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Gartenarbeit im Herbst – Ratgeber und Tipps

Die Nächte werden länger und das Laub im Garten färbt sich bunt. Die Zeichen sind eindeutig, die Freiluftsaison neigt sich dem Ende zu und die Wintersaison kündigt sich an. Im Herbst haben Gartenbesitzer viel zu tun. In dieser Zeit machen Sie den Garten nicht nur winterfest. Sie legen auch die Basis für einen fulminanten Start in das Frühjahr mit sprießendem Grün und farbenprächtigen Blüten. Diese Tipps helfen Ihnen, die Gartenarbeit im Herbst richtig zu planen und zu bewältigen.

Pflanzen einpflanzen und umpflanzen

Pflanzen ein- und umpflanzen Im Herbst steigt das Thermometer am Tag oft noch in den zweistelligen Bereich und der Boden im Garten verfügt über Restwärme aus dem Sommer. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit für regelmäßige Niederschläge hoch. Damit bietet der Herbst die besten Bedingungen, um winterharte Pflanzenarten neu im Garten zu setzen oder bereits vorhandene umzupflanzen. Die milden Temperaturen und der feuchte Boden schaffen im Herbst die idealen Bedingungen dafür, dass die Pflanzen sich an den neuen Standort gewöhnen und gut einwurzeln. Sie sammeln Kraft und Energie für den Winter und belohnen die Mühe mit einem satten Austrieb im Frühling. Das (Um-)Pflanzen als Gartenarbeit im Herbst bietet sich besonders für folgende Pflanzenarten an:

  • Rosen
  • Winterharte Stauden
  • Hecken
  • Obstbäume
  • Sträucher
Bereiten Sie den Boden im Garten optimal vor, damit die Pflanzen beste Bedingungen vorfinden. Ein harter, verdichteter Boden ist für Pflanzen Gift. Der undurchlässige Untergrund schafft Staunässe bei Regen und trocknet ohne Bewässerung schnell aus. Für Bäume, Sträucher, Hecken und ähnliche Pflanzen lockern Sie den Boden mit dem Spaten mindestens 40 bis 60 cm tief auf. Arbeiten Sie weiträumig um das geplante Pflanzloch herum, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können. Entfernen Sie gleichzeitig alle Steine, Wurzelreste und Unkräuter. Schaffen Sie ein Pflanzloch, das mindestens doppelt so breit wie der Wurzelballen ist, und setzen Sie die gut gewässerten Pflanzen ein. Harken Sie ein wenig Kompost in die obere Erdschicht - das sorgt für eine gute Nährstoffversorgung. Im Anschluss wässern Sie die neuen oder umgesetzten Pflanzen gründlich. Mit der Gartenarbeit im Herbst können Sie eine komplett neue Gestaltung der Flächen verwirklichen.

Gartenarbeit im Herbst: Tipps für einen gesunden Rasen

Im Herbst machen Sie Ihren Rasen fit zum Überwintern und für den kommenden Frühling. Dauernässe, Frost und Schnee setzen dem Rasen ebenso zu wie anderen Pflanzen in Ihrem Garten. Damit der Rasen im Frühling direkt gesund und grün austreiben kann, benötigt er nun Ihre Aufmerksamkeit.

  • Vertikutieren Sie den Rasen, um Filz und Moos richtig zu beseitigen. Die gute Durchlüftung nach der Gartenarbeit mit dem Vertikutierer schützt den Rasen vor einem Befall durch Bakterien und Pilze und verhindert die Ausbreitung von Moos. Für diese Gartenarbeit können Sie elektrische oder mit Benzin betriebene Vertikutierer nutzen oder auf Handgeräte setzen.
  • Düngen Sie den Rasen im Herbst vor dem letzten Rasenschnitt. Stickstoffreiche Dünger regen das Wachstum an und sind nicht geeignet. Im Herbst sind Dünger mit Kalium für den Rasen ideal. Der Mineralstoff stärkt die Abwehrkräfte der Pflanzen.
  • Mähen Sie den Rasen auch im Herbst, so lange er noch wächst, regelmäßig. Da die Lichtausbeute in der dunklen Jahreszeit sinkt, ist es empfehlenswert, den Rasen auf 4 bis 5 cm Länge zu kürzen. Das erleichtert den Pflanzen den Stoffwechsel und ist kurz genug, um zu verhindern, dass der Rasen beim Überwintern unter der Schneedecke umknickt.
  • Einen großen Teil der Gartenarbeit im Herbst macht das Laubrechen aus. Entfernen Sie die Blätter regelmäßig vom Rasen. Ein Rechen ist ebenso geeignet wie ein Laubbläser oder Laubsauger. Unter dem Laub bildet sich sonst Staunässe. Der Rasen vergilbt in diesem Fall und wird anfällig für Krankheiten und Moos.

Blumenzwiebeln richtig setzen und lagern

Blumenzwiebeln bedingen einen Großteil der Gartenarbeit im Herbst. Wer den Zeitpunkt verpasst, den Blütenschmuck für das Frühjahr im Herbst zu setzen, muss auf teuer vorgezogene Zwiebeln im Topf aus dem Handel zurückgreifen, wenn er Krokusse, Narzissen und Schneeglöckchen genießen möchte. Denn die Frühblüher unter den Zwiebeln benötigen den Frost im Winter, um im Frühjahr auszutreiben. Empfindliche Sorten, die nicht winterhart sind, müssen spätestens jetzt aus der Erde geholt und trocken und frostfrei eingelagert werden.

Im Herbst pflanzen Sie unter anderem diese Sorten aus:

Pflanzen im Herbst einpflanzen

  • Tulpen
  • Narzissen
  • Krokusse
  • Kaiserkronen
  • Schneeglöckchen

Aus der Erde holen Sie dagegen:

  • Dahlien
  • Gladiolen
  • Inkalilien
  • Schopflilien
  • Montbretien
  • Ranunkeln
  • Knollenbegonien
  • Canna
Pflanzen Sie die Zwiebeln der Frühblüher im Herbst etwa zwei- bis dreimal so tief ein, wie die Zwiebel dick ist. Die Spitze muss nach oben zeigen, da die Pflanzen hier im Frühjahr austreiben. Die nicht winterharten Sorten dagegen graben Sie aus und befreien Sie von Erde und Resten der Blätter. Kühl und trocken zum Überwintern im Keller gelagert, warten sie auf Ihren Einsatz im nächsten Frühling und Sommer. Um die Stellen im Garten mit Zwiebeln wiederzufinden, fotografieren Sie die Standorte nach dem Pflanzen einfach.

Arbeit im Garten im Herbst: Die Hecke

Gartenarbeit im Herbst

Im Herbst gehört es zur Gartenarbeit, die Hecken noch einmal zu schneiden. Jetzt brüten keine Vögel im Geäst und der Rückschnitt unterstützt die Durchlüftung der Zweige. Das hilft, Pilzbefall zu verhindern, und erleichtert der Hecke die Überwinterung. Gehen Sie mit der Heckenschere vorsichtig um, denn Lücken und Löcher, die Sie jetzt in die Hecke schneiden, wachsen im Winter nicht mehr zu. Das Entfernen von Laub gehört ebenfalls zum Herbst-Gartenprogramm.

Die abgestorbenen Blätter der Bäume, die in der Hecke landen, können zu Staunässe und Fäulnis führen. Deshalb denken Sie daran, das Laub nicht nur regelmäßig vom Rasen, sondern auch aus der Hecke zu entfernen. Beim Thema Laub und Blätter gehört auch die Regenrinne auf die Agenda für den Herbst. Im Herbst und Winter sind Stürme und heftige Regenfälle zu erwarten. Eine verstopfte Regenrinne wird dann zum Ärgernis. Greifen Sie im Herbst zur Leiter und reinigen Sie die Rinnen an Haus und Garage.

Schneiden, Stutzen, Ausdünnen: Tipps für die Gartenarbeit im Herbst

Nicht nur die Hecke und der Rasen benötigen im Herbst einen letzten Schnitt. Auch viele andere Pflanzen in Ihrem Garten benötigen jetzt einen Rückschnitt.

  • Stauden: Wenn die Blätter der Stauden gelb werden und sich das Laub in Richtung Boden neigt, gehört das Zurückschneiden zur Gartenarbeit im Herbst. Winterharte Stauden können im Boden verbleiben. Sie ziehen die Nährstoffe in den Wurzelballen zurück. Die alten Blätter schneiden Sie zurück, um Fäulnis zu verhindern.
  • Büsche und Sträucher: Diese Pflanzenarten können Sie um bis zu zwei Drittel einkürzen. Wie viel Sie abschneiden dürfen, hängt von der Art ab. Informieren Sie sich bei Fachleuten oder ziehen Sie den Pflanzenanhänger mit den Pflegeanweisungen zurate. Dünne Äste kürzen Sie mit einer Astschere, teilweise ist für diese Gartenarbeit auch die Motorsense geeignet. Bei festeren Ästen leistet eine Hand- oder Motorsäge gute Dienste.
  • Obstbäume: Je früher Sie Obstbäume im Herbst zurückschneiden, desto kräftiger treiben sie im Frühling aus. Ein starker Austrieb mindert die Zahl der Blüten und damit die Menge der Früchte. Schneiden Sie deshalb starkwüchsige Sorten wie Apfel-, Birnen- oder Quittenbäume erst im späten Herbst oder gar im Winter zurück. Das Schneiden ist auch bei Frost möglich. Bis minus 5 Grad Celsius können Sie diese Arbeit im Garten auch im Winter ausführen. Bei tieferen Temperaturen ist das Holz zu spröde und kann reißen oder brechen. Steinobst schneiden Sie idealerweise direkt nach der Ernte zurück. Haben Sie diesen Zeitpunkt verpasst, ist der Schnitt im Herbst möglich. Lediglich Pfirsiche schneiden Sie erst beim Austrieb im Frühjahr zurück.
Rosen werden geschnitten

Der Rosenschnitt im Herbst

Für Rosen gilt, wie für andere Pflanzenarten auch: Ein beherzter Schnitt hilft, Krankheiten und Fäulnis vorzubeugen. Wann der richtige Zeitpunkt für den Schnitt der Rosen gekommen ist, richtet sich weniger nach dem Kalender. Das Wetter ist ausschlaggebend. In nassen und kalten Jahren stellen die Rosen das Blühen früh ein, in einem milden Winter hingegen tragen die edlen Gehölze noch im Dezember bunte Blüten. Lassen Sie Ihre Rosen so lang wie möglich blühen. Erst dann, wenn der Frost Blüten und Blätter schädigt oder Staunässe zu Fäulnis führen könnte, greifen Sie zur Rosenschere. Anders als der Schnitt im Frühjahr soll diese Gartenarbeit im Herbst nicht das Wachstum der Rosen anregen. Sie dürfen erheblich mehr als die "magischen" fünf Augen stehen lassen. Entfernen Sie Totholz, schneiden Sie alle Triebe in etwa gleicher Höhe ab und entfernen Sie Triebe, die sich berühren. So schaffen Sie eine gute Belüftung und nehmen Krankheitserregern die Angriffsfläche. Ihre Rosen kommen mit dieser Zuwendung gesund und stark über den Winter.

Weitere Arbeiten im Herbst: Tipps zur Wintervorbereitung

Im Garten fallen im Herbst viele kleine Arbeiten und Aufgaben an, die Sie nicht vergessen sollten, um Schäden zu vermeiden. Dazu gehören unter anderem folgende Punkte:

  • Der Herbst ist die ideale Zeit, um Kompost auszubringen. Streuen Sie eine dünne Schicht auf die Beete und arbeiten Sie den natürlichen Dünger mit der Harke ein.
  • Decken Sie Beete, Stauden und andere empfindliche Pflanzenarten mit einer Schicht Reisig oder Laub ab, um sie vor dem Frost im Winter zu schützen. Haben Sie frostempfindliche Rosen oder andere empfindliche Pflanzensorten im Garten, packen Sie sie mit Luftpolsterfolie oder ähnlichen isolierenden Materialien ein.
  • Besitzen Sie einen Teich im Garten, bereiten Sie diesen am besten schon im Herbst auf den Winter vor. Entfernen Sie Laub und abgestorbene Blätter und reinigen Sie den Teichboden von Schlamm. Das stellt sicher, dass sich keine Faulgase bilden, die die Fische ersticken. Reinigen Sie die Teichpumpe, die im Sommer viel Arbeit geleistet hat, und lagern Sie das Gerät trocken und frostfrei für den Winter ein. Installieren Sie rechtzeitig im Herbst eine Eisfreihaltepumpe oder einen Eiswächter. Nicht winterharte Wasserpflanzen holen Sie zur Überwinterung ins Haus.
  • Ab Herbst können Topfpflanzen nicht im Garten bleiben, auch die meisten Kübelpflanzen benötigen einen geschützten Platz frei von Frost. Ein Gewächshaus, ein Gartenhaus, ein Wintergarten, aber auch Keller oder Garage können zur Überwinterung dienen. Schützen Sie Ihre Topf- und Kübelpflanzen rechtzeitig vor dem ersten Nachtfrost.
  • Holen Sie im Herbst den Wasserschlauch aus dem Garten. Entleeren Sie das Restwasser und lagern Sie den Schlauch ohne Knicke aufgerollt in einer frostfreien Umgebung. Das erhöht die Lebensdauer des Kunststoffs. Denken Sie daran, das Wasser im Garten abzustellen und die Wasserhähne nach dem Leerlaufen offen zu lassen, um geplatzte Leitungen zu verhindern.