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Beet anlegen von der Planung bis zur Blüte


Ein neues Beet anzulegen, erfordert zunächst ein wenig Planung, damit Sie später viel Freude am Ergebnis haben. Die erste Frage ist, ob Sie Gemüse und Obst anbauen oder ein hübsches Blumenbeet anlegen möchten. Diese Überlegung hat auch Einfluss auf die Größe und Lage der Beete.


Diese Arbeitsmaterialien und Werkzeuge sollten Sie parat haben:

  • Spaten
  • Schnur
  • Holzpflöcke oder Metallstangen
  • Schlaghacke
  • Kompost
  • Randsteine oder Pflastersteine.


Vorbereitungen treffen: Beachten Sie Lage und Form


Zu den ersten Überlegungen gehört es, Fragen bezüglich Standort, Form und Größe zu klären. Ein Gemüsebeet benötigt etwas mehr Platz und einen sonnigen Standort – bevorzugt in Nord-Süd-Ausrichtung. Gemüsebeete sind wegen der besseren Übersicht in der Regel quadratisch oder rechteckig angeordnet. Die Breite eines Beets beträgt zwischen 80 und 120 Zentimeter, die Länge ist abhängig von der Größe des Gartens.

Wenn Sie für Stauden und Blumen ein Beet anlegen möchten, sind Sie wesentlich freier in der Gestaltung. Blumenbeete können eine beliebige Größe und Form haben. Auch Ihr Blumenbeet werden Sie von Unkraut und verblühten Pflanzen befreien müssen, es reichen aber meist einige Trittplatten aus, um sich zwischen den Blumen zu bewegen. Die Lichtverhältnisse können bei einem Blumenbeet ein wenig variieren: Blumen und Stauden stehen für sonnige und halbschattige sowie für schattige Standorte zur Verfügung.

  • Schritt 1: Markieren Sie die Umrisse

Nach gründlicher Planung geht es an die Arbeit. In einem ersten Schritt gilt es, die Umrisse des zukünftigen Beets zu markieren. Das ist mithilfe einer Schnur möglich, die Sie zwischen Holzpflöcken oder kleinen Metallstangen spannen. Zeltheringe eignen sich für diese Aufgabe ebenfalls sehr gut. Danach markieren Sie den Umriss zunächst mit dem Spaten. Stechen Sie dazu mit dem Spaten in den Boden und bewegen ihn etwas vor und zurück.

  • Schritt 2: Vorhandener Rasen muss weichen

Wenn Sie ein Beet anlegen, benötigen Sie Platz und Rasen ist als Untergrund nicht geeignet. Tragen Sie den Rasen innerhalb der markieren Fläche deshalb ab. Hierfür stechen Sie in einem flachen Winkel mit dem Spaten in den Boden ein und heben so den Rasen mit seinen Wurzeln aus.

  • Schritt 3: Lockern Sie den Boden auf

Der anstrengendste, aber auch wichtigste Teil ist das Auflockern des Bodens. Dazu müssen Sie die Fläche einmal gründlich umgraben und mit einer Schlaghacke lockern. Einen besonders festen Boden sollten Sie in einer Tiefe von zwei Spatenlängen umgraben. Entfernen Sie dabei das Unkraut mit seinen Wurzeln und große Steine, so haben Sie später weniger Arbeit beim Jäten.

  • Schritt 4: Bringen Sie Nahrung für ein kräftiges Wachstum ein

Für ein kräftiges Wachstum benötigen Ihre Pflanzen Nahrung, die Sie direkt einbringen, wenn Sie das Beet anlegen. Besonders gerne mögen Blumen und Gemüse Stallmist. Ebenfalls gut geeignet ist eine Mischung aus Kompost und Mutterboden.

  • Schritt 5: Feste Grenzen haben Vorteile

Damit es keinen „Nachbarschaftsstreit“ mit der Rasenfläche gibt, ist eine Beeteinfassung hilfreich. Dazu eignen sich spezielle Rasenkanten aus Kunststoff, Rasenkantenstein aus Beton sowie Klinker- oder Pflastersteine. Auch Beeteinfassungen aus Holz, die in Rollenware angeboten werden, sind beliebt.

  • Schritt 6: Blütezeit vom Frühling bis zum Herbst

Wenn Sie ein Beet anlegen, in dem es vom Frühling bis zum Herbst blüht, müssen die Pflanzen verschiedene Blütezeiten haben. Für eine perfekte optische Wirkung besteht das Blumenbeet außerdem aus Leitpflanzen, Begleitpflanzen und Füllpflanzen. Befindet sich das Beet am Rand des Gartens, platzieren Sie die hohen Leitpflanzen ganz hinten. In einem runden Beet inmitten der Wiese pflanzen Sie die Leitpflanzen in die Mitte. Davor finden die etwas kleineren Begleitpflanzen ihren Platz und am äußeren Rand geht die Bepflanzung in die flachen Füllpflanzen über.


Ein nützlicher Tipp: So vermeiden Sie Ärger im Gemüsebeet

Obwohl eine Mischkultur im Gemüsebeet ideal ist, vertragen sich nicht alle Sorten miteinander – und wieder andere unterstützen sich sogar gegenseitig. Einer Faustregel zufolge passen Pflanzen mit oberirdisch wachsenden Früchten sehr gut mit Gemüsesorten zusammen, deren Früchte unter der Erde wachsen. Manche Pflanzen schützen ihre Nachbarn vor Schädlingen: Petersilie vertreibt beispielsweise die Möhrenfliege und Knoblauch hält Erdbeeren frei von Erdbeermilben.

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