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Den Zaun streichen und vor dem Verrotten schützen

Ein Gartenzaun aus Holz fügt sich harmonisch in die Gartengestaltung ein. Je nach Höhe und Modell hält er nicht nur unerwünschte Besucher fern. Der Zaun schützt auf Wunsch auch vor neugierigen Blicken und Wind. Jahr für Jahr der Witterung ausgesetzt, muss ein Holzzaun UV-Licht, Feuchtigkeit, Pilzen und anderen Mikroorganismen sowie Insekten standhalten. Damit die Garteneinfriedung ansehnlich bleibt und nicht verrottet, ist es nötig, dass Sie regelmäßig den Zaun streichen.

Ist die werkseitige Imprägnierung nicht ausreichend?

Holz als Baustoff im Außenbereich unterliegt ohne Schutz den natürlichen Zersetzungsprozessen, wie sie im Wald zu sehen sind. Um ständig der Witterung ausgesetztes Holz lange zu erhalten, gibt es zwei Möglichkeiten. Sie verwenden ausschließlich Tropenhölzer wie Teakholz oder Bangkirai, die der hiesigen Witterung über Jahre standhalten. Wegen der enorm hohen Kosten und der Umweltproblematik wählen die meisten Gartenbesitzer stattdessen imprägnierte heimische Hölzer wie Fichte, Kiefer oder Douglasie. Das bedeutet allerdings, dass Sie Ihren Zaun streichen müssen. Denn die Kesseldruckimprägnierung mit konservierenden Salzen schützt das Holz zwar zuverlässig vor Pilzbefall, Moderfäule und Insekten; Schäden durch UV-Licht verhindert sie dagegen nicht. Spätestens nach zwei bis drei Jahren ist es an der Zeit, den Zaun zu lasieren oder zu streichen. Wenn Sie die grünliche Farbe der imprägnierten Hölzer nicht mögen, können Sie auch sofort zum Pinsel greifen.

Den Zaun streichen, lasieren oder ölen?

Die Auswahl bei den Farben, Lacken und Ölen zum Gartenzaun streichen ist riesig. Achten Sie bei der Auswahl darauf, ein Holzschutzprodukt zu erwerben. Diese speziellen Mittel sorgen nicht nur für eine attraktive Optik, sie schützen das Holz auch vor schädlichen Umwelteinflüssen. Die Rezeptur beinhaltet Wirkstoffe gegen Schimmelpilze, Moderfäule, Insektenbefall und einen UV-Schutz. Damit unterscheiden sich die Holzschutzprodukte deutlich von Farben, Lacken und Lasuren für den Innenbereich. Zu den beliebtesten Produkten gehören:

Gartenzaun frisch gestrichen
  • Lasuren: Dünnschichtlasuren gehören zu den beliebtesten Produkten, um den Zaun zu lasieren. Sie dringen tief in das Holz ein und behalten eine offenporige Oberfläche, die einen guten Feuchtigkeitsaustausch ermöglicht. Die meisten Produkte sind in Brauntönen gehalten. Lasuren lassen die Maserung des Holzes durchschimmern und sind leicht zu verarbeiten. Anders als Lack reißen und blättern Lasuren nicht. Ein Renovierungsanstrich ist ohne mühevolles Anschleifen möglich.

  • Holzschutzfarben: Holzschutzfarben begeistern durch die große Farbauswahl. Sie lassen Feuchtigkeit mittelgut bis gut diffundieren und ermöglichen eine farbenfrohe, aktive Gartengestaltung. Allerdings ist es mit diesem Produkt aufwendiger, den Gartenzaun zu streichen. Holz enthält von Natur aus eine Vielzahl an Gerbstoffen und Harzen, die durch die Farbe schlagen können. Um das zu verhindern, müssen Sie eine Grundierung auftragen, bevor Sie den Zaun streichen. Vor einem erneuten Anstrich ist es nötig, blätternde Farbe zu entfernen und die Oberflächen anzuschleifen.

  • Leinöl und Leinölfarbe: Leinöl ist ein traditionelles Produkt zur Holzimprägnierung. Das Öl zieht tief in das Holz ein und bietet einen guten Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Licht. Allerdings schützt das Öl nicht vor Schimmelpilzen. Eine Vorbehandlung mit Borsalzen ist sinnvoll, wenn Sie mit Leinöl den Zaun streichen.

  • Holzschutzöl: Neben reinem Leinöl sind auch andere Öle und Mischungen geeignet, um den Zaun zu streichen. Sie weisen ähnliche Eigenschaften auf wie das Leinöl. Holzschutzöle unterstreichen die natürliche Schönheit des Holzes und heben die Maserung hervor. Bitte beachten Sie, dass Öle und Borsalz nicht geeignet sind, um bereits von Insektenlarven befallenes Holz zu bearbeiten. Diese Produkte halten Insekten fern, gegen einen bestehenden Befall richten sie nichts aus. Greifen Sie in diesem Fall unbedingt zu Holzschutzlasuren und Holzschutzfarben.

Ein pflegeleichter Zaun

Je nach Aufbau, Standort und Material ist es alle drei bis sechs Jahre nötig, den Zaun zu streichen. Wenn Sie Ihren Zaum selber bauen, planen Sie konstruktiven Holzschutz ein. Wenn das Holz das Erdreich nicht berührt, erhöht sich Lebensdauer deutlich und Sie müssen weniger oft den Gartenzaun streichen. Auch die Auswahl des Materials hat einen großen Einfluss auf den Pflegebedarf und die Haltbarkeit. Bevorzugen Sie Zaunpfähle und Elemente, bei denen die Hirnholzflächen angespitzt oder abgerundet sind. Für gerade abgeschnittene Pfähle sind dekorative Pfostenkappen erhältlich.