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Insektenschutztür einbauen – Schutzvarianten und ihre Vor- und Nachteile

Mücken, Wespen, Fliegen oder Motten sind in Innenräumen keine gern gesehenen Gäste. Besonders in den Sommermonaten können die Plagegeister durch geöffnete Türen schnell in Haus und Wohnung gelangen. Mit einer geeigneten Fliegengitter-Tür können Sie Insekten sicher aus Innenräumen fernhalten. Wie können Sie eine Insektenschutztür einbauen? Mit welchen Systemen lassen sich Türen am besten vor Insekten schützen? Unser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen zum Insektenschutz für Türen und gibt wertvolle Fliegengitter-Tipps.
Fliege auf Fliegengitter

Verschiedene Insektenschutz-Systeme für Türen

Sie können Ihre Türen mit verschiedenen Insektenschutz-Systemen versehen. Diese haben jeweils ihre spezifischen Vor- und Nachteile:

  • Drehrahmen: Eine Insektenschutztür mit Drehrahmen bietet bei entsprechend feinem Insektenschutz-Gewebe einen sehr guten Schutz vor verschiedensten Insekten. Bei einem Drehrahmen ist das Insektenschutz-Gewebe fest in einem leichten Rahmen verspannt. Als Material für den Rahmen wird meist Kunststoff oder Aluminium verwendet. Eine Drehrahmen-Tür wird von außen vor die eigentliche Tür gesetzt. Über Scharniere lässt sich die Tür leicht öffnen und schließen. Vielfach verfügen die Türen über einem Magnetverschluss und einem automatischen Türschließer. Um eine Drehrahmen-Insektenschutztür einzubauen, ist im Vergleich zur Installation eines einfachen Lamellen-Vorhangs etwas mehr handwerkliches Geschick erforderlich. Allerdings schützt eine Fliegengitter-Tür mit Drehrahmen in geschlossenem Zustand den Innenraum auch wesentlich besser als ein Lamellen-Vorhang. Drehrahmen sind in den vielen Größen und Farben erhältlich, sodass sich für fast jede Tür ein passender Rahmen finden lässt. Optisch fällt der Drehrahmen vor der Tür kaum auf. Eine Drehrahmen-Tür ist zum Beispiel für Balkon- und Terrassentüren bestens geeignet. Ein Nachteil dieses Insektenschutzes ist die im Fall einer Beschädigung relativ schwierige Reparatur des Insektenschutz-Gewebes. Außerdem kann ein geschlossener Drehrahmen, im Unterschied zu einem Lamellen-Vorhang, von Haustieren nicht durchschritten werden.
  • Pendeltür: Sie können in Ihre Tür auch eine Insektenschutztür einbauen, die mit einem Pendelmechanismus arbeitet. Im Gegensatz zu einem Drehrahmen kann eine Pendeltür sowohl nach innen als auch nach außen schwingen. So können Sie durch die Tür einfach beidseitig mit sanftem Druck hindurchgehen. Dies kann zum Beispiel von Vorteil sein, wenn Sie beim Tragen eines Tabletts oder Wäschekorbs keine Hand zum Öffnen der Tür freihaben. Auf der anderen Seite benötigt eine Pendeltür zum Aufschwingen Platz in beiden Richtungen. Dieses sollten Sie beim Einbau berücksichtigen.
  • Insektenschutz-Schiebetür: Eine Insektenschutz-Schiebetür, vielfach auch Insektenschutz-Schieberahmen genannt, kann eine interessante Alternative zu einem Drehrahmen oder einer Pendeltür sein. So benötigt eine Insektenschutz-Schiebetür vor oder hinter der Tür keinen Platz zum Aufschwingen. Die Schiebetür lässt einfach zur Seite schieben. Insektenschutz-Schiebetüren gleiten mit Rollen in Führungsschienen, die relativ schnell ober- und unterhalb der Tür angebracht werden können. Mit einer Insektenschutz-Schiebetür können Sie neben kleinen Türen ebenso große Türen oder Doppeltüren vor Insekten schützen, da sich mehrere Schiebeelemente miteinander kombinieren bzw. ineinander verschachteln lassen. Achten Sie beim Kauf einer Insektenschutz-Schiebetür möglichst darauf, dass diese an den Kanten mit einer umlaufenden Bürstendichtung versehen ist. So können keine Kriechtiere wie Spinnen und Käfer in den Innenraum gelangen. Ein Nachteil einer Insektenschutz-Schiebetür ist der seitliche Platzbedarf zum Aufschieben der Tür. Daher muss neben der Tür zum Beispiel eine Fensterfläche oder ein weiteres Türsegment vorhanden sein.
  • Insektenschutz-Rollo: Wollen Sie keine Insektenschutztür einbauen, ist ein Insektenschutz-Rollo eine sehr platzsparende und effektive Möglichkeit zum Schutz vor Insekten. Ein Insektenschutz-Rollo läuft in Führungsschienen. Im Gegensatz zu einer Schiebetür rollt sich das Rollo jedoch in einem kleinen Staukasten seitlich der Tür auf. So wird kaum Platz neben der Tür benötigt. Zum Schließen des Rollos ziehen Sie dieses von der Seite vor die Tür. Mit einem Insektenschutz-Rollo lassen sich auch Fenster mit einem Fliegengitter versehen. Im Vergleich zu einem Drehrahmen oder einer Pendeltür brauchen Sie zum Schließen eines Rollos etwas mehr Zeit. Deshalb eignet sich ein Rollo eher für Türen, die nicht so häufig genutzt werden.
  • Lamellen-Vorhänge: Lamellen-Vorhänge sind die kostengünstigste Variante zum Insektenschutz einer Tür. Einen Lamellen-Vorhang befestigen Sie einfach am oberen Türrahmen mit Haken oder Schrauben. Die einzelnen Lamellen des Vorhangs öffnen und schließen sich beim Durchschreiten des Vorhangs selbstständig. Allerdings bieten die Lamellen keinen so guten Schutz wie Rollos oder Fliegengitter-Türen, da Sie zum Beispiel von einem stärkeren Luftzug aufgedrückt werden können.