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Sommerreifen vs. Winterreifen: Das sollten Sie über Autoreifen wissen

Sie bewegen viele tausend Kilometer und werden dennoch häufig vernachlässigt: Autoreifen sind die heimlichen Underdogs der Fahrzeugausstattung. Dabei beeinflussen sie das Fahrzeugverhalten maßgeblich. Entsprechend bedeutsam ist die Verwendung von Reifen passend zur Jahreszeit. Nur Sommerreifen punkten mit optimalen Fahreigenschaften im Sommer, während Winterreifen ideal auf schwierige Witterungsverhältnisse in der kühlen Jahreszeit zugeschnitten sind.

Reifen-Wissen: Reifendruck, Profiltiefe und Reifengrößen

Der Autoreifen ist streng genommen nur ein Teil des Autorades. Die Reifen werden jeweils auf eine Felge aufgezogen und bilden zusammen mit dieser Felge das (Komplett-)Rad. Als Bindeglieder zwischen dem Auto und der Fahrbahn beeinflussen die Reifen das Fahrverhalten maßgeblich. Aus diesem Grund sind unterschiedliche Typen für die Sommer- und Winterzeit erhältlich. Jeder Autoreifen besteht aus folgenden Teilen:

  • Lauffläche (Verbindung zur Fahrbahn)
  • Seitenwand (Schutz der Karkasse)
  • Karkasse (Unterbau)
  • Wulst (Füllung als Verbindung zwischen Felge und Reifen)
  • Innenschicht (Gummi)

Es gibt Autoreifen in unterschiedlichen Größen. Beim Kauf orientieren Sie sich am besten an der in der Zulassungsbescheinigung angegebenen Reifengröße, die heute aber nicht mehr zwingend mit der Größe der montierten Bereifung übereinstimmen muss. Die Reifenkennzeichnung lautet beispielsweise 205/55 R 16 und gibt die Dimensionen des Reifens anhand folgender Kennzahlen an:

  • Reifenbreite in mm (z. B. 205)
  • Verhältnis in Prozent von Breite und Höhe (55)
  • Radial-Bauweise (R)
  • Felgendurchmesser in Zoll (16)

Auf dem Autoreifen sind zudem noch weitere Kennzahlen angegeben, die bei der Auswahl beachtet werden sollten:

  • Tragfähigkeitskennzahl (z. B. 91)
  • Speedindex (H)

Reifendruck

Der Reifendruck wird in bar angegeben und hat Einfluss auf den Rollwiderstand des Fahrzeugs. Er sollte regelmäßig an der Tankstelle überprüft werden, da ein zu niedriger Druck das Fahrverhalten negativ beeinflussen kann. Zur Ermittlung des idealen Reifendrucks für Ihr Fahrzeug können Sie sich an den Angaben des Kfz-Herstellers und an Reifendrucktabellen im Internet orientieren.

Profiltiefe

Auch der beste Autoreifen nutzt sich mit der Zeit ab. Hier gilt grundsätzlich: Mit den Fahrkilometern steigt die Abnutzung. Für Sommerreifen und Winterreifen ist in Deutschland eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben. Zur Ermittlung der Reifenprofiltiefe können Sie Profiltiefenmesser verwenden. Bitte beachten Sie, dass die gesetzliche Mindestprofiltiefe das absolute Minimum darstellt und Ihre Reifen früher gewechselt werden müssen, wenn sie schon sehr lange gelagert werden. Berücksichtigen Sie daher beim Kauf das Produktionsdatum der Reifen, das neben der Reifenkennzeichnung ersichtlich ist. Je neuer der Gummi, desto besser ist der Grip des Reifens.

Die ideale Reifenart für jede Jahreszeit

Man unterscheidet die Bereifung in Sommer- und Winterreifen sowie in Ganzjahresreifen. Diese Reifenarten sehen für den Laien zwar ähnlich aus, unterscheiden sich jedoch stark anhand ihres Profils, der Gummimischung und der Lamellen.

Sommerreifen

Der sommerliche Allrounder. Die Gummimischung von Sommerreifen ist auf hohe Temperaturen ausgelegt. Sie werden bei hohen Temperaturen nicht zu weich und erleiden bei höheren Geschwindigkeiten nur eine geringe Abnutzung.

Winterreifen

Winterreifen verfügen über ein höheres Profil als Sommerreifen für ein besseres Fahrverhalten im Schnee. Außerdem sind sie für einen besseren Grip bei Eis und Schnee mit mehr Lamellen ausgestattet. Die Gummimischung der Winterreifen enthält mehr Kautschuk und bleibt damit auch bei kühleren Temperaturen weich.

Ganzjahresreifen

Allwetterreifen stellen einen Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen dar. Aus diesem Grund haben Ganzjahresreifen im Sommer einen höheren Abrieb als Sommerreifen und können bei schwierigen Witterungsverhältnissen auch nicht mit den Eigenschaften von Winterreifen konkurrieren. Die Ganzjahresreifen eignen sich nicht für Regionen mit starken Temperaturunterschieden, sondern eher für Gegenden, in denen das Wetter seltener schwankt.

Winterreifen- und Sommerreifenpflicht: Zeit für den Reifenwechsel

In Österreich gilt eine Reifenwechselpflicht. Die Winterreifen müssen anders als in Deutschland nicht witterungsbedingt, sondern mit 1. November gewechselt sein. Die Sommerreifenpflicht ist ab 15. April.

Sommer- und Winterreifen richtig einlagern

Legen Sie sich zur Einlagerung von Kompletträdern mit Felgen am besten einen Felgenbaum zu. Wenn Sie Autoreifen ohne Felgen lagern, wird eine senkrechte Aufbewahrung empfohlen. Bringen Sie Ihre Kompletträder oder die einzelnen Reifen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort unter. Alternativ bieten fast alle Autohäuser, Kfz-Werkstätten und Reifendienste eine kostenpflichtige Einlagerung an.

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