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Gewächshausmontage - Tipps und Tricks

Ein Gewächshaus muss her, das steht fest. Die richtige Auswahl unter den verschiedenen Modellen haben Sie schon getroffen – nun sollen Kauf und Aufbau möglichst schnell, einfach und preisgünstig vonstattengehen. Die wichtigsten Informationen rund um die Vorbereitungen und Montage des Gewächshauses haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Das richtige Haus im Überblick

Die nützlichen Häuser für die Aussaat, Unterbringung von empfindlichen Pflanzen und gelungene Anzucht von wärmeliebendem Gemüse unterscheiden sich in drei Hauptgruppen:

  • Foliengewächshäuser
  • Anlehngewächshäuser
  • frei stehende Gewächshäuser

Foliengewächshäuser

Schnell aufgestellt und vor allem leicht transportabel sind Folienhäuser. Sie sind ähnlich wie die modernen Zelte mit Hilfe von Stecksystemen problemlos zu montieren. Dazu werden die passgenau gelieferten Stäbe und Pfosten entsprechend der Anleitung zusammengesteckt, der Folienbezug angebracht und schon kann das transportable Gewächshaus an Ort und Stelle positioniert werden.

Anlehngewächshäuser

Anlehngewächshäuser eignen sich für die Aufstellung auf der Terrasse, an einer Haus- oder Garagenwand. So wird die Wärme durch eine gut isolierte Wand gespeichert und gleichzeitig für ein mildes Klima gesorgt – denn die Sonne hat nicht von allen Seiten die Möglichkeit, das Gewächshaus aufzuheizen.

Freistehende Gewächshäuser

Wer größere Platzansprüche an sein Gewächshaus stellt, ist mit frei stehenden Ausführungen gut bedient. Hier haben Sie die Wahl zwischen einfach zu montierenden Hohlkammerplatten aus Kunststoff, die in Alurahmen gesteckt werden, festeren Varianten mit Echtglas und den Modellen mit Naturholzrahmen.

Vormontierte Elemente ermöglichen generell den Aufbau in Eigenregie. Wem keine geeigneten Helfer zur Verfügung stehen, wer sich die Montage nicht zutraut oder sich die Arbeit einfacher machen möchte, der kann einen qualifizierten Aufbauservice nutzen, der bei der Wahl des passenden Gewächshauses wie auch bei akut auftretenden Fragen während der Aufbauphase weiterhilft.

Das Fundament – von Grund auf stabil

Folienhäuser eignen sich besonders dann, wenn nur wenige Pflanzen vor allem saisonal geschützt werden sollen, etwa eine bereits vorhandene Pflanzengruppe, ein Beet oder kälteempfindliche Gewächse abzudecken sind. Es kann beim Einsatz dieses mobilen Wärmehauses übrigens auch ein fester Boden, sei es durch Steinplatten, Roste und Bodenplatten oder ein Betonfundament, einbezogen werden.

Bei Anlehngewächshäusern ist es in der Regel so, dass durch die Verwendung an einer Wand bereits der Untergrund vorgegeben ist. Um eine einheitliche Bodenhöhe an Hauswänden zu erreichen, können Sie Kiesflächen auffüllen oder Bodenbeläge wie Steinplatten beziehungsweise Holzroste anbringen. Dabei ist immer zu beachten, dass auch bei großer Sorgfalt mal Gießwasser danebengehen wird. Bei der Aufstellung auf Terrasse oder Balkon tut man also gut daran, diesen Gedanken bei der Planung und Ausführung des Bodens vor der Montage des Gewächshauses mit einzubeziehen.

Frei stehende Gewächshäuser bieten den Vorteil, dass ganz nach persönlicher Vorliebe und Zielsetzung entweder ein leicht zu pflegender Untergrund gestaltet werden kann oder aber der Boden naturbelassen bleibt. Letzteres empfiehlt sich zum Beispiel dann, wenn die Erde als natürliche Lagerungsstätte, als so genannte Miete, für die Ernte dienen soll. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass das Treibhaus auf einem sicheren Fundament steht. Ob Sie sich hier für ein Punktfundament oder ein Streifenfundament entscheiden sollten, hängt von der Größe des Gewächshauses und der Beschaffenheit des Untergrundes ab. Auch Aspekte wie ein zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht notwendiger Abbau können jetzt bereits mit einbezogen werden. Ein Punktfundament ist beispielsweise leichter als ein Streifenfundament zu beseitigen, wenn einem Nachmieter Platz gemacht werden soll.

Die richtige Vorbereitung erleichtert den Aufbau

Vor dem Aufbau des Gewächshauses muss ein eventuell vorbereitetes Betonfundament gut ausgetrocknet sein. Je nach Witterung und Untergrund sollten Sie dafür mindestens ein bis zwei Wochen einrechnen. Wer diese Zeit auch bei der Bestellung des Gewächshauses einplant, kann sofort nach der Lieferung mit dem Aufbau beginnen. Sehen Sie nach, ob Sie das für die Montage des Gewächshauses notwendige Werkzeug zur Verfügung haben. Nichts ist ärgerlicher, als mitten in der Arbeit festzustellen, dass Wichtiges fehlt. Rechtzeitig darüber nachgedacht, kann fehlendes Werkzeug gleich noch mit dem Gewächshaus zusammen bestellt werden.

Nun geht es also los: Elemente auspacken, am besten ordentlich sortiert auf einen trockenen Untergrund legen. Dazu eignet sich unter anderem eine festere Folie, damit selbst Kleinteile wie Muttern und Schrauben nicht auf der Wiese oder im Kies verloren gehen. Am besten liest man sich gleich die komplette Aufbauanleitung durch und beachtet die Reihenfolge, in der die einzelnen Teile Verwendung finden. So vermeiden Sie Unklarheiten von vornherein und laufen nicht Gefahr, mitten im Werk nicht mehr weiter zu kommen.

Mit Sockelrahmen und Bodenrost beginnen Sie. Bei den Seitenwänden und dem Dach sind teils Elemente vormontiert, teils müssen Hohlkammerplatten lediglich mit Glasfederklammern in den Rahmen befestigt werden. Bitte beachten Sie genau die Reihenfolge auf der Aufbauanleitung, damit das Montieren reibungslos von der Hand geht. Auch das Einhängen von Schiebetüren oder Dachfenstern ist leicht zu bewerkstelligen. Wird hierzu eine Tritthilfe eingesetzt, muss man auf gute Standsicherheit achten, eine Leiter sollte von einer zweiten Person gehalten werden.

Das passende Zubehör für Ihr Gewächshaus

Wer sich nicht ständig nach der Verriegelung des Dachfensters strecken will oder bei häufigerer Abwesenheit dennoch für eine gesunde Lüftung des Treibhauses sorgen möchte, der kann die manuell zu bedienenden Fensterheber durch Modelle austauschen, die sich automatisch öffnen. Diese Fensterheber arbeiten ohne Strom, sind also unabhängig davon einsetzbar. Sie arbeiten mit Wachs, das sich bei bestimmten Temperaturen ausdehnt und so auf die Kolbenstange drückt, die wiederum das Fenster öffnet. Lamellenfenster, die einerseits zwar einen besseren Feuchtigkeits- und Wärmeabzug garantieren, andererseits aber trotzdem vor Außeneinflüssen schützen, können je nach Modell anstelle der vorgesehenen Fensterelemente eingebaut werden.

Für exponierte Lagen und bei größeren Gewächshäusern mag es von Vorteil sein, die Elemente durch eine spezielle Windsicherung standfester zu machen. Bei Foliengewächshäusern sollte Sie in windigen Lagen generell auf die Standsicherheit achten. Das Gewächshaus kann mit weiteren Leinen gut abgespannt werden. Zusätzliche Profile, die über die Verbindung der einzelnen Elemente montiert werden, verhindern Kältebrücken.

Auch um schädliche Tiere abzuhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bodenrahmen sind mit Schneckensicherung erhältlich, eine Dachfirstverzierung dient nicht nur der schöneren Optik, sondern hilft auch bei der Vogelabwehr. Verschmutzungen des Daches wird dadurch vorgebeugt. Daneben besteht eine große Auswahl an Regalen, Tischen und weiterem Zubehör wie Heizungen, deren Einbau Sie ebenfalls schon im Rahmen der Montage planen können.

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