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Gewächshaus Ratgeber – von kleinen Frühbeeten bis hin zu großen freistehenden Gebäuden

Gewächshäuser sind bei Weitem nicht großen Gärtnereien und Betrieben vorbehalten, sondern werden auch in kleinen privaten Gärten gern eingesetzt, denn sie verlängern den Sommer künstlich und sind dadurch nützliche Helfer beim Anbau von Gemüse und der Blumenzucht. Gleichzeitig ist ein Gewächshaus, fast wie ein schöner Wintergarten, auch ein geeigneter Rückzugsort für die Freizeit. Die Pflege der Pflanzen ist ein guter Ausgleich zum Berufsalltag, denn sie hat einen beruhigenden Effekt. Wenn auch Sie mit dem Gedanken spielen, ein Gewächshaus zu kaufen, finden Sie hier Informationen über die vielen verschiedenen Arten, die im privaten Gebrauch zum Einsatz kommen, sowie Hinweise und Tipps, worauf Sie beim Kauf und bei der Montage eines Gewächshauses achten sollten. Außerdem gibt es vielerlei praktisches Zubehör, mit dem Sie sich die Arbeit erleichtern und die Bedingungen für Ihre Pflanzen verbessern.

Gewächshaus Ratgeber


Schritt-für-Schritt Anleitungen


Das Gewächshaus für Selbstversorger und Gourmets

Ein Gewächshaus macht vieles möglich: Es schützt Pflanzen vor Kälte, Regen und Wind und lässt bei Sonnenschein schnell die nötige Wärme entstehen, die für die Aussaat und das Vorziehen von Pflanzen erforderlich ist. Darüber hinaus können in einem Gewächshaus auch Pflanzen kultiviert werden, die generell viel Wärme benötigen und im Freiland nicht so gut gedeihen. Dies sind nicht nur tropische Gewächse, sondern auch zahlreiche Gemüsesorten. Ein typisches Beispiel hierfür sind die Tomaten, die hierzulande schnell krank werden, wenn der Sommer einmal sehr feucht ausfällt. Sie sind in einem Gewächshaus bestens geschützt und tragen dort viele gesunde Früchte. Gleiches gilt für Gurken, Paprika, Auberginen, Ananas und andere Obst- oder Gemüsesorten, die ursprünglich aus wärmeren Gegenden stammen. Wer ein Gewächshaus besitzt, kann seinen Speiseplan daher auf vielerlei Weise mit selbst angebautem Gemüse bereichern.

Schöne Grünpflanzen und Blumen fürs Gewächshaus

Ebenso interessant wie für alle Selbstversorger ist ein Gewächshaus für Liebhaber und Züchter bestimmter exotischer Pflanzen. In ihm gedeihen Kakteen, Orchideen, Palmen und viele andere wärmebedürftige Pflanzen, denen das gemäßigte Klima zu kalt ist. Sie können in einem sogenannten Grundbeet, also direkt in der Erde, oder in Töpfen, Schalen oder großen Kübeln kultiviert werden. Diese können Sie in großen Gewächshäusern auch auf dem Boden, auf Tischen oder Regalen platzieren oder an der Decke aufhängen. Wer möchte, kann in einem Gewächshaus sogar einen kleinen Dschungel mit einer Sitzgelegenheit anlegen, wo die Hektik des Alltags schnell vergessen ist. Eine gute Vorlage für solch eine Nutzung liefern die Gewächshäuser in botanischen Gärten, die in fast jeder größeren Stadt zu finden sind. Sie sind schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt und bis heute ein beliebtes Ausflugsziel für alle Menschen, die sich für Pflanzen aus anderen Ländern interessieren.

Gewächshausarten – für jeden Hobbygärtner das richtige Modell

Möchten Sie ein Gewächshaus aufbauen, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Varianten. Hierzu gehören nicht nur die großen Häuser, die Sie betreten können, sondern auch die kleinen Modelle, die Ihnen bei der Aussaat und Aufzucht von Jungpflanzen helfen. Gewächshäuser lassen sich in die folgenden Gruppen unterteilen:

  • freistehende Gewächshäuser
  • Anlehngewächshäuser
  • Frühbeete
  • Foliengewächshäuser
  • Tomatenhäuser
  • Folientunnel

Freistehende Gewächshäuser, Anlehngewächshäuser und meist auch die Frühbeete bekommen einen festen Standort im Garten. Foliengewächshäuser, Tomatenhäuser und Folientunnel sind dagegen in der Regel mobil einsetzbar, denn sie lassen sich durch ihre Konstruktionsweise mit wenigen Handgriffen aufbauen und können ebenso schnell wieder entfernt werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Tomatenhäuser und Anlehngewächshäuser sind auch für Menschen interessant, die keinen eigenen Garten, sondern nur einen Balkon oder eine Terrasse besitzen.

Holz, Eisen und Glas vs. Aluminium und Kunststoff

In früheren Zeiten bestanden Seiten und Dächer von Gewächshäusern aus Glas. Heutzutage verwendet man hierfür jedoch meist durchsichtige Kunststoffplatten, denn sie sind sehr robust und leichter als Glas. Diese Platten werden aus verschiedenen Kunststoffen und in einfachen und mehrschichtigen Ausführungen hergestellt. Der Rahmen, der früher in der Regel aus Holz oder Eisen bestand, wird inzwischen aus Aluminium gefertigt, weil es sehr leicht ist und den Vorteil hat, dass es sehr witterungsbeständig ist und keine Pflege braucht. Ist es beim Regen doch einmal durch Erdspritzer dreckig geworden, kann es einfach nass abgesprüht oder abgewischt werden. Durch diese Materialien und die praktischen Stecksysteme, die viele Hersteller inzwischen nutzen, kann jeder Gärtner mit etwas handwerklichem Geschick sein Gewächshaus selbst aufbauen und sich die zusätzlichen Kosten für die Montage sparen.

Das Gewächshaus aufbauen – Standort und Montage

Beim Kauf eines Gewächshauses sollten Sie auf ausreichend Türen und bewegliche Fenster achten, damit sich das Gewächshaus später gut belüften lässt. Im Sommer entstehen in einem Gewächshaus sonst schnell zu hohe Temperaturen, die Ihre Pflanzen schädigen oder sogar verbrennen. Durch eine zusätzliche Tür sowie einige Seiten- und Dachfenster kann die Hitze jedoch entweichen. Auch bei der Wahl des Standortes und der Montage eines Gewächshauses gibt es viele Dinge zu beachten. Hierzu gehört vor allem ein stabiles Fundament, das Sie für ein großes Gewächshaus benötigen und das sich auf unterschiedliche Weise anlegen lässt. Für die gängigen Größen der freistehenden Gewächshäuser genügt ein einfaches Streifenfundament, die leichten Varianten wie der Folientunnel brauchen gar kein Fundament. Hier ist vor allem wichtig, dass es eine gute Verankerung im Boden gibt, damit der Wind keinen Schaden anrichten kann.

Praktisches Gewächshauszubehör – Fensteröffner, Schattierungen, Heizungen und vieles mehr

Steht das Gewächshaus schließlich an seinem Platz, können Sie es mit vielerlei praktischem Zubehör ausstatten. Hierzu gehören unter anderem automatische Fensteröffner, die Ihnen die Belüftung erleichtern, und Materialien, mit denen Sie an heißen Sommertagen für Schatten sorgen. Wenn Sie Ihr Gewächshaus dagegen auch im Winter nutzen möchten, können Sie es mit einer Heizung nachrüsten. Mit ihr bleibt der Innenraum frostfrei, sodass Sie Ihr Gewächshaus sogar für die Überwinterung von Kübelpflanzen nutzen können. Durch die Installation einer Heizung haben Sie außerdem die Möglichkeit, mit der Aussaat von Pflanzen noch zeitiger zu beginnen und dementsprechend früher frisches Gemüse aus dem Garten zu ernten oder Ihre Beete mit selbst gezogenen Blumen zu bepflanzen.

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