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Sauna und Co – die eigene Wellnessoase zu Hause

In weiten Teilen Skandinaviens und Russlands genießt der regelmäßige Saunagang hohes Ansehen und ist ein beliebtes gesellschaftliches Ereignis. Dabei existieren regional unterschiedliche Bräuche. So ist zum Beispiel die Zugabe von ätherischen Ölen zum Aufguss in Russland gern gesehen, in Finnland dagegen kaum verbreitet. Auch in Deutschland werden zunehmend private Saunen eingerichtet. Tun Sie Körper und Seele etwas Gutes: Wenn Sie in Haus oder Garten Ihren ganz persönlichen Wohlfühlort einrichten möchten, haben Sie die Wahl zwischen zwei Varianten. Zum eine ist das die Infrarotkabine und zum anderen die Sauna mit Ofen.

Die beiden Modelle unterscheiden sich durch die Funktionsweise; auch die Wirkung auf den Körper ist verschieden. Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, für welche Variante Sie sich entscheiden.

Infrarotkabine oder Sauna mit Ofen? Das sind die wichtigsten Unterschiede

Der grundlegende Mechanismus ist bei einer Sauna mit Ofen und einer Infrarotkabine identisch: In beiden Fällen handelt es sich um einen abgeschlossenen Raum, der erwärmt wird, sodass Sie darin kräftig schwitzen können. Der Unterschied besteht in der Art der Erwärmung. Diese erfolgt in der Sauna durch heiße Luft, in der Infrarotkabine wird der Körper durch Wärmestrahlung sanft erwärmt.

Auch die Temperatur ist unterschiedlich. Während in der Sauna üblicherweise eine Temperatur von 70 bis 100 Grad Celsius erreicht wird, erwärmt sich die Luft in der Infrarotkabine schonender auf ein Niveau von etwa 38 bis 45 Grad. Zudem gleichen die Wärmestrahlen in der Kabine dem natürlichen Licht der Sonne.

Sauna und Kabine: so wird der Raum aufgeheizt

In der Infrarotkabine wirkt die Strahlungswärme direkt auf den Körper ein und erhitzt ihn. In der Sauna erfolgt die Erwärmung indirekt durch die Wärme aus der Raumluft. Dafür gibt es drei Möglichkeiten:

    • In Elektro-Öfen wird die Wärme durch elektrische Heizstäbe erzeugt.
    • In Holzöfen wird in einer geschlossenen Brennkammer ein Feuer betrieben.
    • Holzfeuer werden direkt im Saunaraum entfacht. Dadurch erhitzen sich Steine, die als Wärmequelle dienen, sobald die Feuer erloschen sind. Diese Variante des Saunierens ist in Mitteleuropa nicht üblich und aus Gründen des Brandschutzes nicht erlaubt.

Schwitzen oder entspannen?

Sauna Haus

Wer in einer Sauna mit Ofen sitzt, will möglichst viel schwitzen. Das bewirkt eine schnelle und effektive Entschlackung des Körpers. Schadstoffe werden durch den austretenden Schweiß über die Haut ausgespült. Neben dem Effekt der Hautreinigung bietet der Saunagang in einer Sauna mit Ofen weitere Vorteile für die Gesundheit: Mit regelmäßigen Saunagängen können Sie Ihr Immunsystem, die Abwehrkräfte und den Kreislauf stärken. Ein Grund dafür liegt im mehrfachen Wechsel zwischen heiß und kalt. Üblicherweise absolvieren Sie bei einem Besuch in der Sauna mehrere Gänge. Der typische Ablauf sieht folgendermaßen aus:

  • duschen und abtrocknen
  • erster Saunagang mit einer Dauer von zehn bis 15 Minuten
  • Abkühlung mit einer kalten Dusche oder einem Bad im Freien
  • Ruhephase von bis zu 30 Minuten
  • nächster Saunagang

Empfohlen werden drei Saunagänge in Folge mit jeweils einer Abkühlung dazwischen. Weil der Saunabesuch einen Zeitaufwand von bis zu zwei Stunden bedeutet, ist dies eine gute Gelegenheit, um Abstand vom hektischen Alltag zu bekommen.

In der Infrarotkabine dringt ein Großteil der Strahlung tief in den Körper ein. Dadurch wird sowohl die Durchblutung gefördert als auch die Entschlackung des Körpers angeregt. Neben diesem Effekt, der auch in der klassischen Sauna mit Ofen erreicht wird, lösen sich in der Infrarotkabine außerdem Muskelverspannungen und Reizungen der Gelenke werden gelindert. Ein Aufenthalt in der Infrarot-Kabine eignet sich also bestens für die Regenerationsphase nach sportlicher Betätigung. Die Infrarot-Kabine eignet sich außerdem hervorragend, wenn Sie nur wenig Zeit haben, aber auf die entspannende Auszeit vom Alltag nicht verzichten möchten. Weil Sie in der Infrarot-Kabine stärker als üblich schwitzen, genügt hier je Besuch eine einmalige Anwendung von etwa 20 bis 30 Minuten.

Welche Rolle spielt die Wandstärke bei einer Sauna?

Sauna Zubehör

Wenn Sie die Betriebskosten Ihrer Sauna gering halten wollen, sollten Sie bei Ihrer persönlichen Wellnessoase besonderes Augenmerk auf die Wandstärke richten. Hier gilt die Regel: Je stärker die Wand, umso besser isoliert ist die Sauna. Es gelangt also weniger Wärme nach außen und Sie müssen weniger Energie aufwenden, um die gewünschte Temperatur zu erzielen.

Eine wichtige Rolle für die Wahl der Wandstärke spielt auch die Frage, wo Sie die Sauna aufstellen wollen. So ist eine größere Wandstärke erforderlich, wenn die Sauna mit Ofen oder die Infrarotkabine im Garten stehen soll. Eine geringe Wandstärke reicht hingegen in Innenräumen aus, etwa wenn Sie einen Kellerraum zur Wellnessoase mit Sauna oder Infrarotkabine und Sonnenbank ausbauen wollen.

Die Vielfalt der Saunen: Informationen zu den verschiedenen Typen

So vielfältig wie die Länder und Regionen mit Saunakultur sind auch die Saunamodelle:

  • Designsauna
  • Saunahaus oder
  • Fass-Sauna.

Viele der verfügbaren Saunen werden mit verschiedenen Wandstärken angeboten. Dadurch können Experten gemeinsam mit Ihnen auch bei baulich komplizierteren Fällen eine optimale Lösung für jeden Raum finden.

Die Massivholz-Systemsaunen: 40 Millimeter und 68 Millimeter Wanddicke

Die eigene Wellnessoase in Form einer Massivholzsauna schätzen Neulinge ebenso wie erfahrene Saunagänger. Der Grund dafür ist das wohltuende Klima, das Sie mit ihr genießen können. Um Ihnen den bestmöglichen Effekt für Ihr Wohlbefinden, Ihre Erholung und Ihre Gesundheit zu bieten, werden Massivholzsaunen aus nordischer Fichte hergestellt. Das Holz ist naturbelassen, sodass beim Erhitzen der Raumtemperatur keine schädlichen Stoffe freigesetzt werden.

Die Konstruktion des 40-Millimeter-Systems

Das Herzstück der 40-Millimeter-Massivholzsaunen bildet ein einfacher Aufbau aus mehreren, vorgefertigten Elementen. Diese bestehen aus zweiteiligem 40 Millimeter starkem Massivholz. Die Stücke sind durch eine Doppelnut und ein Federsystem miteinander verbunden. Das Dach besteht aus einer Platte, die mit Mineraldämmwolle isoliert wurde und innen mit einer Verkleidung aus Softline-Profilholz ausgestattet ist. So können Sie auf eine zusätzliche Dämmung für das Dach verzichten. Sie sollten beim Aufbau lediglich darauf achten, dass Sie zu den Wänden und zur Decke des Raumes einen Abstand von mindestens 40 Zentimetern einhalten.

Die Vorteile des 68-Millimeter-Systems

Fasssauna

Die 68-Millimeter-Systemsaunen werden ebenfalls aus vorgefertigten Elementen zusammengestellt. Diese sind geringfügig anders aufgebaut als beim 40-Millimeter-System. Im Inneren der Module befindet sich eine 42 Millimeter dicke Dämmung, die von Softline-Profilholz mit einer Dicke von 12 Millimetern umschlossen wird. Die rückseitigen Wände verfügen im Inneren ebenfalls über eine Oberfläche aus Spezial-Softline-Profilholz, während die Außenwand von einer drei Millimeter dicken Hartfaserplatte gebildet wird. Dieser Aufbau sorgt für die bestmögliche Isolierung, sodass Sie die Heizenergie in Ihrer persönlichen Wellnessoase optimal nutzen können. Abgerundet werden diese Systemsaunen durch ein Deckenelement mit einer Stärke von 57 Millimetern. Dies wurde so konzipiert, dass eine einfache Montage gewährleistet ist.

Durch diese Konstruktionsweise ist neben einer hohen Formstabilität bei einem geringen Energieaufwand auch eine hohe Resistenz gegen Feuchtigkeit gewährleistet. Aus Sicherheitsgründen wird bei diesen Modellen grundsätzlich auf eine Dampfsperre verzichtet. Bitte achten Sie bei beiden Modellen unbedingt darauf, einen Mindestabstand zu den Wänden und zur Decke einzuhalten.

Die Fass-Sauna – die Lösung für den Garten

Die Fass-Sauna ist das bevorzugte Modell, wenn Sie Ihre Wellnessoase im Garten errichten möchten. Auch diese Sauna besteht aus nordischer Fichte mit einer Stärke von 42 Millimetern. Für einen sicheren Stand sorgen stabile Fundamenthölzer mit einem Durchmesser von neun Zentimetern. Die Wandelemente werden durch mehrere Spannreifen stabilisiert, so wie Sie es auch von Weinfässern kennen. Die Bohlen an Vorder- und Rückwand sind um 14 Millimeter dünner als die Seitenwände. Die bronzierte, einflügelige Tür besteht aus acht Millimeter starkem Sicherheitsglas. Dies gewährleistet auch im Eingangsbereich Ihrer Fass-Sauna eine gute Isolation. Im Innenraum sind Bänke aus Erlenholz integriert. Die Form der Fass-Sauna gewährleistet eine gute Luftzirkulation. So kann sich die Wärme optimal verteilen.

Die Infrarotsauna

Infrarotkabine

Wenn Sie Ihre Wellnessoase dazu nutzen möchten, um regelmäßig eine kleine Auszeit vom Alltag zu nehmen, sind Infrarot-Kabinen optimal auf Ihren Bedarf zugeschnitten. Für die nötige Wohlfühl-Wärme sorgen Keramikstrahler, die eine optimale Ganzkörperbestrahlung und gesundes Schwitzen gewährleisten. Sie können die Lufttemperatur individuell nach Ihrem persönlichen Wärmeempfinden auf einen Wert zwischen 18 und 50 Grad Celsius einstellen.

Was ist Infrarotstrahlung?

Die Wärmequellen in der Infrarot-Kabine sind dem Vorbild der Sonne nachempfunden. Sobald die infrarote Strahlung von der menschlichen Haut aufgenommen wird, erfolgt die unmittelbare Umwandlung der Strahlungsenergie in Wärmeenergie. Bei der Strahlung, die im Volksmund als infrarote Strahlung bezeichnet wird, handelt es sich streng genommen um ein Bündel mehrerer Strahlungsarten:

  • Infrarot-A-Strahlung besteht aus kurzwelligen Strahlen mit einer Wellenlänge zwischen 760 und 1.400 Nanometer. Diese dringt in die untersten Schichten der Haut ein. Anschließend sorgt der Blutkreislauf dafür, dass die Wärme gleichmäßig im Körper verteilt wird.
  • Infrarot-B-Strahlung hat eine Wellenlänge zwischen 1.400 und 3.000 Nanometer und wird als mittelwellige Strahlung bezeichnet. Sie dringt bis in die mittleren Hautschichten ein.
  • Die langwelligen Infrarot-C-Strahlen weisen eine Wellenlänge von bis zu 10.000 Nanometern auf und dringen lediglich in die oberste Schicht der Haut ein, welche sie direkt erwärmen.

Die kurzwellige Infrarot-A-Strahlung, die ausschließlich von Vollspektrum-Strahlern erzeugt wird, hat einen besonders positiven Effekt auf die Gesundheit. Der Grund: Diese Strahlung lässt in den unteren Schichten der Haut Tiefenwärme entstehen, welche wiederum eine höhere Aktivität der Wassermoleküle im Körper bewirkt. Dadurch werden sowohl die Blutflussmenge als auch der Stoffwechsel angeregt, was zu einer signifikant besseren Sauerstoffversorgung führt. Weil Sie in einer Infrarot-Kabine auch erheblich stärker schwitzen, garantiert dies eine optimale Entgiftung Ihres Körpers.

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