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Schön gepflegt: 10 Tipps für den perfekten Rasen

Er gilt als Inbegriff einer gepflegten, saftigen und leuchtend grünen Rasenfläche – der englische Rasen. Der englische Rasen zeichnet sich durch einen sehr kurzen und dichten Wuchs aus. Der edle Zierrasen nach englischem Vorbild begeistert längst nicht nur professionelle Landschaftsgärtner auf der Insel, sondern wird mittlerweile von Gartenfreunden auf der ganzen Welt geschätzt. Der perfekte Rasen ist die ideale Grünfläche für jedes Grundstück, verlangt aber auch eine regelmäßige Pflege. Wenn Sie schon immer von einem englischen Rasen geträumt haben, sollten Sie also vor allem eines mitbringen: Geduld und Zeit. Mit den Gartengeräten der neuen Generation lässt sich ein Rasen, der wie gemalt aussieht, heute aber vielerorts verwirklichen. Zu den neuen Trends bei Gartenfreunden gehören hier akkubetriebene Rasenmäher ohne Benzintank und Kabelsalat, die zudem mit ihren umweltfreundlichen Eigenschaften punkten. Mit den richtigen Gartengeräten und unseren zehn Tipps begeistert bestimmt auch bald Ihr Rasen in britischem Understatement.

Eins: Regelmäßiges Rasenmähen ist das A und O

Ein englischer Rasen braucht in etwa die selbe Pflege wie ein Kurzhaarschnitt. Das bedeutet: die Spitzen müssen regelmäßig geschnitten werden. Als Richtwert für die Gartensaison gilt hier ein wöchentlicher Schnitt. Lassen Sie Ihren Rasenmäher am besten alle sieben Tage zum Einsatz kommen, wenn Sie sie sich eine perfekte Grünfläche heranzüchten wollen. Dabei können Sie Ihren Rasen auch durchaus einmal zu oft mähen statt zu selten. Dann haben auch Moos und Rasenfilz kaum eine Chance. Achten Sie jedoch darauf, den Rasen nicht stärker als drei Zentimeter zu kürzen. Ein regelmäßig gemähter Rasen wird dichter, weil sich die Grashalme durch das Trimmen der „Spitzen“ stärker verzweigen. Beim wöchentlichen Rasenmähen müssen Sie sich auch nicht mit umgeknickten Halmen oder mit bräunlichen Stellen herumärgern. Gönnen Sie Ihrem Rasen also in der Saison jede Woche einen Schnitt ohne die Grashalme zu stark zu kürzen.

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Zwei: Auf die Länge kommt es an!

Von wegen die Länge ist nicht entscheidend – sie ist die Basis für jeden perfekten Rasen. Ein Zierrasen sollte nicht unter drei Zentimeter gekürzt werden. Die maximale Länge liegt bei fünf Zentimetern. Falls Sie eher einen Spielrasen anlegen möchten, liegt die Länge bei sechs Zentimetern. Als Grundregel für einen englischen Rasen gilt: Bitte nicht mehr als ein Drittel kürzen. Wenn zwei Drittel stehen bleiben, kann sich der Rasen optimal entwickeln. Diese Schnittlänge ist ideal für die Fotosynthese der Pflanzen. Auch unter der Erde tut sich was: Wenn Sie immer zwei Drittel stehen lassen, wachsen die Wurzeln besonders tief in das Erdreich hinein. Dort können die Wurzeln viele Nährstoffe aufnehmen und halten auch mal trockene Perioden aus.

Rasenmäher

Drei: Rasen mit ausreichend Wasser versorgen

In den warmen Sommermonaten verlangt ein Rasen etwa dreimal die Woche nach frischem Wasser. Die Pflanzen setzen sich selber aus rund 90 Prozent Wasser zusammen. Besonders an heißen Tagen sollten Sie auf eine ausreichende Bewässerung der Rasenfläche achten.
In der Woche liegt der Wasserbedarf pro Quadratmeter Rasen bei etwa 15 Litern. Wird die Rasenfläche nicht genügend bewässert, stören schnell braune Stellen das Gesamtbild. Leidet der Rasen längere Zeit unter Trockenheit, dann sterben die empfindlichen Halme sogar ab. Für einen perfekten Rasen eignen sich klassische Rasensprenger, die das Wasser optimal auf der ganzen Fläche verteilen.
Immer mehr Gartenfreunde entscheiden sich heute auch für ein automatisches Bewässerungssystem, dass das Gießen komplett in Eigenregie übernimmt. Die neuen Bewässerungssysteme sind mit kleinen Sensoren ausgestattet und können die Bodenfeuchte allein bestimmen. Immer dann, wenn eine Bewässerung der Rasenfläche erforderlich ist, schaltet sich das System von selber an.
Dank den neuen Bewässerungsanlagen müssen Sie Ihrem Rasen gegenüber auch im Urlaub kein schlechtes Gewissen mehr haben. Die automatischen Bewässerungssysteme sind allerdings auch die kostspieligste Variante, seinen Rasen zu gießen. Aber für einen perfekten Rasen nach englischem Vorbild lohnt sich diese Investition aber in jedem Fall.

Vier: Achten Sie auf scharfe Schneidemesser

Rasenpflege und Rasenmähen

Ebenso wenig wie eine stumpfe Schere für Trendfrisuren geeignet ist, lässt sich ein Rasen mit unscharfen Schneidemessern trimmen. Hierfür gilt grundsätzlich: je schärfer das Messer, desto akkurater der Schnitt.
Einen Rasenmäher mit unscharfen Messern erkennen Sie übrigens an ausgefransten Schnittflächen der Grashalme. Werden diese nicht sauber gekürzt, muss das Schneidemesser geschärft werden. Wenn die das Schärfen nicht selber übernehmen möchten, dann gehen Sie einfach zum Fachmann. Am besten kontrollieren Sie die Schärfe des Schneidemessers nach der Saison, wenn Sie den Rasenmäher reinigen und winterfest machen. Dann haben Sie während des Winters ausreichend Zeit um das Schneidmesser zum Fachmann zu bringen.
Achten Sie darauf, das Schneidmesser Ihres Rasenmähers immer nur im ausgeschalteten Zustand zu inspizieren. Der Rasenmäher darf sich während der Wartung keinesfalls in Betrieb setzen, sonst drohen schwere Verletzungen an den Fingern!

Fünf: Vertikutieren Sie Ihren Rasen

Das Vertikutieren ist ein Verfahren zum Auflockern der Rasenfläche. Hierfür sind spezielle Geräte, die sogenannten Vertikutierer, im Baumarkt erhältlich. Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe ganz fein angeritzt, wobei der Boden belüftet und Moos entfernt wird.
Durch das Anritzen der Grasnarbe wird der Rasen zu einem stärkeren Wachstum angeregt. Neben Moos zwischen den Halmen hilft ein Vertikutierer übrigens auch gegen Rasenfilz, der sich aus Pflanzenresten und Unkraut häufig auf dem Rasen bildet.
Vertikutieren Sie Ihren Rasen am besten vor der Saison zwischen April und Mai. In dieser Zeit regeneriert sich der Rasen am besten. Auch im Herbst kann noch einmal ein Vertikutiergang erfolgen. Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen immer frisch gemäht werden. Nach dem Vertikutiergang versorgen Sie Ihren Rasen mit Dünger.

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Sechs: Rasen ausreichend düngen

Rasen-Saat

Ein guter Dünger wirkt wie eine Vitamintablette für Ihren Rasen. Düngen Sie Ihren Rasen abhängig von seinem Zustand zwei- bis dreimal pro Jahr zwischen April und Mai, dann noch einmal im Juni und bei Bedarf im August. Hierfür eignet sich klassischer Rasendünger, der hauptsächlich Stickstoff und Kalium und Phosphor enthält.
Pro Quadratmeter Rasen reichen 30 Gramm Dünger völlig aus. Der in dem Rasendünger enthaltene Stickstoff sorgt für ein optimales Wachstum und unterstützt auch eine intensive Grünfärbung. Der Inhaltsstoff Kalium macht die Halme robuster und macht sie unempfindlicher gegenüber von Witterungseinflüssen wie Kälte. Das Wachstum der Graswurzeln wird durch Phosphor angeregt. Als Inhaltsstoff von Rasendüngern ist Phosphor zudem ein wichtiger Energieträger.
Einen Rasen, der unter Nährstoffmangel leidet, erkennt man meistens auf den ersten Blick: Die Pflanzen haben keine satte grüne Farbe mehr und der Rasen wächst nur noch mäßig nach. Wenn Ihr Rasen diese verdächtigen „Symptome“ zeigt, ist es höchste Zeit für eine Kur mit einem guten Düngemittel.

Sieben: Rasen nicht bei Nässe mähen

An einem leicht verregneten Sommertag mit einem kleinen Schauer zwischendurch ließe sich Gartenarbeit wie das Rasenmähen wohl weitaus angenehmer verrichten als bei großer Hitze. Allerdings eignet sich Regenwetter grundsätzlich nicht zum Rasenmähen:
Bei Regen ist kaum ein sauberer Schnitt möglich. Das Schnittbild ist bei einem nassen Rasen meistens nicht einheitlich. Das passiert, weil das Schnittgut nicht komplett in den Fangkorb transportiert wird. Bei Regenwetter wird zudem der Rasenmäher sehr stark beansprucht und auf einem sehr nassen Boden könnten schwere Gartengeräte sogar einsinken. Mähen Sie Ihren Rasen also immer im trockenen Zustand für ein optimales Ergebnis.

Acht: Rasen vor dem Mähen nicht betreten

Rasen nicht betreten

Für ein akkurates Schnittbild dürfen Sie die Rasenfläche direkt vor dem Mähen nicht betreten. Wenn wir uns mit Schuhen auf dem Rasen bewegen, hinterlassen wir leider Trittspuren mit heruntergedrückten Grashalmen. Das Gras richtet sich danach nur langsam wieder auf. Wird die Rasenfläche nach dem Betreten gemäht, schneidet der Rasenmäher die Grashalme nicht auf einer einheitlichen Höhe ab, wodurch ein unebenes Schnittbild entsteht.

Neun: Die richtige Saat für den perfekten Rasen

Wenn Sie einen Rasen neu aussäen möchten, greifen Sie am besten zu einer hochwertigen Mischung verschiedener Sorten. Zu den gängigen Rasenmischungen gehören das Deutsche Weidelgras, die Wiesenrispe und das Straußgras. Sehr gute Ergebnisse erzielen Sie mit einer Rasensaatmischung, die aus möglichst vielen unterschiedlichen Sorten besteht.
Ein Rasen aus unterschiedlichen Grassorten wird besonders dicht und hat eine intensive grüne Farbe. Greifen Sie nicht zum billigsten Saatgut, sondern wählen Sie für einen neu anzulegenden Rasen eine qualitativ hochwertige Mischung. Im Fachhandel erhalten Sie Rasenmischungen in ganz unterschiedlichen Qualitäten von sehr günstigen Angeboten bis zu Saatgutmischungen mit einem stolzen Preis. Die teureren Rasenmischungen sind auch für unterschiedliche Standorte erhältlich, beispielsweise für sehr schattige und sonnige Flächen. Für einen Rasen nach englischem Vorbild sollte die Saatmischung eine gute bis sehr gute Qualität haben.

Zehn: Der richtige Rasenmäher

Im Baumarkt haben Sie die Auswahl zwischen Rasenmähern mit insgesamt drei verschiedenen Antriebsarten: Akku-, Benzin- und Elektrogeräte. Welcher Rasenmäher am besten für Ihr Grundstück geeignet ist, hängst dabei von der zu mähenden Fläche und von Ihren Gewohnheiten ab. Für sehr große Rasenflächen und speziell für unebene Grundstücke haben sich die leistungsstarken Benzin-Rasenmäher bewährt. Hier benötigen Sie keine Verlängerungsschnur und bewältigen mit dem leistungsstarken Gartengerät auch schwierige Untergründe wie eine Hanglage.
Der Nachteil: ein Benzin-Rasenmäher produziert Abgase. Im Gegensatz zu älteren Benzin-Rasenmähern der ersten Generation arbeiten die neuen Gartengeräte jedoch deutlich umweltfreundlicher. Der klassische Elektro-Rasenmäher gilt als Allrounder für Rasenflächen aller Größen. Bei einem Elektro-Rasenmäher müssen Sie lediglich darauf achten, dass das Kabel lang genug ist und dass Sie nicht aus Versehen beim Rasenmähen darüber fahren. Die neuen Akku-Rasenmäher mit leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus sind als Rasenmäher zum Schieben und als Hand-Rasenmäher erhältlich.
Dabei eignen sich die kleineren Hand-Rasenmäher aber nur für kleine Flächen wie einen schmalen Vorgarten mit Grünstreifen. Zu den Vorteilen von akkubetriebenen Rasenmähern gehört ihr kabelloser Betrieb. Dennoch müssen Sie bei Markengeräten keine Abstriche bei der Leistung machen. Beim Akku-Rasenmäher mit Batterien zum Wechseln können Sie bei Bedarf auf den Reserve-Akku zurückgreifen und müssen nicht warten, bis er wieder aufgeladen ist.
Für alle Gartenfreunde, die sich einen englischen Rasen ohne großen Pflegeaufwand wünschen, könnte ein Mähroboter die beste Wahl sein. Diese flinken kleinen Gartengeräte trimmen den Rasen komplett in Eigenregie. Bei dem Gerät stellen Sie einfach das gewünschte Intervall zum Rasenmähen ein. Der Mähroboter fährt eine mit einem Begrenzungsdraht markierte Rasenfläche ab und dockt eigenständig an seiner Ladestation an. Die kleinen Rasenmäher schneiden das Gras ganz fein ab und kommen daher auch ohne einen Fangkorb aus. Ein Mähroboter arbeitet sehr akkurat und hat sich für Rasenflächen nach englischem Vorbild bewährt, die regelmäßig geschnitten werden müssen.

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