutzbrillen tragen. Eine solche Brille bewahrt die Augen nicht nur vor spitzen Teilchen aus Holz, sondern auch vor herumfliegenden Steinen.

Acht: Gefahrenpotenzial nicht unterschätzen!

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Rasenmähen und erledigen Sie die Gartenarbeit nicht in Hektik. Denn viele Unfälle bei der Gartenarbeit passieren schlichtweg aus Unaufmerksamkeit. Führen Sie die Gartenarbeiten immer ganz in Ruhe und vor allem, konzentriert aus. Die so selbstverständlich erscheinende Gartenarbeit birgt nämlich tatsächlich ein gewisses Gefahrenpotenzial: immerhin 7.000 Unfälle passieren jährlich mit Rasenmähern. Gefährdet sind dabei besonders die Finger.
Bei jedem dritten Unfall im Garten sind die Finger betroffen. Schwerwiegende Unfälle können hier insbesondere mit den Schneidwerkzeugen von Rasenmähern passieren. Meistens geraten Finger bei der Reinigung in die messerscharfen Werkzeuge. Aus diesem Grund müssen Sie das Gartengerät vor dem Reinigen immer außer Betrieb nehmen. Lassen Sie sich Zeit und machen Sie den Rasenmäher ganz in Ruhe für die neue Gartensaison fit. Auch vor dem Winter ist eine gründliche Reinigung empfehlenswert.

Neun: Rasenmäher regelmäßig warten

Vor und nach der Gartensaison sollten Sie Ihrem Rasenmäher eine gründliche Reinigung gönnen. Säubern Sie das Schneidwerkzeug mit einer Bürste und anschließend mit einem Lappen. Der Fangkorb lässt sich am besten mit einem Wasserstrahl von Grasresten befreien. Vor dem Überwintern müssen Sie den Tank Ihres Benzin-Rasenmähers komplett entleeren.
Bei Modellen mit einem Elektrostarter können Sie die Batterie für eine optimale Langzeithaltbarkeit abklemmen. Die empfindlichen Akkus von Rasenmähern sollten über den Winter immer an einem frostfreien Ort aufbewahrt werden.

Vorteile von akkubetriebenen Rasenmähern und Rasentrimmern

Heute schwören immer mehr Gartenfreunde auf Gartengeräte mit Akku-Betrieb. Auch Rasenmäher werden mittlerweile von leistungsstarken Akkus angetrieben. Diese Gartengeräte kommen ganz ohne Benzinfüllung und ohne einen Stromanschluss aus. Auch größere Flächen wie ein Rasen mit 300 Quadratmetern lassen sich mit leistungsstarken Akku-Rasenmähern bezwingen. Die neuen Akku-Rasenmäher sind mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet und haben eine Ladezustandsanzeige.
Eine unbeabsichtigte Selbstentladung oder der für Akkus typische Memory-Effekt ist bei hochwertigen Gartengeräten nicht zu befürchten. Für sehr kleine Rasenflächen benötigen Sie nicht unbedingt einen klassischen Akku- oder Elektro-Rasenmäher: Ein handlicher Trimmer tut es hier ebenfalls. Diese Akku-Rasentrimmer zeichnen sich durch ein geringes Gewicht aus und sind eine gute Wahl für alle Eigenheimbesitzer mit einem kleinen Vorgarten. Sie können einen solchen Rasentrimmer auch für schwer zugängliche Gartenflächen mit verwinkelten Beeten und speziell für saubere Rasenkanten verwenden.

Tipps für den perfekten Rasen

Leuchtend grün, perfekt getrimmt und saftig soll er aussehen – der perfekte Rasen. Ein gepflegter Rasen ist jedoch kein Kunststück, sondern lässt sich mit etwas Mühe nahezu überall verwirklichen. Um richtig gut auszusehen, benötigt ein Rasen dabei vor allem eines: einen regelmäßigen Schnitt. Die Anschaffung eines hochwertigen Rasenmähers lohnt sich also in jedem Fall. Als Grundregel gilt hier ein regelmäßiger Schnitt, wobei der Rasen aber immer nur minimal gekürzt wird. Die unteren zwei Drittel des Rasens sollten beim Mähen immer stehen bleiben. Beachten Sie jedoch, dass der Rasen nach dem Winter immer eine Weile braucht, um wieder zu wachsen. Im Sommer sollten die Halme dann aber möglichst regelmäßig geschnitten werden. Die optimale Wuchshöhe für einen Rasen liegt zwischen drei und fünf Zentimetern. Gönnen Sie Ihrem Rasen auch dreimal jährlich eine kräftigende Kur mit Dünger und düngen Sie im Frühjahr, im Juni und dann noch einmal im August.

Wenn sich zwischen den Halmen mit der Zeit immer mehr Moos bildet, hat der Boden vermutlich zu wenig Nährstoffe oder einen schlechten pH-Wert. Auch ein zu tief gemähter Rasen neigt zur Bildung von Moos. Als natürlicher Helfer gegen die Bildung und Ausbreitung von Moos hat sich hier Sand bewährt, der dabei behilflich ist, den Rasen zu belüften. Unschön ist auch der sogenannte Rasenfilz, eine Schicht, die meistens aus Resten vom Mähen und Unkraut besteht. Unter einem starken Rasenfilz sterben die zierlichen Halme nach und nach ab. Der Rasen wird dann immer unansehnlicher und muss irgendwann komplett erneuert werden. Gegen Rasenfilz ist aber ein Kraut gewachsen: der Vertikulierer. Das handliche Gerät rumpft abgestorbene Halme und Moos aus dem Rasen. Dabei öffnet der Vertikulierer den Boden, sodass wieder ausreichend Nährstoffe bis zu den Wurzeln vordringen können. Zum Vertikulieren eignet sich das Frühjahr, da sich das Gras zu dieser Zeit gut regeneriert. Nach dem Vertikulieren können Sie den Rasen auch direkt düngen. Bitte beachten Sie, dass ein junger Rasen noch nicht zum Vertikulieren geeignet ist, sondern erst mindestens drei Jahre alt sein sollte, um mit einem solchen Gartengerät behandelt zu werden.

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