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Gewächshausarten – die verschiedenen Modelle

Wenn Sie für Ihren Garten ein Gewächshaus kaufen möchten, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Varianten in höchst unterschiedlichen Preiskategorien. Die richtige Entscheidung zu treffen, ist daher nicht immer ganz einfach. Mit diesem Ratgeber verschaffen Sie sich jedoch leicht einen ersten Überblick. Außerdem finden Sie in diesem Artikel einige Tipps, welche Arten von Gewächshäusern sich für bestimmte Zwecke am besten eignen und worauf Sie beim Kauf der einzelnen Gewächshaustypen achten sollten.

Die fest installierten und die mobilen Gewächshäuser

Die verschiedenen Arten von Gewächshäusern lassen sich in Hinsicht auf ihre Mobilität in zwei Gruppen unterteilen. Einen festen Platz im Garten bekommen

  • freistehende Gewächshäuser,
  • Anlehngewächshäuser
  • und meist auch Frühbeete.

Die zweite Gruppe besteht aus Gewächshäusern, die Sie ohne großen Aufwand an eine andere Stelle setzen können. Sie werden deshalb häufig nur für eine gewisse Zeit genutzt und danach wieder abgebaut. Zu dieser Gruppe gehören

  • Tomatenhäuser und andere Foliengewächshäuser
  • sowie Folientunnel.

Foliengewächshäuser und -tunnel sind durch ihre praktischen Stecksysteme mit wenigen einfachen Handgriffen aufgebaut und können direkt auf der Erde oder einer befestigten Fläche wie beispielsweise der Terrasse aufgestellt werden. Freistehende Gewächshäuser benötigen dagegen ein Fundament und Anlehngewächshäuser werden an einer Mauer befestigt, sodass ein Standortwechsel bei diesen Gewächshausarten mit einigem Aufwand verbunden ist. Wenn Sie schon entschieden haben, ob Sie Ihr Gewächshaus dauerhaft oder nur temporär nutzen möchten, ist die Auswahl daher schon nicht mehr so schwierig.

Gewächshäuser werden für unterschiedliche Zwecke genutzt

Ein weiteres Kriterium, das bei der Entscheidung zwischen verschiedenen Gewächshausarten eine Rolle spielt, ist die Frage, wofür Sie Ihr Gewächshaus verwenden möchten. Zum Vorziehen von Pflanzen für den Garten reicht ein niedriges Frühbeet, meist bestehend aus einer einfachen Aluminium- oder Holzkonstruktion sowie Kunststoffwänden und -dach. Zudem gibt es Frühbeete in den unterschiedlichsten Größen und natürlich können Sie auch mehrere Frühbeete nebeneinanderstellen, falls Sie mehr Platz benötigen. Für die dauerhafte Kultur von Pflanzen sind Frühbeete nur bedingt geeignet. Eine Ausnahme bilden lediglich Hochbeete mit einer Abdeckung. Bei diesen Arten von Gewächshäusern können Sie den Deckel im Frühling entfernen, damit Ihre Pflanzen genügend Licht und Luft bekommen. Hochbeete werden vor allem für kleinere Gewächse wie Kräuter genutzt, denn auch bei ihnen ist der Platz begrenzt. Sie sind aber trotzdem beliebt, denn an Hochbeeten lässt es sich bequem im Stehen arbeiten.

Gewächshäuser mit einer stabilen Außenhülle

Wenn Sie den Frühling kaum erwarten können und am liebsten schon im Januar oder Februar mit der Aussaat beginnen, kaufen Sie am besten ein Gewächshaus mit Seiten und einem Dach aus durchsichtigen Kunststoffplatten. Den besten isolierenden Effekt haben Steg- oder Hohlkammerplatten aus Polycarbonat, die mehrschichtig aufgebaut sind. Ihre innere Schicht besteht aus Kammern, die mit Luft gefüllt sind. Diese Luft heizt sich bei Sonnenschein auf und hält die Temperatur über eine gewisse Zeit im Innern des Gewächshauses. Eine einfache Folie, zum Beispiel aus Polyvinylchlorid oder Polyethylen, bietet zwar auch einen gewissen Schutz, durch sie kann Kälte jedoch sehr viel leichter eindringen. Foliengewächshäuser kommen deshalb meist erst ab dem Frühling zum Einsatz. In diesen sind Pflanzen vor allem vor Regen und Wind geschützt. Gewächshäuser dieser Art werden deshalb gerne für empfindliche Pflanzen wie Tomaten genutzt, die bei zu viel Nässe schnell krank werden und dann kaum noch gesunde Früchte tragen.

Gewächshäuser zum Anlehnen stehen besonders sicher

Freistehende Gewächshäuser bestehen meist aus einem Aluminiumrahmen und Kunststoffplatten. Beide Materialien sind relativ leicht und dadurch anfällig für Wind und Sturm. Wenn Sie in einer Gegend wohnen, in der es oft stürmisch ist, sollten Sie sich deshalb auch einmal ein Anlehngewächshaus ansehen. Dieses wird an einer Hauswand oder einer anderen Mauer montiert und steht daher selbst bei einem starken Sturm noch sicher. Auch einige Foliengewächshäuser besitzen Schlaufen oder andere Befestigungsmöglichkeiten, sodass sie leicht an einer Mauer fixiert werden können. Die Aufstellung an einer Mauer hat außerdem den Vorteil, dass die Steine sich bei Sonnenschein aufheizen und die Wärme noch am Abend und in der Nacht an die Pflanzen im Gewächshaus abgeben. Dieser Effekt ist bei der Montage an einem Wohnhaus, im Gegensatz zu beispielsweise an einer Garage, am größten, denn aus den beheizten Innenräumen dringt durch das Mauerwerk immer etwas Wärme nach außen.

Gewächshäuser für Menschen ohne eigenen Garten

Selbst wenn Sie keinen eigenen Garten besitzen, brauchen Sie nicht auf ein Gewächshaus zu verzichten. Ein Foliengewächshaus oder ein kleines Anlehngewächshaus können Sie durchaus auch auf dem Balkon oder der Terrasse aufstellen. Ihre Pflanzen kultivieren Sie dann einfach in Töpfen oder großen Kübeln. Auf diese Weise sind Sie in der Lage, auf dem Balkon sogar Tomaten, Gurken oder Paprika anzubauen. Falls Sie Ihr Gewächshaus für kleine Pflanzen nutzen möchten, statten Sie es dagegen am besten mit einem Regal oder einer Blumentreppe aus. So können Sie die gesamte Höhe des Gewächshauses nutzen und alle Pflanzen bekommen ausreichend Sonne. An einem geschützten Standort sollten Sie jedoch ganz besonders auf eine gute Belüftung achten, denn dort heizt sich ein Gewächshaus bei Sonnenschein besonders schnell auf. Wärme ist zwar für das Wachstum der meisten Pflanzen förderlich, extreme und aufgestaute Hitze schadet ihnen jedoch.

Die Preise von Gewächshäusern

Nicht zuletzt spielen bei der Entscheidung zwischen verschiedenen Gewächshausarten auch die Kosten eine wichtige Rolle, denn Gewächshäuser gibt es in den unterschiedlichsten Preiskategorien. Für Selbstversorger, die aus finanziellen Gründen ihr eigenes Gemüse anbauen, ist es zu empfehlen, einmal genauer nachzurechnen, ob sich die Anschaffung eines großen Gewächshauses lohnt oder ob vielleicht auch ein günstigeres Modell genügen würde. Passionierte Hobbygärtner, die aus Freude an der Aufzucht und Pflege ihrer Pflanzen viel Zeit in ihrem Gewächshaus verbringen, geben dagegen gern etwas mehr aus. Sie statten ihre Gewächshäuser außerdem häufig mit weiteren Extras wie einer Heizung, automatischen Fensteröffnern oder einem Tisch, an dem es sich gut arbeiten lässt, aus. So gibt es für jeden Bedarf und jede Geldbörse das richtige Gewächshaus.

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