Hagebau.at verwendet Cookies um ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Wenn Sie hagebau.at nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Mauern und Verputzen leicht gemacht: eine praktische Schritt für Schritt Anleitung

Eine Wand mauern oder eine vorhandene Wand verputzen ist nicht schwer. Mit den notwendigen Materialien können Sie diese Arbeiten selbst übernehmen. Es muss ja nicht gleich ein komplettes Haus sein. Üben Sie das Mauern zunächst mit einer kleinen Mauer im Freien, zum Beispiel als Begrenzung an einer Seite der Terrasse oder als Umfassung für Ihren Grill. Anschließend können Sie Ihre neue Wand dann auch gleich verputzen.

Schritt 1: Dieses Werkzeug benötigen Sie zum Mauern:

  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Maurerkelle
  • Senklot
  • Mörtelbrett
  • Richtscheit

Überprüfen Sie, welches Handwerkzeug vorhanden ist und kaufen Sie fehlende Teile nach, wenn Sie Ihr Baumaterial besorgen.

Schritt 2: Das Baumaterial zum Mauern besorgen

  • Mauersteine
  • Mörtelsand
  • Zement
  • Kalkhydrat
  • Bitumenpappe
  • Kleber
Mörtel mischen

Schritt 3: Planen Sie Ihre Mauer

Mauern Sie nicht einfach drauf los. Legen Sie zunächst die Länge und den Verlauf der Mauer fest und überlegen Sie, welcher Mauerwerksverband geeignet ist. Als Mauerverband wird die Anordnung der Mauersteine bezeichnet. Der klassische Mauerverband ist der sogenannte Läuferverband, bei dem die Steine in Längsrichtung vermauert werden. In jeder zweiten Reihe wird an den Enden ein halber Mauerstein eingefügt, damit die Fugen entsprechend versetzt sind. Mauern Sie nie so, dass die Fugen durchgehend vertikal verlaufen, dann wird Ihre Mauer instabil:

Soll die Mauer dicker sein, ordnen Sie die Mauersteine der Breite nach an, sodass später die Köpfe zu sehen sind. Dieser Mauerverband wird Binderverband genannt. Noch stabiler wird die Mauer, wenn Sie den sogenannten Blockverband nutzen: Dabei wechselt sich der Binderverband mit einem doppelten Läuferverband ab.

Kreative Gestaltungsmöglichkeiten bieten u. a. der Holländische Verband, ein Blockverband, bei dem in jeder zweiten Schicht ein Viertelstein eingesetzt wird, um die Fugen zu verschieben. Der Kreuzverband erlaubt das Einfügen bunter Mauersteine, die später ein dekoratives Muster ergeben.

Schritt 4: Mörtel mischen

Haben Sie sich für einen Mauerverband entschieden, geht es an die eigentliche Arbeit. Ehe Sie mit dem Mauern beginnen, mischen Sie den Mörtel in folgender Zusammensetzung:

  • 1 Teil Zement
  • 1 Teil Kalkhydrat
  • 6 Teile Mörtelsand
  • Wasser

Rühren Sie den Mörtel nicht zu dünn an. Geben Sie nur so wenig Wasser in die Mischung wie unbedingt notwendig. Für kleinere Projekte können Sie auch Fertigmörtel verwenden.

Schritt 5: Sperrschicht mauern

Ganz wichtig: Damit aus dem Boden keine Feuchtigkeit in Ihre Mauer eindringen kann, müssen Sie zunächst eine Sperrschicht im Fundament anlegen: Verteilen Sie eine erste Mörtelschicht auf dem Boden, auf die Sie Bitumenpappe legen. Bedecken Sie die Bitumenpappe mit einer weiteren Mörtelschicht. Erst jetzt legen Sie die erste Steinreihe auf.

Grundreihe mauen

Schritt 6: Die Grundreihe mauern

Die erste Reihe ist von größter Bedeutung, damit Ihre Mauer stabil und gerade wird. Arbeiten Sie sorgfältig mit Wasserwaage und Richtschnur.

Schritt 7: Die Mauerenden mauern

Viele Maurer schwören darauf, die Mauerenden zuerst zu mauern. Auch hier arbeiten Sie sorgfältig mit Wasserwaage, Richtschnur und Senklot. Sind die Enden optimal ausgerichtet, mauern Sie die restlichen Steine umso leichter dazwischen.

Schritt 8: Die eigentliche Mauer mauern

Arbeiten Sie sich nun Reihe für Reihe nach oben. Verwenden Sie bei jeder Reihe die straff gespannte Richtschnur, damit die Reihe gerade wird.

Schritt 9: Fugen säubern

Sie haben gesehen: Selber mauern ist gar nicht schwer. Ehe der Mörtel trocknet, sollten Sie nun noch Kleckser von den Steinen wischen und dafür sorgen, dass die Fugen sauber und ebenmäßig sind.

Mauer verputzen

Optionaler Schritt 9: Die Wand verputzen

Im Außenbereich verleiht eine rohe Mauer der Terrasse oder dem Garten einen rustikalen Charme. Möchten Sie Ihre neue Mauer noch verputzen, können Sie dies nach dem Mauern in Angriff nehmen, wenn der Mörtel trocken ist. Natürlich können Sie auch ältere Mauern nachträglich verputzen. Dazu reinigen Sie sie zunächst gründlich und entfernen Sie ggf. alte Putzreste. Möchten Sie im Freien eine Wand verputzen, achten Sie darauf, dass der gewählte Putz für den Außenbereich geeignet ist.

Tragen Sie zunächst eine Grundierung auf und lassen Sie diese trocknen. Rühren Sie dann den Putz an und tragen Sie ihn mit einer Kelle auf. Mit einer Kartätsche können Sie den Putz so glätten, dass eine vollkommen glatte Wand entsteht. Möchten Sie Ihre Wand mit einer Struktur verschönern, verwenden Sie eine entsprechende Strukturrolle oder einfach die eigenen Hände.

© hagebau.at 2016 – hagebaumarkt Österreich