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Mörtel mischen – so gelingt's

Mörtel ist eine wichtige Zutat für die verschiedensten Arbeiten. Sie benötigen ihn beispielsweise, um eine Mauer in Ihrem Garten zu bauen, ein Fundament zu errichten oder Risse zu flicken. Voraussetzung dafür ist, dass Sie den Mörtel anmischen – falls Sie ihn nicht fertig kaufen. Dies lässt sich ganz leicht selbst erledigen. Wie Sie dabei vorgehen, hängt von der Menge an Mörtel ab, die Sie benötigen, ebenso wie von der Art des Mörtels. Denn eines ist klar: Mörtel ist nicht gleich Mörtel.

Diese Zutaten benötigen Sie

Wenn Sie Mörtel anrühren möchten, benötigen Sie drei Zutaten:

  • ein geeignetes Bindemittel (Kalk oder/und Zement)
  • Sand
  • Wasser

Das richtige Mischungsverhältnis hängt von der Art des Mörtels ab. Für einfachen Kalkmörtel beträgt es ein Teil Kalkhydrat und drei Teile Sand. Für Kalkzementmörtel verwenden Sie zwei Teile Kalkhydrat, acht Teile Sand und einen Teil Zement. Möchten Sie Zementmörtel anmischen, nehmen Sie vier Teile Sand und ein Teil Zement. Für Beton ersetzt Kies der Körnung 0/16 den Sand. Welche Art von Mörtel in Ihrem Fall infrage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Jede Sorte hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. So ist Kalkmörtel dankbar zu verarbeiten. Kalkzementmörtel oder Zementmörtel ist deutlich widerstandsfähiger und deshalb für höhere Belastungen geeignet.

Eine kleine Menge Mörtel mischen

Benötigen Sie nur eine kleine Menge Mörtel, gelingt das Anmischen gut in einem Kübel oder auch in einer Wanne beziehungsweise einem Bottich. Auf einen Betonmischer und die damit verbundenen Kosten können Sie verzichten.

Schritt 1: Sand und Zement / Kalk vermischen

Geben Sie den Sand und den Zement – oder auch den Kalk – in den Kübel und vermischen Sie beides gut. Achten Sie dabei auf das richtige Verhältnis. Zum Mischen empfiehlt sich eine Kelle.

Schritt 2: Wasser hinzufügen

Nun fügen Sie dem Sand und dem Kalk beziehungsweise Zement Wasser hinzu. Tun Sie dies schrittweise und vorsichtig.

Schritt 3: Mischen

Mischen Sie alle Zutaten, bis das Ergebnis die von Ihnen gewünschte Konsistenz erreicht hat. Achten Sie auf eine gleichmäßig feuchte und leicht glänzende Mischung. Statt einer Kelle lässt sich für das Mischen auch eine Schaufel verwenden.

Eine mittlere Menge Mörtel mischen

Sie benötigen mehr Mörtel als in eine Wanne passt? Auch dann müssen Sie noch keine Betonmischer einsetzen. Verwenden Sie stattdessen einen glatten und sauberen Untergrund. Gut geeignet ist eine Plane oder auch ein Blech. In diesem Fall benötigen Sie außerdem eine Schaufel, um den Mörtel anzumischen. Die folgende Methode lässt sich auch bei kleinen Mengen durchführen, falls Sie kein geeignetes Gefäß zur Hand haben.

Schritt 1: Sand und Zement / Kalk mischen

Geben Sie den Sand auf den Untergrund. Achten Sie darauf, dass dieser trocken ist. Anschließend fügen Sie den Kalk beziehungsweise den Zement hinzu. Trennen Sie die Masse in kleine Häufchen ab, die Sie jeweils mithilfe der Schaufel gut durchmischen. Wie viele Häufchen Sie bilden, hängt davon ab, wie groß die Menge an Sand ist beziehungsweise wie viel Mörtel Sie benötigen.

Schritt 2: Wasser hinzufügen

Sorgen Sie mit der Schaufel für eine Mulde in der Mitte jedes Häufchens. In diese Mulde geben Sie dann jeweils etwas Wasser.

Schritt 3: Mischen

Für das abschließende Mischen von Wasser, Kalk und Sand bringen Sie mit dem Rücken der Schaufel die Mischung in die Mulde. Geben Sie schrittweise mehr Wasser hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Achten Sie auch hier wieder auf Gleichmäßigkeit.

Eine größere Menge Mörtel mischen

Möchten Sie eine größere Menge Mörtel mischen, erleichtert ein Betonmischer Ihnen die Arbeit. Dieser lässt sich tageweise ausleihen. Auch in diesem Fall können Sie das Anmischen problemlos selbst erledigen. Den Großteil der Arbeit erledigt der Mischer für Sie.

Schritt 1: Wasser hinzufügen

Lassen Sie den Betonmischer laufen. Geben Sie zwei Drittel des benötigten Wassers hinein. Beachten Sie dabei die vorgegebenen Mischungsverhältnisse, abhängig davon, welche Sorte von Mörtel Sie erhalten möchten.

Schritt 2: Sand und Zement / Kalk hinzufügen

Geben Sie abwechselnd den Sand und den Kalk beziehungsweise Zement zu dem Wasser in den Betonmischer. Dafür ist wiederum eine Schaufel empfehlenswert.

Schritt 3: Rest Wasser hinzugeben

Nun fügen Sie das restliche Drittel Wasser zu der Mischung hinzu. Lassen Sie den Betonmischer anschließend etwa vier Minuten laufen. Dann können Sie den fertigen Mörtel in einen Kübel gießen und den Vorgang gegebenenfalls wiederholen. Sind Sie fertig, spülen Sie den Mischer mit Wasser aus. So beugen Sie Ablagerungen in dem Gerät vor.

Trockenmörtel verwenden – die einfache Variante

Sie möchten keinen Mörtel anrühren? In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, zu Trockenmörtel zu greifen – vor allem dann, wenn Sie kleine Mengen benötigen. Der Vorteil hier ist, dass es sich um eine bereits fertig angerührte Mischung handelt. Alles, was Sie tun müssen, ist, ihr die auf der Packung vorgegebene Menge Wasser hinzuzufügen und gründlich umzurühren. Die Verwendung von Trockenmörtel funktioniert genauso wie die von Mörtel, den Sie selbst angerührt haben. Auch die Qualität unterscheidet sich nicht. Allerdings ist der Gebrauch von Trockenmörtel meist teurer. Wenn Sie Mörtel selbst mischen, haben Sie zudem mehr Einfluss auf die fertige Konsistenz.

Mischungsverhältnisse können variieren

Manchmal ist es ratsam, von den vorgegebenen Mischungsverhältnissen abzuweichen, wenn Sie Mörtel anmischen. Indem Sie etwas variieren, erreichen Sie eine festere oder weichere Konsistenz. Einfluss auf die Menge des verwendeten Wassers hat außerdem die Luftfeuchtigkeit, je nachdem wo und wann Sie den Mörtel mischen. Auch die Feuchtigkeit des Sands, den Sie verwenden, spielt eine wichtige Rolle. Richten Sie sich deshalb vor allem nach dem Aussehen und der Konsistenz des Mörtels und fügen Sie gegebenenfalls mehr Wasser hinzu – zum Beispiel an heißen Sommertagen. Auch das Verhältnis von Sand, Kalk und Zement bei Kalkzementmörtel lässt sich etwas variieren. Mehr Kalk sorgt für eine leichtere Verarbeitung, mehr Zement für eine höhere Widerstandsfestigkeit.

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