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Gartenmöbel reinigen - Holz pflegen und bearbeiten

Holz ist ein beliebter Werkstoff für Gartenmöbel, denn das natürliche Material harmoniert ideal mit seiner Umgebung. Im Gegensatz zu Möbeln aus Kunststoff benötigt Holz eine regelmäßige Pflege, um eine lange Lebensdauer zu erhalten. Aber die Mühe lohnt sich, denn Holzgartenmöbel vereinen Eleganz und Natürlichkeit in einer besonderen Weise. Auch wenn das Holz an einzelnen Stellen beschädigt ist, können Sie problemlos Ihre Gartenmöbel aufbereiten und Holz und Beschläge wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen. Die Anforderungen, die das Holz Ihrer Gartenmöbel an die Pflege stellt, sind abhängig von der Holzart und der Oberflächenbehandlung. Unsere nachfolgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie Gartenmöbel richtig reinigen und sorgfältig aufbereiten:

Schritt 1: erste Begutachtung nach dem Winterlager

Die ideale Zeit für die Reinigung der Gartenmöbel ist das Frühjahr. Wenn Sie Ihre Gartenmöbel aus dem Winterlager holen, zeigen sich die Beanspruchungen der letzten Jahre und mögliche Schäden deutlich. Begutachten Sie daher Ihre Holzgartenmöbel nach dem Winter genau, um festzustellen, welche Pflege oder Aufbereitung erforderlich ist, um ihnen ihre ursprüngliche Schönheit zurückzugeben. Im Gegensatz zu vielen anderen Materialien erlaubt Holz selbst umfangreiche Renovierungsarbeiten und behält doch sein natürliches Erscheinungsbild. Durch einen neuen deckenden Anstrich wirken selbst stark beschädigte und restaurierte Holzoberflächen wieder wie neu. Aufgrund der vielfältigen Bearbeitungsmöglichkeiten zeichnet sich das Holz durch seine Langlebigkeit aus.

Schritt 2: Oberflächen Ihrer Holz Gartenmöbel reinigen

Der erste Arbeitsgang nach dem Winter ist eine gründliche Reinigung. Bei Gartenmöbeln aus Holz reicht dazu klares Wasser oder eine leichte Seifenlauge aus. Waschen Sie nun die Möbel gründlich mit einer Wurzelbürste ab und reiben anschließend mit einem trockenen Tuch darüber. Nun sollten Sie das Holz richtig trocknen lassen. Anschließend können Sie den Zustand des Holzes sehr gut erkennen.

Schritt 3: Oft reicht schon neues Öl

Gartenmöbel aus Teak oder Bangkirai benötigen oft nur eine neue Behandlung mit Öl, um die ursprüngliche Farbe zurückzugewinnen. Achten Sie darauf, dass Tropenhölzer wie Teak oder Bangkirai nicht mit allen Holzölen behandelt werden dürfen.

Schritt 4: Splitter und Unebenheiten abschleifen

Zeigen sich aber nach der gründlichen Reinigung hochstehende Holzfasern in Form kleiner Splitter, die Sie mit dem bloßen Auge erkennen können, sollten Sie die Möbel mit einem sehr feinen Schleifpapier einmal abschleifen, um den Möbeln wieder eine glatte Oberfläche zu geben. Nach dem Schliff muss der Schleifstaub mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Wenn das Holz nun wieder trocken ist, können Sie das Teak- oder Holzöl mit einem Pinsel auftragen. Für diese Arbeitsgänge benötigen Sie

  • Schleifpapier mit Körnung 200 – 300
  • Teak- oder Holzöl 
  • mit einem Schleifblock geht die Arbeit leichter von der Hand
  • für große Flächen ist die Verwendung eines Schwingschleifers empfehlenswert.

Schritt 5: Spröde Lacke entfernen

Andere Holzsorten als die widerstandsfähigen Tropenhölzer, zum Beispiel Kiefer oder Fichte, benötigen eine intensivere Pflege, da sie nicht so hart und feuchtigkeitsunempfindlich sind wie die Teak-, Bangkirai oder andere Tropenholzsorten. Stellen Sie nach der Reinigung fest, dass die Lasur oder der Lack erste Schäden aufweist, sollten Sie die Gartenmöbel aufbereiten und das Holz gründlich abschleifen. Insbesondere lose Lackpartikel müssen vollständig entfernt werden, bevor ein erneuter Anstrich erfolgt. Verwenden Sie dazu zunächst ein etwas grobes Schleifpapier und in einem zweiten Schleifgang ein sehr feines. Sie benötigen für diese Arbeit

  • Schleifpapier mit Körnung 80 
  • Schleifpapier mit Körnung 220 
  • ggf. Schwingschleifer
  • ggf. einen Schleifblock

Schritt 6: Kratzer und Löcher ausbessern

Stellen Sie nach dem ersten Schliff fest, dass sich im Holz noch tiefe Kratzer oder sogar Löcher befinden, sollten Sie diese mit Holzkitt ausfüllen. Profis bessern große Beschädigungen auch mit einem kleinen Holzkeil aus, den sie mit Leim passgenau einkleben. Folgende Materialien sind dazu erforderlich:

  • Holzkitt in der Farbe Ihrer Gartenmöbel 
  • ein kleine Spachtel
  • ggf. ein passender Holzkeil, den Sie zuvor mit einer Säge zurechtgeschnitten haben.

Schritt 7: Funktionstüchtigkeit prüfen

Vor einem neuen Anstrich sollten Sie Ihre Möbel auch auf ihre Funktion überprüfen. Sind die Scharniere von Klappmöbeln noch gängig oder haben sie Rost angesetzt? In diesem Fall empfiehlt es sich, den Rost zu entfernen und einige Tropfen Öl aufzutragen. Beschädigte Scharniere sollten Sie austauschen.

Schritt 8: Holz eventuell neu leimen

Wenn Ihre Möbel aus dem Leim gegangen und die Verbindungen nicht mehr fest sind, haben Sie jetzt die Gelegenheit, die Möbel neu zu leimen. Entfernen Sie dazu die lockeren Möbelteile und leimen Sie sie mithilfe von Holzdübeln wieder fest zusammen. Wenn Sie mit dieser Methode nicht die gewünschte Festigkeit erzielen, besteht noch die Möglichkeit, die Bauteile neu zu verschrauben. Folgende Materialien sind dazu erforderlich:

  • Rostumwandler
  • Öl oder Silikonspray
  • ggf. Scharniere
  • Leim
  • Schrauben
  • Akkuschrauber

Schritt 9: Die perfekte Aufbereitung erfordert einen weiteren Schliff

Nach der Bearbeitung und Ausbesserung der Oberflächen benötigen Ihre Gartenmöbel einen weiteren Schliff mit feinem Schleifpapier, um die ausgebesserten Oberflächen anzugleichen und für die Lackierung vorzubereiten. Nur durch diesen Schliff reinigen Sie Ihre Gartenmöbel ausreichend um sie dann nachhaltig aufzubereiten.

Schritt 10: Lack oder Lasur auftragen

Nun geht es an den eigentlichen Arbeitsschritt, mit dem Sie die Gartenmöbel aufbereiten und das Holz lackieren. Mit welcher Farbe Sie die Gartenmöbel aus Holz streichen, hängt davon ab, ob Sie die bisherige Gestaltung beibehalten oder verändern möchten. Lasierte Möbel können Sie auch sehr gut mit einem deckenden Lack anstreichen. Vorher lackierte Möbel eignen sich dagegen nicht mehr zum Lasieren. Tragen Sie nun die Lasur oder den Lack mit einem Pinsel auf. Größere Flächen, die Sie mit Lack streichen, können Sie auch mit einer Farbrolle bearbeiten. Sie benötigen für diesen Arbeitsgang: Lasur oder Lack nach Ihren Wünschen, Pinsel und ggf. eine Farbrolle. 

Schritt 11: Der Zwischenschliff sorgt für ein perfektes Ergebnis

Da Holz dazu neigt, nach einem ersten Anstrich seine Fasern aufzurichten und trotz eines vorhergegangenen Schliffs wieder eine raue Oberfläche zu erhalten, lässt sich ein erneuter Schliff nach dem ersten Anstrich meist nicht vermeiden. Fühlen Sie nach dem Trocknen der Farbe oder Lasur, ob das Holz Ihrer Gartenmöbel noch so glatt ist wie vor dem Anstrich. Ist das nicht der Fall, sollten Sie es noch einmal mit feinem Schleifpapier abschleifen.

Schritt 12: Eine zweite Lack- oder Lasurschicht für einen sicheren Schutz

Zum Schluss ist nun das Auftragen einer weiteren Lasur- oder Lackschicht erforderlich, um die Holzmöbel für die nächsten Jahre vor Witterungseinflüssen, Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen. Sind die Oberflächen Ihrer Holzgartenmöbel nach dem zweiten Anstrich wieder rau, sind für ein perfektes Arbeitsergebnis ein erneuter Schliff und ein weiterer Anstrich sinnvoll. Grundsätzlich sollte es aber ausreichen Ihre Gartenmöbel zweimal zu streichen und enstprechend vorher zu reinigen.

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