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Decke verkleiden Schritt für Schritt

Eine Deckenverkleidung aus Holz verbreitet eine warme, wohnliche Atmosphäre und hat als Wärmedämmung und Schallisolierung auch einen praktischen Nutzen. Wenn Sie sich die folgenden Arbeitsschritte durchlesen, werden Sie feststellen, dass es gar nicht so schwer ist, selbst die Decke zu verkleiden.

Diese Werkzeuge benötigen Sie, um eine Decke zu verkleiden

Eine gute Werkzeugausstattung erleichtert Ihnen die Arbeit enorm. Da moderne Zimmerdecken meist aus Beton hergestellt sind, ist die Arbeit mit einem Bohrhammer zum Beispiel weniger beschwerlich, als mit einer herkömmlichen Schlagbohrmaschine. Folgende Werkzeuge sollten Sie sich zurechtlegen, bevor Sie mit der Arbeit beginnen:

  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Bleistift
  • Stich- oder Kreissäge
  • Bohrhammer mit Beton- und Steinbohrern
  • Akku-Bohrmaschine mit Holzbohrern
  • Akku
  • Schrauber
  • Hammer
  • Nageltreiber

Da es einfacher ist, wenn Sie zu zweit die Decke verkleiden, sollten Hammer und Nageltreiber in doppelter Ausführung bereitstehen.

Materialien für die Deckenverkleidung

Wenn Sie eine Zimmerdecke verkleiden, besteht die Deckenverkleidung grundsätzlich aus einer Unterkonstruktion, die Sie aus Kanthölzern in einem Abstand von 50 bis 60 Zentimetern herstellen, und der eigentlichen Verkleidung mit Profilholz. Die Stärke der Kanthölzer sollte mindestens 2,5 bis 3 Zentimeter betragen, damit später die Nägel zur Befestigung der Profilhölzer einen sicheren Halt haben. Eine Breite von 3 - 4 Zentimetern ist auch zur Befestigung der Profilholzkrallen optimal. Möchten Sie die Decke zusätzlich isolieren, muss die Stärke der Kanthölzer auf die Art der geplanten Isolierung abgestimmt sein. Bezüglich der Profilhölzer haben Sie die Wahl zwischen Paneelen und Kassetten sowie zwischen massivem Holz und Profilhölzern aus MDF-Material mit Echtholzfurnier oder Kunststoffbeschichtung. Die Vorteile der Kunststoffbeschichtung liegen in der Vielfalt der Oberflächengestaltung und der einfachen Reinigung. Massivholz erzeugt ein sehr natürliches und rustikales Ambiente. Sie benötigen insgesamt folgende Materialien:

  • Kanthölzer entsprechend der Raumgröße
  • Paneele oder Kassetten entsprechend der Deckenfläche
  • Schrauben und Dübel oder Nageldübel
  • Profilholzkrallen und Nägel
  • kleine Holzkeile oder Plättchen
  • Leisten
  • bei Bedarf Isoliermaterial.

Und nun kann es losgehen: Selbst eine Decke verkleiden

Schritt 1: Eine gute Planung erspart Enttäuschungen

Bevor Sie das Material einkaufen und mit der Arbeit beginnen, sollten Sie die Deckenverkleidung gründlich planen. Vermessen sie daher zunächst die Decke und fertigen Sie eine maßstabgetreue Zeichnung an. Diese hilft Ihnen bei der Ermittlung des Materialbedarfs und erleichtert Ihnen die Planung der Unterkonstruktion. Entscheiden Sie sich für eine Dämmung mit festem Material wie Styropor, ist es ratsam, auch die Maße der Dämmplatten zu berücksichtigen, wenn Sie die Abstände der Unterkonstruktion festlegen. Holzpaneele sollten Sie rechtwinklig zur Raumlänge verlegen, da sie den Raum dann optisch breiter erscheinen lassen. Zudem sind Transport und Handhabung der kürzeren Paneele einfacher.

Schritt 2: Materialbedarf ermitteln und einkaufen

Den Materialbedarf für die Unterkonstruktion ermitteln Sie meterweise, während es bei den Profilhölzern, mit denen Sie die Decke verkleiden, um das Flächenmaß geht, da Deckenpaneele und Kassetten zum Quadratmeterpreis angeboten werden. Rechnen Sie also aus, wie viele Meter Kanthölzer und Quadratmeter Profilholz Sie benötigen. Profilholzkrallen und Nageldübel richten sich ebenfalls nach der Größe der Decke. Paneele werden in verschiedenen Längen angeboten, sodass Sie bei der Ermittlung des Materialbedarfs einen möglichst geringen Verschnitt berücksichtigen können.

Schritt 3: Zimmerdecke verkleiden - die Unterkonstruktion

Bringen Sie zunächst die Unterkonstruktion an, indem Sie Löcher für die Nageldübel durch die Kanthölzer in die Decke bohren und dabei Loch für Loch den Nageldübel durchschieben und einschlagen. Wenn Sie sich für herkömmliche Betondübel entscheiden, stecken Sie jeweils den Dübel in die Decke und schrauben dann mit dem Akkuschrauber durch das Kantholz in die Decke. Die erste Reihe Kanthölzer sollten sie in einem Abstand von etwa fünf Zentimetern zur Wand befestigen. Unebenheiten können Sie mit kleinen Holzbrettchen ausgleichen.

Schritt 4: Decke verkleiden mit Profilholz

Anschließend befestigen Sie die Paneele mit speziellen Profilholzkrallen, die Sie mithilfe des Nageltreibers im Abstand von 20 bis 30 Zentimetern auf der Unterkonstruktion und der Nut festnageln. Anschließend schieben Sie jeweils die Feder in die Nut des vorhergehenden Paneels. Für das erste und letzte Paneel stehen Anfangskrallen zur Verfügung. Halten Sie zu allen Wänden einen Abstand von 0,5 bis 1 Zentimeter. Für den Anschluss der Deckenlampe bohren Sie mit einem großen Holzbohrer an der gewünschten Stelle ein Loch durch das Paneel.

Schritt 5: Ränder und Leisten für die Deckenverkleidung

Nach der Fertigstellung der Decke haben Sie die Möglichkeit, die Ränder mit Leisten zu verdecken, die Sie auf die Holzdecke aufnageln. Leisten stehen in verschiedenen Formen und Breiten passend zum Holz der Deckenpaneele zur Verfügung. Gelingen Ihnen rundum gerade Abschlüsse, kann auch eine offene Schattenfuge reizvoll sein.

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