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Thema Nachbarschaftsrecht: Zaun zum Nachbarn richtig bauen

Auch ein unscheinbarer Gartenzaun hat das Potenzial zu einem Zankapfel zu werden. Nicht selten sind sich Nachbarn über die Gestaltung oder die Höhe der Einfriedung zum nächsten Grundstück uneinig. Damit der Gartenzaun nicht für einen Eklat mit dem Nachbarn sorgt, sollten Grundstückseigentümer bei der Planung eines Zauns grundsätzlich die geltenden Vorschriften beachten.

Grundstücksgrenze Zaun: unterschiedliche Einfriedungen

Gartenzaun

Der Gartenzaun gehört zu den sogenannten Einfriedungen. Unter einer Einfriedung versteht man eine Anlage zur Abgrenzung des Grundstücks nach außen. Dazu gehören als bauliche Anlagen, Gartenzäune aus Holz oder Metall sowie Mauern. Für diese Einfriedungen gibt es je nach Bundesland baurechtlich unterschiedliche Bestimmungen, die unter anderem die Bauhöhe für eine Mauer oder einen Zaun vorgeben. Viele Grundstücksbesitzer entscheiden sich auch für eine Hecke, die als lebende Einfriedung aber nur bedingt unerwünschte Besucher fernhält. Welche Einfriedung dabei als „ortsüblich“ gilt, wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich definiert.

Wie hoch darf der Zaun zum Nachbarn sein?

Die österreichischen Bauvorschriften unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland, beziehungsweise häufig wiederum innerhalb der Gemeinden. Dort ist in der jeweiligen Bauordnung festgelegt, bis zu welcher Maximalhöhe ein baulicher Gartenzaun oder eine begrenzende Gartenhecke bewillingungsfrei ist. Geht die Bauplanung darüber hinaus, muss in jedem Fall die Genehmigung der Gemeinde oder der örtlichen Behörde eingeholt werden.

Hier ein kurzer Überblick, welche bewilligungsfreien Obergrenzen für die Zaunhöhe inklusive Sockel oder baulicher Fundamente die einzelnen österreichischen Bundsländer angeben:
  • Burgenland: 1,50 m
  • Tirol: 2 m
  • Steiermark: 1,50 m
  • Salzburg: 1,50 m
  • Vorarlberg: 1,80 m
  • Wien: 2,50 m
  • Kärnten: 2 m
  • Oberösterreich: 1,50 m
  • Niederösterreich: immer bewilligungspflichtig

Grundstücksschutz und gestalterisches Element: die beliebtesten Zäune

Wenn Sie verpflichtet sind, eine Einfriedung anzulegen oder einen stabilen Zaun als Schutzwall für Ihr Grundstück suchen, bieten Ihnen unsere Märkte eine große Auswahl an Zäunen aus unterschiedlichen Materialien. Zu den meistgewählten Einfriedungen gehört hier der Metallzaun in Form einer Stab- oder Doppelstabmatte aus feuerverzinktem Stahl. Diese preisgünstigen und langlebigen Zäune sind als fertige Bausätze in unterschiedlichen Größen erhältlich und lassen sich auch mit einem Tor für die Einfahrt kombinieren. Der klassische Holzzaun in druckimprägnierter Qualität besteht überwiegend aus Nadelholz und eignet sich insbesondere für die natürliche Grundstücksgestaltung. Neben Jägerzäunen erhalten Sie Senkrechtzäune und Rankgitter aus Holz. Auch die beliebten Sichtschutzzäune werden überwiegend aus Douglasie oder Nadelholz hergestellt. Der Sichtschutzzaun setzt sich aus einzelnen Elementen zusammen und schützt das Grundstück zusätzlich vor den neugierigen Blicken von Passanten oder Nachbarn. Fragen Sie im Zweifelsfall vor dem Kauf eines Zauns bei Ihrer Baubehörde nach, ob der gewünschte Zauntyp auch die baurechtlichen Anforderungen erfüllt.